21. Mai 2021 / 11:03 Uhr

Isabel Kerschowski: Champions-League-Siegerin zurück bei Turbine Potsdam

Isabel Kerschowski: Champions-League-Siegerin zurück bei Turbine Potsdam

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Isabel Kerschowski mit ihrem neuen Trainer bei Turbine, Sofian Chahed.
Isabel Kerschowski mit ihrem neuen Trainer bei Turbine, Sofian Chahed. © Verein
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Im Alter von 33 Jahren holt der Brandenburger Frauen-Fußball-Bundesligist die ehemalige Nationalspielerin erneut zu sich. Turbine sei für sie eine "Herzensangelegenheit", sagt der Neuzugang aus Leverkusen.

Eine Heldin von Getafe kehrt nach Potsdam zurück. Isabel Kerschowski, 2010 mit Turbine Potsdam Champions League-Siegerin, ist der erste Neuzugang für die kommende Saison beim Frauen-Fußball-Bundesligisten aus der Landeshauptstadt. Das vermeldete der Club am Freitag.

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Letztes Saison-Auswärtsspiel in Bremen

„Ich freue mich sehr, nochmals als ,Turbine’ auf dem Platz stehen zu dürfen“, sagt die 33-Jährige, die von Bayer 04 Leverkusen zurück an die Havel wechselt. In Potsdam war sie bereits von 2005 bis 2012 aktiv. Gemeinsam mit Zwillingsschwester Monique besuchte die Abwehrspielerin zunächst die Sportschule. Neben dem Sieg in der Königsklasse feierte sie mit Turbine bereits fünf Meistertitel und einen DFB-Pokalsieg. „Hier hat alles begonnen“, sagt sie. Turbine sei für sie eine „Herzensangelegenheit“, betont die Olympiasiegerin von 2016, die insgesamt 21 Mal für Deutschland auflief.

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Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam. Zur Galerie
Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam. ©

„Wir freuen uns, Isabel Kerschowski wieder bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt Potsdams Trainer Sofian Chahed. „Aufgrund ihrer Erfolge und Erfahrungen wird sie auf und neben dem Platz eine große Rolle spielen.“ Aus Potsdam ging die Offensivspielerin 2012 zunächst für zwei Spielzeiten nach Leverkusen, ehe sie sich 2014 dem VfL Wolfsburg anschloss. Dort gewann die gebürtige Berlinerin zwei weitere Meisterschaften und insgesamt viermal den DFB-Pokal. Geprägt war Isabel Kerschowskis Karriere aber auch von zwei schweren Verletzungen. 2009 hatte sie sich im Turbine-Trikot den ersten Kreuzbandriss zugezogen. 2018, kurz nach ihrem erneuten Wechsel nach Leverkusen, ereilte sie dieses Schicksal wieder.

Ihr künftiges Team absolviert am Sonntag (13.30 Uhr) beim Tabellenneunten Werder Bremen das letzte Auswärtsspiel dieser Saison. Zuletzt gab es einen 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. An diese Leistung solle angeknüpft werden, sagt Chahed, dessen Truppe als Vierter noch theoretische Chancen auf Platz drei und damit den Champions-League-Einzug hat.