18. Mai 2019 / 17:25 Uhr

Bundesliga kompakt: FC Bayern Meister - Leverkusen macht Champions League perfekt

Bundesliga kompakt: FC Bayern Meister - Leverkusen macht Champions League perfekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München ist zum 29. Mal Deutscher Meister, besiegt Eintracht Frankfurt deutlich. Bayer Leverkusen ist auch dank Lucas Alario (r.) fix in der Champions League.
Der FC Bayern München ist zum 29. Mal Deutscher Meister, besiegt Eintracht Frankfurt deutlich. Bayer Leverkusen ist auch dank Lucas Alario (r.) fix in der Champions League. © imago images / DeFodi /Contrast
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Der FC Bayern München ist zum 29. Mal Deutscher Meister! Der Rekordmeister setzte sich gegen Eintracht Frankfurt durch und verwies den BVB auf den zweiten Platz. Bayer 04 Leverkusen löst das letzte Ticket für die Champions League, Frankfurt kommt dank Mainz doch noch in den Europapokal.

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FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0)

Der FC Bayern München ist Deutscher Meister der Saison 2018/19. Nachdem die Bayern den ersten Meister-Matchball beim 0:0 gegen RB Leipzig in der Vorwoche noch verpasst hatten, machte der deutsche Rekordmeister beim Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt den 29. Bundesliga-Titel, die siebte Meisterschaft in Folge, der Vereinsgeschichte perfekt. Es war gleichzeitig der Abschied der Klublegenden Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha, die vor dem Spiel von den Klubchefs Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge verabschiedet wurden.

Die Bayern begannen schwungvoll mit absolutem Titel-Willen. Kingsley Coman erzielte bereits nach vier Minuten das 1:0 und eröffnete damit einen wahren Sturmlauf. Aber Robert Lewandowski (13.), Thomas Müller (32.) und Co. lassen daraufhin beste Chancen liegen. Ärger gab es um ein vermeintliches Abseits-Tor von Serge Gnabry, das durch den Videobeweis zurück genommen wurde.

FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik zum Titel gegen Eintracht Frankfurt

Der FC Bayern München ist alter und neuer deutscher Meister. Alle Spieler beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der FC Bayern München ist alter und neuer deutscher Meister. Alle Spieler beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt hier in der Einzelkritik. ©
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Die Chancen-Fahrlässigkeit der Bayern bestraften die Frankfurter, die durch den Mainzer Punktgewinn gegen Hoffenheim noch in die Europa League kommen, in Form von Sebastien Haller mit einem Treffer fünf Minuten nach der Halbzeit. Doch David Alaba (53.) und Renato Sanches (58.), der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, schossen die Bayern letztlich ungefährdet zur Meisterschaft.

Ausgerechnet in seinem letzten Bundesliga-Spiel für den FCB verewigte sich Ribery (72.) noch einmal in die Torschützenliste. Der 36-Jährige veredelte einen Solo-Lauf sensationell per Lupfer. Und dann das noch: Auch Arjen Robben traf in seinem letzten Bundesliga-Spiel für den FCB. Der Holländer traf nach Vorarbeit von Alaba.

Alle Meistertitel des FC Bayern München in Bildern

Ganze 29 Deutsche Meisterschaften hat der FC Bayern bereits gewonnen – der <b>SPORT</b>BUZZER hat alle Titel des Rekordmeisters in einer Galerie zusammengefasst.  Zur Galerie
Ganze 29 Deutsche Meisterschaften hat der FC Bayern bereits gewonnen – der SPORTBUZZER hat alle Titel des Rekordmeisters in einer Galerie zusammengefasst.  ©

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 0:2 (0:1)

Dortmund fand in Gladbach in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel. Die Fohlen waren spielbestimmend und ließen einige gute Möglichkeiten aus. Die beste Chance auf die Gladbacher Führung hatte Ibrahima Traoré (12.), der das Lattenkreuz traf. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang dem BVB das schmeichelhafte 1:0. Jadon Sancho traf nach einer Flanke von Marco Reus. Doch da der Ball bei der Hereingabe des Dortmunder Kapitäns nur noch hauchzart die Torauslinie berührte, musste der Videobeweis eingreifen. Manuel Gräfe entschied nach seinem Gang in die Review Arena auf Tor.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der BVB ein anderes Gesicht. In der 54. Minute endete ein überragender Spielzug mit dem 2:0. Sancho spielte den Ball in den Strafraum, wo Pulisic direkt in die Mitte legte. Dort musste Reus nur noch einschieben. Kurz darauf klärte Nico Elvedi eine flache Hereingabe von Sancho an den Innenpfosten. Gladbach blieb trotz der Dortmunder Druckphase dran, schaffte den Anschlusstreffer allerdings nicht mehr.

Dem BVB half der Sieg bei der anderen Borussia allerdings nicht zur Meisterschaft. Ein gelungener Saisonabschluss der Elf von Trainer Lucien Favre bleibt also ohne das ganz große Hurra.

BVB in Noten: Die Einzelkritik zum Sieg gegen Borussia Mönchengladbach

Borussia Dortmund besiegte Gladbach mit 2:0, doch für das Meisterstück reichte es nicht. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat alle BVB-Spieler mit Noten bewertet. Zur Galerie
Borussia Dortmund besiegte Gladbach mit 2:0, doch für das Meisterstück reichte es nicht. Der SPORTBUZZER hat alle BVB-Spieler mit Noten bewertet. ©

Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen 1:5 (1:2)

Der Kampf um die Champions League blieb lange spannend, am Ende machte Bayer 04 aber recht deutlich das Rennen. Nach einem Traumpass von Nationalspieler Jonathan Tah war es Jungstar Kai Havertz, der die Mannschaft von Trainer Peter Bosz im Berliner Olympiastadion in der 28. Minute zur wichtigen 1:0-Führung schoss. Es war bereits das 17. Saisontor des 19-Jährigen in dieser Bundesliga-Saison - eine überragende Quote, die im Ranking der Torjäger den dritten Platz bedeutet. Doch Hertha konterte im letzten Spiel von Berlins langjährigem Trainer Pal Dardai - und kam durch Lazaro (35.) nach schwachem Bayer-Abwehrverhalten zum Ausgleichstreffer.

Das in der Rückrunde phasenweise überragende Leverkusen zeigte jedoch einmal mehr sein überragendes Offensivpotenzial und ging kurz vorm Seitenwechsel wieder in Front: Nach einem feinen Zuspiel von Wendell vollendete Lucas Alario (38.) mit einem feinen Lupfer über Hertha-Keeper Kraft hinweg zur 2:1-Führung der Gäste. Die nun nahende Champions-League-Qualifikation ließen sich die Leverkusener nicht mehr nehmen: Brandt (54.) machte mit einem traumhaften Schuss alles klar, Alario (72.) stellte auf 4:1 und in der 88. Minute sogar auf 5:1. Ein Dreierpack des Argentiniers.

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FSV Mainz 05 - TSG Hoffenheim 4:2 (0:2)

2:4 nach 2:0, die TSG Hoffenheim verpasst Europa! Die Gäste, die noch auf den Europapokal schielten, diesen aber verpassten, begannen bei den Rheinhessen besser und gingen auch in Führung. Nachdem Belfodil kurz zuvor noch vergeben hatte, schoss er in der zwölfte Minute mit einem sehenswerten Treffer von der linken Seite die hochverdiente Führung der TSG. Die Mainzer kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste, die aber abgezockter waren und die drei Punkte scheinbar fixierten - dank eines starken Freistoßtreffers von Torjäger Andrej Kramaric (34.) sogar noch vor der Pause.

Doch so ganz einfach war der letzte Arbeitstag für TSG-Trainer Julian Nagelsmann dann doch nicht. Nach einer groben Unsportlichkeit von Youngster Christoph Baumgartner (41.) gegen Mainz-Keeper Zentner sah der junge Österreicher die Rote Karte - eine umstrittene (weil harte) Entscheidung. Im zweiten Durchgang verlagerte sich das Spiel vor der Hoffenheimer Tor. Ein Mainzer Treffer wurde aber aberkannt, weil Boetius den Ball zuvor mit der Hand gespielt hatte. Der Holländer schoss in die Mainzer mit einem Doppelpack in den Schlussminuten zum Punktgewinn - und Frankfurt so gleichzeitig in die Europa League. Mateta (90.+3) machte in der Nachspielzeit das Sahnehäubchen drauf.

Werder Bremen - RB Leipzig 2:1 (1:0)

Die Bremer gaben vor dem Spiel die Verlängerung mit Oldie und Publikumsliebling Claudio Pizarro bekannt, schafften es aber nicht, im Kampf um Europa das Publikum mitzunehmen. Die Partie geriet zu einem Langweiler, die in der ersten halben Stunde keinen Torschuss sah. Dann aber ein Foul vom Leipzigs Rückkehrer Upamecano an Osako - und ein Elfmeterpfiff. Den verwandelte Rashica sicher gegen den Leipziger Ersatzkeeper Mvogo.

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Auch Leipzigs Tor hätte vom Punkt fallen können - Bruma ballerte den Ball aber kurz nach Wiederanpfiff über das Tor von Jiri Pavlenka. Ein desaströser Elfmeter, nachdem Werders Friedl den Ball per Hand gespielt hatte. Leipzig kam in der Endphase zum Ausgleich, doch Bremen konterte prompt und kam durch Pizarro zum Siegtor, das im Kampf um Europa aber bedeutungslos blieb.

VfL Wolfsburg - FC Augsburg 8:1 (3:0)

Was für eine Show der Wolfsburger - und immer wieder Wout Weghorst! Der Mittelstürmer schoss die Wolfsburger im letzten Spiel von Trainer Bruno Labbadia mit seinem 15. Saisontor frühzeitig in Richtung Europa. Dabei setzte er sich in der 21. Minute nach einem schweren Fehler von Augsburgs Torwart Gregor Kobel gut gegen den Schweizer durch und ballerte den VfL vorübergehend auf den sechsten Platz. Und damit nicht genug - gegen völlig überforderte Augsburger legten Weghorst (37.) und Knoche (41.) nach.

Dieses Bild setzte sich auch nach Wiederanpfiff fort: Augsburg war hilflos und fiel vollkommen auseinander. Wieder Weghorst (55., Dreierpack vollendet), Ginczek (57.) per Abpraller sowie Youngster Rexhbecaj (60.) schossen binnen fünf Minuten weitere drei Tore gegen den FCA, dessen Trainer Martin Schmidt einst in Wolfsburg arbeitete. Schieber (82.) kam noch zum Augsburger Ehrentreffer, dann wieder Wolfsburg: Brekalo (85.) und Danso (89.) per Eigentor stellten auf 8:1.

Die Bilder der Partie VfL Wolfsburg - FC Augsburg:

Die Fans des VfL Wolfsburg sind auf dem Weg zur Partie. Zur Galerie
Die Fans des VfL Wolfsburg sind auf dem Weg zur Partie. ©

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 5:1 (2:0)

Marco Terrazzino brachte die zuletzt kriselnden Gastgeber (nur ein Punkt aus den letzten sechs Spielen) mit einem guten Rechtsschuss schon in der achten Minute in Führung, nachdem er sich gut gegen zwei Nürnberger Abwehrspieler durchgesetzt hatte. Die Freiburger kämpften weiter gegen die Krise und belohnten sich. Einem schweren Fehler von Nürnberg-Keeper Mathenia hatten die Breisgauer das 2:0 zu verdanken: Der Ex-Hamburger ließ einen Schuss seines ehemaligen Teamkollegen Luca Waldschmidt (34.) durchrutschen.

Die Freiburger gingen auch im zweiten Durchgang ab, schossen desaströse und bereits abgestiegene Nürnberger in die zweite Liga. Nils Petersen (54., 56.) mit einem Blitz-Doppelpack und Vincenzo Grifo (61.) stellten auf 5:0 (!). Freiburgs Krise ist zu Ende, Nürnbergs Interimstrainer Boris Schommers verabschiedet sich mit einem kaum bundesligareifen Auftritt seiner Mannschaft vom "Club", auch wenn Eduard Löwen (69.) noch auf 1:5 stellen konnte. Schon in der Vorwoche hatten die Franken klar gegen Mönchengladbach verloren.

FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 0:0

Die Stuttgarter, deren Teilnahme an der Relegation in den kommenden Wochen bereits sicher ist, waren von Beginn an die bessere Mannschaft und waren durch Mario Gomez sogar zur Führung gekommen, die Schiedsrichter Schröder aber wieder aberkannte. Der Grund: Gomez, der in der Startelf von Interimstrainer Nico Willig Donis ersetzte (der in der Relegation gesperrt fehlt), stand im Abseits.

Die Schwaben blieben gefährlicher, Schalkes Kapitän Stambouli (26.) köpfte fast ins eigene Tor, der Ball aber landete an der Latte. Nur eine Minute später scheiterte Burgstaller (27.) an Badstuber, der den gefährlichen Ball von der Linie kratzte. Torwart Zieler war schon geschlagen. Auch im zweiten Durchgang blieb es bei der Pattsituation - zwei der großen Krisenteams der Bundesliga trennten sich unentschieden.

50 ehemalige Spieler des VfB Stuttgart und was aus ihnen wurde

Kevin Kuranyi, Jens Lehmann, Philipp Lahm und Timo Werner - was aus ihnen und viele weiteren Ex-Spielern des VfB Stuttgart wurde, erfahrt Ihr hier! Zur Galerie
Kevin Kuranyi, Jens Lehmann, Philipp Lahm und Timo Werner - was aus ihnen und viele weiteren Ex-Spielern des VfB Stuttgart wurde, erfahrt Ihr hier! ©

Fortuna Düsseldorf - Hannover 96 2:1 (0:0)

Im wohl bedeutungslosesten Spiel des Nachmittags lieferten sich beide Mannschaften einen lauen Sommerkick, der zu den Temperaturen in Düsseldorf passte. Torchancen waren Mangelware und kamen wenn überhaupt von 96. Düsseldorf konnte sich im letzten Heimspiel kaum zwingende Möglichkeiten herausspielte.

Das änderte sich im zweiten Durchgang. Da verwandelte Düsseldorf plötzlich seine wenigen Chancen, Rouwen Hennings (56.) und der ehemalige Hannoveraner Kenan Karaman (60.) zogen den Gästen, die in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen werden, binnen weniger Minuten den Zahn. Nur vier Minuten nach dem zweiten Streich landete der Ball wieder im Tor, aber Karamans zweiter Treffer wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt. Nicolai Müller (78.) schoss das vorläufig letzte Tor der Hannoverschen Bundesliga-Geschichte.

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