01. Februar 2020 / 17:27 Uhr

Bundesliga kompakt: FC Bayern und BVB siegen im Gleichschritt – Frankfurt vermiest Rösler-Debüt

Bundesliga kompakt: FC Bayern und BVB siegen im Gleichschritt – Frankfurt vermiest Rösler-Debüt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Gleichschritt: Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund feierten in der Bundesliga klare Siege.
Im Gleichschritt: Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund feierten in der Bundesliga klare Siege. © imago images/Montage
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Angeführt von ihren Topstürmern Robert Lewandowski und Erling Braut Haaland haben der FC Bayern und Borussia Dortmund mit deutlichen Erfolgen ihre Ansprüche auf die Meisterschaft untermauert. Das Debüt des neuen Düsseldorf-Trainers Uwe Rösler endete mit einer herben Enttäuschung.

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FSV Mainz 05 - FC Bayern München 1:3 (1:3)

Die Gastgeber aus Rheinhessen wurden schon in der ersten Hälfte vom Rekordmeister überrollt. Der FC Bayern, der vorübergehend sogar die Tabellenspitze übernehmen konnte, war in jeder Hinsicht überlegen - und konnte das auch in Tore ummünzen: Nach einer tollen Pavard-Flanke köpfte Robert Lewandowski mit seinem 22. Saisontreffer das frühe 1:0, nachdem St. Juste zuvor eine seltene Mainzer Gelegenheit vergeben hatte. Nach Zuspiel von Goretzka erhöhte Thomas Müller nur sechs Minuten später.

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Es war nicht so, dass die Mainzer es nicht probierten: Barreiro (22.) hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, sein Volleyschuss landete allerdings am rechten Pfosten des Bayern-Tores. Die individuelle Klasse des FCB machte jedoch den Unterschied - wie beim dritten Treffer. Thiago (26.) vernaschte nacheinander die halbe Mainzer Abwehr und schloss höchst sehenswert zum 3:0 ab. Doch Mainz steckte nicht auf und hatte auch das Glück auf seiner Seite. Das 1:3 durch St. Juste (45.) wurde von Goretzka noch entschiedend abgefälscht und ließ Neuer keine Abwehrchance. Nach Wiederanpfiff kamen die Mainzer voller Engagement aus der Kabine, Bayern ließ nun die Souveränität der ersten Hälfte vermissen, gewann am Ende aber verdient.

Der FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik zum Sieg bei Mainz 05

Der FC Bayern hat in Mainz einen souveränen 3:1-Arbeitssieg gefeiert. Für den <b>SPORT</b>BUZZER hat Patrick Strasser die Bayern-Stars mit Noten bewertet! Zur Galerie
Der FC Bayern hat in Mainz einen souveränen 3:1-Arbeitssieg gefeiert. Für den SPORTBUZZER hat Patrick Strasser die Bayern-Stars mit Noten bewertet! ©

Borussia Dortmund - Union Berlin 5:0 (2:0)

Die hochtalentierte Dortmunder Mannschaft (erstmals mit Shootingstar Erling Haaland in der Startelf und Last-Minute-Neuzugang Emre Can auf der Tribüne) wurde von Union Berlin kaum vor Probleme gestellt. Die Gäste, die das Hinspiel an der Alten Försterei sensationell gewonnen hatten, fanden sich im ersten Durchgang fast nur im Rückwärtsgang. Der BVB legte eine offensichtliche Spielfreude an den Tag und kam durch Jadon Sancho (13.) nach einem Fehlpass von Gentner und einer Vorlage von Guerreiro zur frühen Führung. Nur fünf Minuten später traf dann auch Haaland, der bei seinen Joker-Einsätzen gegen Augsburg (5:3) und Köln (5:1) in nur 57 Minuten fünf Tore geschossen hatte. Der Norweger vollendete eine Flanke von Brandt im Stile eines Torjägers.

Anstatt auf das dritte Tor zu gehen, zogen die Dortmunder sich in den zweiten 45 Minuten zunehmend zurück. Die Gäste kamen besser rein und durch Bülter (56.) fast zum Anschluss. Der BVB-Schreck aus dem Hinspiel verlud Akanji und schoss nur knapp vorbei. Die endgültige Entscheidung fiel in der 68. Minute: Haaland wurde im Strafraum von Union-Keeper Gikiewicz gelegt, Kapitän Marco Reus verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Jetzt machte Dortmund weiter: Witsel (70.) erzielte völlig freistehend das 4:0, Haaland (76.) stellte mit seinem zweiten Treffer auf 5:0.

Der BVB in Noten: Die Einzelkritik zum Gala-Sieg gegen Union Berlin

Der SPORTBUZZER liefert die BVB-Einzelkritik zum Gala-Sieg gegen Union Berlin. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER liefert die BVB-Einzelkritik zum Gala-Sieg gegen Union Berlin. ©

TSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

In einem ansehnlichen Fußballspiel konnte sich im ersten Durchgang keine der Mannschaft einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Leverkusen war zwar insgesamt besser und ging durch Moussa Diaby (11.) auch in Führung (das Ex-PSG-Talent steckte Posch den Ball durch die Hosenträger und vollendete stark), konnte seine weiteren Chancen durch Diaby und zwei mal Bellarabi aber nicht in Zählbares ummünzen. So kamen die Hoffenheimer durch Andrej Kramaric (23.) nach einer abgefälschten Kaderabek-Vorlage zum 1:1.

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Das Spiel hielt sein hohes Niveau auch im zweiten Durchgang, wurde sogar noch schneller. Bayer blieb tonangebend, direkt nach dem Anpfiff hatte allerdings Hoffenheims Baumgartner (46.) mit einem satten Schuss die Möglichkeit zur Führung für die TSG. Hradecky parierte aber stark. Diaby (52.) und Havertz (55.) ließen auf der Gegenseite die nötige Präzision vermissen. Die TSG nutzte das per Konter: Leverkusen verteidigte schlampig, nach einem etwas diffusen Angriff der Hoffenheimer kam Robert Skov (65.) zum Torabschluss. 2:1 für die Gastgeber, das Spiel war gedreht. Der frühere Hoffenheimer Demirbay (90.+2) sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte.

Fortuna Düsseldorf - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel und der Einstellung seines Nachfolgers Uwe Rösler zeigten die Düsseldorfer eine zunächst sehr engagierte Leistung mit viel Ballbesitz. Zimmermann (5.) schoss einen ersten Abschluss knapp über die Latte, auf der Gegenseite scheiterte Chandler (7.) ebenso knapp. Doch das optische Übergewicht lag beim Schlusslicht aus Düsseldorf, das überraschend viel Selbstvertrauen an den Tag legte, mit zunehmender Spieldauer aber etwas nachließ.

In der zweiten Halbzeit lag der Ball im Frankfurter Tor. Sebastian Rode hatte den Ball auf der rechten SGE-Seite haarsträubend verloren, Neuzugang Berisha den völlig freistehenden Ampomah in Szene gesetzt - der das vermeintliche 1:0 erzielte. Bitter: Schiedsrichter Frank Willenborg verweigerte dem Tor die Anerkennung, weil der Ghanaer beim Zuspiel von Berisha Millimeter im Abseits stand. Die Eintracht blieb eine Woche nach dem Heimsieg gegen Tabellenführer Leipzig erstaunlich passiv und kassierte folgerichtig das 0:1. Kaan Ayhan (79.) verwandelte einen abgefälschten Freistoß zur verdienten Führung der Gastgeber. Bitter: Frankfurt kam in letzter Sekunde durch Chandler (90.+3) zum glücklichen Ausgleichstreffer, der Rösler das eigentlich gelungene Debüt gehörig verhagelte.

25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde

Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  Zur Galerie
Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  ©

FC Augsburg - Werder Bremen 2:1 (0:1)

Werder hat wieder einmal Big-Points im Kampf um den Klassenerhalt liegen lassen. Gegen die Fuggerstädter reichte den Bremern auch ein kurioses Slapstick-Eigentor von Augsburgs Innenverteidiger Tin Jedvaj nicht zum Sieg - am Ende gab es sogar eine weitere Niederlage für den SVW. Beim 2:1 kam Augsburg besser ins Spiel, doch in der Drangphase der Augsburger startete Werder einen seiner Entlastungsangriffe – und der hatte es in sich. Nach einem langen Ball von Nurin Sahin auf Davie Selke, der einen Tag nach seiner Verpflichtung gleich in der Startelf der Bremer stand, klärte Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw den Ball unglücklich und schoss Jedvaj die Kugel ans Knie, von wo der Ball ins Tor zu Führung der Bremer rollte (23.).

In der Folge war Werder dann das aktivere Team in einer insgesamt chancenarmen Begegnung. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Augsburg jedoch den Druck und kam durch den Treffer von Florian Niederlechner zum verdienten Ausgleich (67.). Ömer Toprak hatte den Schuss des Stürmers unhaltbar abgefälscht. Der FCA drehte das Spiel in der Schlussphase komplett auf den Kopf: vollkommen freistehend schoss Ruben Vargas (83.) das Siegtor.