21. Mai 2021 / 09:17 Uhr

Abstieg, Europa, Rechenspiele und Rekord: In diesen Bundesliga-Spielen geht es um alles

Abstieg, Europa, Rechenspiele und Rekord: In diesen Bundesliga-Spielen geht es um alles

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am letzten Bundesliga-Spieltag steht viel auf dem Spiel - unter anderem für Werder Bremen, den 1. FC Köln - und Bayern-Torjäger Robert Lewandowski.
Am letzten Bundesliga-Spieltag steht viel auf dem Spiel - unter anderem für Werder Bremen, den 1. FC Köln - und Bayern-Torjäger Robert Lewandowski. © IMAGO/Montage
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Das Saison-Finale in der Bundesliga steht an – in sechs von neun Partien geht es dabei um alles. Von Abstieg über Europa bis zum Torrekord von Robert Lewandowski: Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, über die Entscheidungsspiele.

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Am letzten Bundesliga-Spieltag ist längst nicht mehr überall Spannung in der Bude: Der FC Bayern München ist bereits seit zwei Wochen zum neunten Mal in Folge Deutscher Meister, auch die weiteren Champions-League-Ränge sind seit dem vergangenen Wochenende an RB Leipzig, den VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund vergeben. Dennoch steht am Samstag noch in sechs der neun zeitgleich um 15.30 Uhr angepfiffenen Spiele viel auf dem Spiel - selbst bei den Bayern ist noch eine zentrale Frage offen. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

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1. FC Köln – Schalke 04

Schon jetzt ist klar: Der FC auf dem vorletzten Tabellen-Platz muss gegen Schalke gewinnen, wenn man den Königsblauen nicht direkt in die 2. Bundesliga folgen will. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel steht zwar nur einen Punkt hinter Werder Bremen auf dem Relegationsrang – allerdings ist das Torverhältnis um acht Treffer schlechter. Und während manch einer nun sagen mag, dass der Gegner mit den bereits abgestiegenen Schalkern, für die es um überhaupt nichts mehr geht, kaum günstiger sein könnte, beweist der vergangene Spieltag: Mit Königsblau muss zu rechnen sein. Die Mannschaft von Dimitrios Grammozis brachte am anderen Tabellenende sogar Eintracht Frankfurt um die Champions-League-Qualifikation (4:3).

SV Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach

Enorm viel steht auch im Weserstadion auf dem Spiel – und zwar auf beiden Seiten: Werder kann sich als Tabellen-16. trotz des besseren Torverhältnisses als die Konkurrenz aus Bielelfeld (Rang 15) und Köln kaum auf ein Unentschieden verlassen. Gewinnt einer der beiden Gegner, wäre sonst zumindest die Relegation schon einmal sicher. Gewinnt der FC, könnte man plötzlich sogar direkt absteigen, ohne dass Bielefeld gewinnt. Aber auch für die Gäste aus dem Rheinland geht es um viel. Im Fernduell mit Union Berlin (Tabellen-7., 47 Punkte), Stuttgart (9., 45 Punkte) und Freiburg (10., 45 Punkte), will das Team von Marco Rose als derzeit Achter noch an Union vorbei auf den Europa-Conference-League-Platz ziehen und so zumindest ein kleines Trostpflaster auf die enttäuschende Rückrunde nach der Bekanntgabe des Rose-Abschieds kleben.

VfB Stuttgart – Arminia Bielefeld

Auch in Stuttgart ist noch reichlich Brisanz im Spiel. Die Cannstädter brauchen drei Punkte, um einen möglichen Patzer der Konkurrenz im Kampf um Platz sieben zu nutzen. Die Arminia von Trainer Frank Kramer ist im Rennen um den Klassenerhalt indes in der Pole Position. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt – den man selbst als Sensation verstanden haben will – besiegelt. Schon bei einem Remis müsste man hingegen hoffen: Wenn dann Köln und Werder beide gewinnen, wäre man direkt abgestiegen.

Union Berlin – RB Leipzig

Union Berlin hat es in der eigenen Hand: Das Team von Urs Fischer kann die erstmalige Qualifikation für den Europapokal über die Bundesliga perfekt machen, wenn man gegen Vize-Meister RB Leipzig gewinnt. Die Gäste haben allerdings ebenfalls noch Ziele: Zum einen kann sich der scheidende Trainer Julian Nagelsmann sicher schöneres vorstellen, als sich mit einer Niederlage in der Hauptstadt zu verabschieden. Zum anderen würde man bei einem Sieg mit dann 67 Punkten den eigenen Rekord aus der ersten Bundesliga-Saison 2016/17 einstellen. Union kann aber auf ein tolles Comeback bauen: 2.000 Anhänger dürfen an der Alten Försterei dabei sein – erstmals wieder in der Bundesliga seit fast sieben Monaten.

Eintracht Frankfurt – SC Freiburg

Während Frankfurt sich in den vergangenen Wochen selbst um die Champions League gebracht hat, hegt Freiburg noch Rest-Hoffnungen auf die Conference League. Mit einem Sieg würde das Team von Christian Streich den eigenen Teil dazu tun, müsste aber trotzdem auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

FC Bayern – FC Augsburg

Entscheidungen stehen nicht mehr an in der Allianz Arena, denn Bayern ist längst zum neunten Mal in Folge Meister. Dennoch dürften die Blicke nach München gehen – mit einer einzigen offenen Frage: Knackt Robert Lewandowski die 41-Tore-Marke und macht sich zum alleinigen Rekordhalter? Nach dem 40. Saison-Treffer am vergangenen Wochenende in Freiburg teilt der Pole den Rekord noch mit Gerd Müller, der die fabulöse Bestmarke in der Saison 1971/72 aufgestellt hatte. Zum Saison-Finale wird Weltfußballer Lewandowski aber alles daran setzen, um den Thron künftig alleine zu besetzen.