14. September 2019 / 17:27 Uhr

Bundesliga kompakt: Effizienter BVB fegt über Bayer hinweg - Gladbach holt Derby-Sieg in Köln

Bundesliga kompakt: Effizienter BVB fegt über Bayer hinweg - Gladbach holt Derby-Sieg in Köln

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kollektiver Borussia-Jubel: Paco Alcácer und Achraf Hakimi feiern das 1:0 der Dortmunder gegen Leverkusen. Die Gladbacher Florian Neuhaus und Marcus Thuram freuen sich mit ihrem Derby-Torschützen Alassane Plea.
Kollektiver Borussia-Jubel: Paco Alcácer und Achraf Hakimi feiern das 1:0 der Dortmunder gegen Leverkusen. Die Gladbacher Florian Neuhaus und Marcus Thuram freuen sich mit ihrem Derby-Torschützen Alassane Plea. © imago images / DeFodi / Eduard Bopp
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Paco Alcácer und Marco Reus schießen Borussia Dortmund im Topspiel gegen Peter Bosz und Bayer Leverkusen wieder in die Spur. Auch die andere Borussia aus Mönchengladbach hat Grund zur Party: Das Team von Neu-Trainer Marco Rose kann das rheinische Derby gegen den 1. FC Köln für sich entscheiden.

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Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 4:0 (1:0)

Die Partie begann mit deutlichen Vorteilen für den vermeintlichen Underdog - Leverkusen spielte zunächst den Vollgas-Fußball, den auch die BVB-Fans von Bayer-Trainer Peter Bosz kennen, der vor zwei Jahren für eine halbe Saison in Dortmund gewirkt hatte. Die Gäste hatten beim eigentlich so spielstarken Vizemeister in den ersten 20 Minuten fast 70 Prozent Ballbesitz, der BVB dagegen keinen einzigen Schuss aufs Tor auf der Uhr, nur die Hälfte der von Bayer gespielten Pässe und eine deutlich schwächere Pass-Quote. Der BVB konnte sich aus der Umklammerung der Leverkusener nur selten befreien.

Die größte Chance des Spiels hatten dennoch nicht die Gäste - sondern der BVB, der Mitte der ersten Hälfte besser wurde. Reus (24.) scheiterte an Bayer-Keeper Hradecky, der vor allem beim Nachschuss des Ex-Leverkuseners Julian Brandt (215 Spiele für Bayer) seine Extraklasse zeigte und den Ball noch von der Linie kratzte. Es war ein Vorbote für Leverkusens Hintermannschaft, denn nach einem zu risikoreichen Abspiel von Wendell auf Amiri fing Hakimi den Ball ab, flankte perfekt in die Mitte, wo BVB-Torjäger Paco Alcacer (28.) sein fünftes Saisontor erzielen konnte. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, der BVB wurde nun immer besser.

BVB in Noten: Die Einzelkritik zum 4:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen

Borussia Dortmund hat eine Reaktion auf die Pleite gegen Aufsteiger Union Berlin gezeigt und Titel-Mitfavorit Bayer Leverkusen im Signal Iduna Park bezwungen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der Dortmunder Spieler in der Einzelkritik. Zur Galerie
Borussia Dortmund hat eine Reaktion auf die Pleite gegen Aufsteiger Union Berlin gezeigt und Titel-Mitfavorit Bayer Leverkusen im Signal Iduna Park bezwungen. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der Dortmunder Spieler in der Einzelkritik. ©
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Ähnliches Bild im zweiten Durchgang: Leverkusen kam besser aus der Kabine und hatte zumindest im Ansatz auch Chancen, den Ausgleich zu markieren. Der Treffer fiel aber erneut auf der Gegenseite: Der Ball landete bei Sancho, der Alcacer in der Mitte sah. Der Spanier ließ den Ball überragend auf den durchgestarteten Reus durch, der sich die Chance auf das zweite BVB-Tor nicht nehmen ließ. Havertz (63.) verpasste gegen Bürki aus spitzem Winkel den möglichen Abschluss für Bayer.

Der BVB kontrollierte in der Folge das Spiel, auch wenn die Ballbesitzanteile weiterhin bei den Leverkusenern blieben. Die zuletzt schwache Dortmunder Abwehr stand diesmal sicher, Bayer konnte sich kaum Möglichkeiten erspielen. Der BVB blieb brutal effizient und überragend im Umschaltspiel: Raphael Guerreiro (82.) veredelte einen weiteren Dortmunder Konter zum 3:0. Leverkusen löste seine Abwehr nun auf, Marco Reus konnte in den Schlussminuten nach einem weiteren Konter und einem Pass von Bruun Larsen sogar auf 4:0 erhöhen - ein echtes Statement des BVB!

FC Köln - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:1)

Das rheinische Derby begann für einige Fans höchst unangenehm - nämlich mit einer höchst unangenehmen Buttersäure-Attacke vor dem Kölner Stadion. Sportlich legten die Gäste vor: Alassane Plea (14.) nutzte einen Kölner Defensiv-Lapsus zum 1:0. Zuvor hatte sich Neuzugang Breel Embolo überragend durch das Effzeh-Mittelfeld getankt. Es war eine Führung, die sich die Gladbacher im weiteren Spielverlauf verdienten, denn die Mannschaft von Neu-Trainer Marco Rose beherrschte den Spielverlauf zunächst nach Belieben.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Gladbacher zunächst die aktivere Mannschaft, gaben dann aber etwas Spielkontrolle ab. Köln übernahm nach rund 50 Minuten das Zepter, ohne sich jedoch wirklich klare Chancen herauszuspielen.

50 ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach – wo sind sie gelandet?

Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur Fohlen-Fans ein Begriff sind. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©

Gladbach verlegte sich aufs Kontern und hatte durch Plea (60.) und Thuram (66., hier im SPORTBUZZER-Interview vor dem Rhein-Derby) gute Ansätze, die Angreifer standen jedoch bei ihren Möglichkeiten im Abseits. Die Borussia ging sehr nachlässig mit ihren Möglichkeiten um, Plea (75.) scheiterte mit einem Versuch auf der Linie, weil Ehizibue aufmerksam war. Auf der Gegenseite hätte Jhon Cordoba (87.) und der eingewechselte Simon Terodde (88.) scheiterten am stark parierenden Gladbach-Keeper Yann Sommer.

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)

Nach wenigen Augenblicken verpasste der wiedergenesene FCA-Stürmer Alfred Finnbogason nach einem schnell vorgetragenen Angriff das mögliche 1:0 für die Gastgeber. Der Isländer war dann auch am tatsächlichen 1:0 nach 35 Minuten beteiligt - allerdings eher unfreiwillig. Nach einem langen Schlag aus dem Mittelfeld köpfte Finnbogason den Ball im Fallen irgendwie zu Marco Richter. Der Jungstar der U21-EM nahm das Zuspiel volley auf - und erzielte so das 1:0 für den FCA.

Das schockte die Frankfurter zwar nicht, die das Spiel weiterhin diktierten, in der Defensiv-Arbeit allerdings sehr sorglos agierten. Ein Beispiel: Ein Frankfurter Einwurf durch Da Costa landet erst bei Max und dann bei Niederlechner, der mit einem satten Rechtsschuss ins rechte obere Eck das 2:0 für Augsburg perfekt machen konnte. Ein Traumtor! Die SGE, eigentlich die bessere Mannschaft, wurde kalt erwischt. Der Ex-Augsburger Kohr spielte im zweiten Durchgang Paciencia frei, der in der 73. Minute für die SGE verkürzen konnte.

25 ehemalige Spieler des FC Augsburg und was aus ihnen wurde

Arkadiusz Milik, Halil Altintop, Michael Thurk & Co. - 25 ehemalige Spieler des FC Augsburg. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Arkadiusz Milik, Halil Altintop, Michael Thurk & Co. - 25 ehemalige Spieler des FC Augsburg. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus ihnen wurde. ©

Union Berlin - Werder Bremen 1:2 (1:1)

Elfmeter-Wirrwarr in Berlin! Nach zwei Minuten fällte Union-Keeper Gikiewicz Werders Klaassen - oder doch nicht? Drei Minuten dauerte die Entscheidungsfindung von Schiedsrichter Tobias Welz, bis Klaassen dann selbst zum 1:0 einschoss. Der Niederländer hatte allerdings Glück, denn Gikiewicz war an seinem mittig geschossenen Elfmeter noch dran.

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Damit war hinsichtlich Standards noch nicht genug - zehn Minuten später glich Union aus, auch diesmal per Elfmeter! Der Schwede Sebastian Andersson (14.) überwand Werder-Keeper Pavlenka zum 1:1. Christian Groß hatte den Ball zuvor mit der Hand gespielt.

Elfmeterschießen auch im zweiten Durchgang: Klaassen (54.) verballerte gegen den stark parierenden Gikiewicz, nachdem Gebre Selassie gefällt wurde. Den anschließenden Eckball köpfte Füllkrug nach einem überragenden Lauf zur Werder-Führung ein. Die Bremer kontrollierten die Schlussphase der Partie, Union kam durch Marius Bülter, der den BVB vor zwei Wochen abgeschossen hatte, in der 80. Minute noch zu einer Grundchance, die Pavlenka aber vereitelte. Ex-BVB-Profi Neven Subotic sah in den Schlussminuten die Gelb-Rote Karte, auf der Gegenseite folgte mit Nuri Sahin ein weiterer früherer Borusse. Die Folge: Acht Minuten Nachspielzeit.

Mainz 05 - Hertha BSC 2:1 (1:0)

Im Duell der bisherigen Bundesliga-Schlusslichter hatte Herthas Davie Selke die beste Möglichkeit, als er mit einem satten Linksschuss den Außenpfosten traf. Hertha-Schlussmann Rune Jarstein reagierte auf der Gegenseite glänzend und verhinderte gegen Danny Latza den Einschlag. Die Mainzer hatten nach einer halben Stunde großes Glück, dass St. Juste nach einer vermeintlichen Tätlichkeit und einem Videobeweis auf dem Platz bleiben durfte.

Eine starke Flanke von Kunde Malong sicherte den Mainzern dann in eine Berliner Druckphase hinein die Führung - Robin Quaison stand am langen Pfosten goldrichtig und erzielte in der 41. Minute das 1:0. Hertha konnte erst in der Schlussphase antworten: Mittelfeld-Spielmacher Marko Grujic (83.) glich per Kopf aus, nachdem Joker Dilrosun ihn in Szene setzte. Doch Mainz gelang der emotionale Schlusspunkt: St. Juste (88.) war nach einem Eckball zur Stelle und schoss die Gastgeber zum späten Sieg.

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