17. Juli 2020 / 12:04 Uhr

BVB bis FC Bayern: So viele Fans dürften laut DFL-Leitfaden in die Bundesliga-Stadien

BVB bis FC Bayern: So viele Fans dürften laut DFL-Leitfaden in die Bundesliga-Stadien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach einer Teil-Öffnung der Bundesliga-Stadien hätten in Dortmund laut DFL-Leitfaden rund 30.000 Fans Platz.
Nach einer Teil-Öffnung der Bundesliga-Stadien hätten in Dortmund laut DFL-Leitfaden rund 30.000 Fans Platz. © Ibing/firo Sportphoto/Pool/Bielefeld/Imago Images (Montage)
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Die DFL hat in ihrem Leitfaden für eine Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien ein Modell mit möglichen Kapazitäten genannt. Das ZDF hat darauf aufbauend berechnet, wie viele Zuschauer jeder Verein zulassen könnte. Zwei Vereine knacken demnach die 30.000er-Marke.

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Die Deutsche Fußball Liga hat in ihrem Leitfaden für eine Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien ein Modell mit möglichen Kapazitäten für jede Erstliga-Arena genannt. Kalkuliert wird demnach mit 50 Prozent Belegung der Sitzplätze und 12,5 Prozent der Stehplätze. Auf dieser Grundlage hat das ZDF berechnet, wie viele Zuschauer bei den Heimspielen der einzelnen Klubs zugelassen wären. Nur zwei Teams würden die Marke von 30.000 Fans knacken. Hertha BSC dürfte 37.238 Fans einlassen und liegt damit an der Spitze der Rangliste, gefolgt von Borussia Dortmund mit 30.056 (26.514 Sitz- und 3542 Stehplätze).

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Beide Arenen weisen Besonderheiten auf: Das Berliner Olympiastadion ist die einzige Bundesliga-Spielstätte ohne Stehplätze. Der Signal Iduna Park hat dagegen mit 28.357 die meisten Stehplätze der Liga und mit insgesamt 81.365 die größte Kapazität in Deutschland. Die berühmte Dortmunder Südtribüne, die allein knapp 25.000 Stehplätze bietet, bliebe aufgrund der DFL-Vorgaben nahezu komplett verwaist. Allerdings müssten alle anderen Vereine im Vergleich zu komplett gefüllten Rängen gleichermaßen Stimmungseinbußen in Kauf nehmen.

Rekordmeister FC Bayern München belegt im Ranking mit 29.829 Besuchern den dritten Platz. Im Normalfall passen in die Allianz Arena 75.024 Fans. Nicht in die ZDF-Zahlen eingeflossen sind mögliche Business Seats oder VIP-Plätze, durch die sich die Zahl der tatsächlich in den Stadien befindlichen Zuschauer leicht erhöhen würde.

Stehplatz-Verzicht? Politik äußert Zweifel an DFL-Leitfaden

Kurios: Die geringste Kapazität hätte mit 4108 Besuchern (1809 Sitz- und 2299 Stehplätze) ausgerechnet Union Berlin. Die Köpenicker hatten zuletzt mit dem Vorstoß für Aufsehen gesorgt, das Stadion An der Alten Försterei in der neuen Saison wieder komplett füllen zu wollen. Möglich werden sollte dies über eine flächendeckende Corona-Testung aller Zuschauer, für die der Verein die Kosten selbst übernehmen will. Verteter der Berliner Politik, darunter Sportsenator Andreas Geisel, hatten sich grundsätzlich offen für den Vorschlag gezeigt.

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Die vom ZDF veröffentlichte Tabelle steht jedoch unter Vorbehalt. Denn der Leitfaden der DFL sieht unter anderem vor, eine (Teil-)Öffnung der Stadien stets vom lokalen Infektionsgeschehen in den Landkreisen abhängig zu machen, in denen die Stadien liegen. Dies müsste folgerichtig stets sehr kurzfristig vor den jeweiligen Spielterminen beobachtet und bewertet werden. Zudem hat ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) indirekt bereits Zweifel an der Umsetzung des DFL-Modells aufgeworfen, indem er unter anderem den Verzicht auf Stehplätze anmahnte. Im Gespräch ist zudem ein Alkoholverbot in den Stadien.