19. November 2021 / 22:22 Uhr

Überraschende Pleite beim Abstiegskandidaten: FC Augsburg düpiert den FC Bayern

Überraschende Pleite beim Abstiegskandidaten: FC Augsburg düpiert den FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Thomas Müller musste in seinem 600. Pflichtspiel für den FC Bayern eine Niederlage beim FC Augsburg hinnehmen
Thomas Müller musste in seinem 600. Pflichtspiel für den FC Bayern eine Niederlage beim FC Augsburg hinnehmen © IMAGO/MIS/Jan Huebner (Montage)
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Der FC Bayern verliert sensationell beim FC Augsburg und kassiert die zweite Niederlage der laufenden Bundesliga-Saison. Die Gäste verlassen durch den überraschenden Sieg zumindest vorübergehend den Relegationsplatz. 

Dank einer sensationellen ersten Halbzeit schlägt der FC Augsburg den FC Bayern am Freitagabend mit 2:1 (2:1) und macht die Bundesliga unverhofft wieder spannend - oben und unten. Die Gastgeber sammeln wichtige Punkte im Abstiegskampf und verlassen zumindest für eine Nacht den Relegationsrang, den nun der VfB Stuttgart innehat. Für den Tabellenführer aus München ist die Pleite die Krönung einer turbulenten Woche. Am Samstag hat nun der BVB im Heimspiel gegen Stuttgart (15:30 Uhr/Sky) die Chance, wieder auf einen Punkt heranzurücken.

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Mit Niklas Süle, Joshua Kimmich und Josip Stanisic befinden sich gleich drei Bayern-Profis in Quarantäne. Corona zwang Trainer Julian Nagelsmann also zum Umbau der Startelf. Im zentralen Mittelfeld brachte er Marcel Sabitzer für Kimmich. Für Alphonso Davies, der erst spät von er kanadischen Nationalmannschaft zurückgekehrt war, spielte Omar Richards den linken Part in der Viererkette, die von Lucas Hernandez, Dayot Upamecano und Benjamin Pavard komplettiert wurde.

Und den Rekordmeister schien die Länderspielpause und der Corona-Wirbel der letzten Wochen mehr mitgenommen zu haben, als zunächst angenommen. Der FCA legte dagegen frech und mutig los. Aus einer konzentrierten Defensive starteten die Fuggerstädter immer wieder gefährliche Angriffe und präsentierten sich - abgesehen vom Ballbesitz - ebenbürtig. Dabei hatten auch die Hausherren einen corona-bedingten Ausfall zu beklagen. Kurz vor Anpfiff teilte der Klub den positiven Test von Ruben Vargas mit. Zudem fiel Alfred Finnbogason mit muskulären Problemen im Oberschenkel aus. Iago und André Hahn rückten dafür in die Startelf - und hatten Hauptrollen in einer ersten Hälfte, in der der Rekordmeister sich wie im falschen Film gefühlt haben wird.

Mitte des ersten Durchgangs (23.) flankte Iago von links scharf in den Fünfmeterraum, der Abpraller landete vor den Füßen von Mads Pedersen, der per Vollspann-Direktabnahme zur 1:0-Führung traf. Rund zehn Minuten später setzte sich Hahn nach einer erneuten Iago-Flanke im Kopfball-Duell gegen Hernandez und Richards durch und erhöhte auf 2:0 (35.). Doch fast im direkten Gegenzug (38.) brachte Robert Lewandowski die Gäste per Volley wieder zurück ins Spiel. Thomas Müller, der sein 600. Pflichtspiel für den FC Bayern bestritt, hatte eine Pavard-Flanke mit der Hacke auf den polnischen Torjäger verlängert, der sein 14. Saisontor erzielte.

Kurz nach Wiederanpfiff (52.) ersetzte Nagelsmann den in seinem vierten Bundesligaspiel etwas unglücklich agierenden Richards mit Davies. Zudem machte Sabitzer Platz für Musiala, um das Spiel offensiver auszurichten. Für die Schlussphase kam mit Eric Maxim Choupo-Moting ein zweiter Stoßstürmer für Leroy Sané (69.). Doch die Augsburger Defensive hielt dem Sturmlauf des Rekordmeisters stand und verteidigte die knappe Führung bis zum Schlusspfiff.