30. März 2020 / 06:54 Uhr

Bundesliga-Klubs missachten DFL-Empfehlung zu Trainingsstart - Union-Boss Ruhnert wütend: "Schwach"

Bundesliga-Klubs missachten DFL-Empfehlung zu Trainingsstart - Union-Boss Ruhnert wütend: "Schwach"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Borussia Dortmund trainiert ab diesem Montag wieder in Zweiergruppen. Union-Berlin-Geschäftsführer Oliver Ruhnert ärgert sich.
Borussia Dortmund trainiert ab diesem Montag wieder in Zweiergruppen. Union-Berlin-Geschäftsführer Oliver Ruhnert ärgert sich. © imago images/Kirchner-Media/dpa (Archiv)
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Trotz der Coronavirus-Krise trainieren einige Bundesliga-Klubs schon wieder gemeinsam auf dem Platz – und das, obwohl die DFL den Teams zu einem einheitlichen Trainingsbeginn geraten hatte. Für Union-Berlin-Geschäftsführer Oliver Ruhnert ist das Vorgehen der Klubs "schwach".

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Oliver Ruhnert, Geschäftsführer des 1. FC Union Berlin, hat den unterschiedlichen Umgang der Bundesliga-Vereine mit der Empfehlung der DFL zum Trainingsbetrieb in der Corona-Krise kritisiert. Die DFL hatte empfohlen, bis einschließlich 5. April nur individuell trainieren zu lassen, doch die Bundesliga-Klubs reagierten ganz verschieden. So kündigte beispielsweise BVB-Profi Emre Can am Sonntag im Sport1-"Doppelpass" an, dass Borussia Dortmund ab diesem Montag wieder in Zweiergruppen trainieren werde.

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Ruhnert missfällt das Vorgehen der Klubs. "Ich finde es wichtig, dass es eigentlich einheitlich ist. Wenn sich einige Vereine nicht daran halten, finde ich es schwach", sagte Ruhnert dem Kicker.

In Bildern: 50 ehemalige Spieler von Union Berlin – und was aus ihnen wurde.

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Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Union Berlin. ©

Union-Boss Ruhnert sauer: "Fußball sollte sich an DFL halten"

Gerade weil die Situation in den verschiedene Regionen Deutschlands zum Teil sehr unterschiedlich sei, halte er es für "notwendig und wichtig, dass die Steuerung über die DFL geht", sagte Ruhnert. Es gehe auch darum, dass es im Land eine Kontaktsperre gebe, "und daran sollte sich auch der Fußball halten", meinte der Manager des Bundesligisten und empfahl: "Bevor noch nicht geklärt ist, wann und wie es weitergehen soll, tut man sich nichts, wenn man sich darauf verständigt, dass wir einheitlich wieder mit dem Mannschaftstraining starten."

Aufsteiger Union hatte angekündigt, die Wiederaufnahme des Teamtrainings vom 31. März auf den 6. April zu verschieben – auch auf Bitte der DFL. Einen großen Wettbewerbsnachteil für Union erkennt der Manager in den unterschiedlichen Trainingswegen nicht. Schließlich sollte bei einer Wiederaufnahme der Saison beispielsweise Anfang Mai ausreichend Zeit für eine gezielte Vorbereitung bleiben.

Bundesliga-Trainingsstopp wohl Bestandteil der DFL-Mitgliederversammlung

Aktuell ist der Bundesliga-Spielbetrieb wegen der Corona-Krise bis zum 2. April ausgesetzt. Das Präsidium der DFL hat allerdings bereits angekündigt, der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April zu empfehlen. Dann soll laut den neuen Berichten auch über den Trainings-Stopp gesprochen werden. Zumal sich die Corona-Krise in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter verschärft und in zahlreichen Bundesländern bereits Ausgangsbeschränkungen unterschiedlicher Ausprägung verhängt wurden. Auch die europäischen Klub-Wettbewerbe sind derzeit ausgesetzt. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass die Finals Ende Juni ausgetragen werden könnten.