20. April 2020 / 18:41 Uhr

Bundesliga ab 9. Mai möglich - Seifert, Rummenigge, Watzke: Das sagen die Bosse von DFL, FC Bayern und BVB

Bundesliga ab 9. Mai möglich - Seifert, Rummenigge, Watzke: Das sagen die Bosse von DFL, FC Bayern und BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Boss Christian Seifert (von links) sowie die Klub-Chefs Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern und Hans-Joachim Watzke vom BVB sprechen über die Bundesliga-Fortsetzung.
DFL-Boss Christian Seifert (von links) sowie die Klub-Chefs Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern und Hans-Joachim Watzke vom BVB sprechen über die Bundesliga-Fortsetzung. © Getty Images/Montage
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Von der Politik gibt es nun ein klares Signal: Die Bundesliga könnte am 9. Mai wieder starten. So reagieren DFL-Boss Christian Seifert und die Klub-Chefs Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern und Hans-Joachim Watzke (BVB) auf die Saison-Fortsetzung.

Diese Nachricht ist wie eine Befreiung für die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihre Klubs: Die Sportministerkonferenz kam am Donnerstag zur Überzeugung, dass die Bundesliga ab "Mitte oder Ende Mai" wieder starten kann - vor leeren Rängen versteht sich. Wenig später stellten Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, und sein nordrhein-westfälischer Kollege Armin Laschet bei Bild Live sogar den 9. Mai als Datum für den Wiederbeginn der ersten und zweiten Liga in Aussicht. Eben jenen Termin hatte auch die DFL, die am Donnerstag in einer Videokonferenz mit allen 36 Vereinen zusammenkommt, ins Auge gefasst.

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Von der Bundesliga-Spitze gibt es viel Lob für diese Entscheidung der Politik - und naturgemäß geht damit eine große Erleichterung einher. "Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive. Für die Fans aller Klubs eine ganz wichtige und positive Nachricht", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei Bild Live. Der 50-Jährige sprach von einer "Gratwanderung". Seifert betonte aber, dass die medizinische Task Force alle notwendigen Maßnahmen ausgearbeitet habe, "angefangen vom Gruppen- bis Mannschaftstraining bis hin zum Spieltag. Nicht nur was auf dem Platz, sondern auch daneben passiert."

Seifert: Bundesliga-Neustart eine "Gratwanderung"

Es gibt also eine Sonderrolle für Profifußballer, die durchaus für Kritik in der Gesellschaft sorgen könnte. "Die Politik vertraut uns und wir und vor allem die Spieler müssen jetzt Vorbild sein", entgegnete Seifert und fügte hinzu: "Wir haben uns seit vielen Wochen mit der Situation befasst. Ich selbst bin seit Wochen im Gespräch mit großen Anbietern von Test-Volumen und mögliche Antikörper-Testungen. Wir haben uns mit vielen Experten unterhalten, uns schlau gemacht. Es wird niemals so sein, dass der Fußball einer systemrelevanten Person einen Test wegnimmt." Letzteres hatte der DFL-Boss schon jüngst in einem Interview mit der New York Times gesagt.

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Die Klubs sind durch diese Entscheidung wirtschaftlich ein großes Stück weiter, da die TV-Gelder von Sky, DAZN und Co. wie geplant fließen dürften. "Man darf Geisterspiele nicht schöner reden als sie sind. Aber es ist die wirtschaftlich einzige Möglichkeit für die Bundesliga. Viele Klubs sind damit gerettet!", betonte Seifert. Vor allem der FC Schalke 04 soll wirtschaftlich arg in Schieflage geraten und von der Zahlung der TV-Millionen abhängig sein.

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Auch von den beiden Liga-Größen FC Bayern München und Borussia Dortmund gab es wohlwollende Reaktionen. "Es ist ein großer Vertrauensvorschuss der Politik und für uns eine große Verpflichtung, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Wir wissen alle, dass der Fußball jetzt in der Pflicht steht", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke am Montag bei Bild Live. Sein Kollege Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern meinte: "Wir sind sehr dankbar und werden diszipliniert und vorbildlich mit den Vorgaben umgehen.“

Rummenigge über Neustart: "Finanziell sehr wichtig"

Rummenigge weiter: "Für die ganze Bundesliga ist es finanziell sehr wichtig. Aber für uns ist es sportlich auch sehr wichtig. Es muss ein Deutscher Meister ausgespielt werden, die Europapokalplätze, ein Auf- und Abstieg." Die Geisterspiele, die der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters lieber "Fußball im Geiste unserer Fans" nennt, seien für die Profis kein Problem. "Es fehlt die Atmosphäre der Fans. Ich glaube, dass die Profis aber so gut ausgebildet und vorbereitet sind", sagte Rummenigge. "Ein ganz entscheidender Punkt ist, dass bei Millionen Fans ein wenig Lebensfreude in die Wohnzimmer kommt", meinte Watzke.