11. Mai 2019 / 17:29 Uhr

Bundesliga kompakt: FC Bayern verpasst Matchball in Leipzig - Nürnberg und Hannover steigen ab

Bundesliga kompakt: FC Bayern verpasst Matchball in Leipzig - Nürnberg und Hannover steigen ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern kam in Leipzig nicht über ein 0:0 hinaus. Nürnberg ist wie Hannover abgestiegen.
Der FC Bayern kam in Leipzig nicht über ein 0:0 hinaus. Nürnberg ist wie Hannover abgestiegen. © imago images / Picture Point LE / Zink
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Der FC Bayern München hat die Vorentscheidung im Zweikampf um die Meisterschaft mit Borussia Dortmund verpasst. Der FCB erreichte bei RB Leipzig nur ein torloses Unentschieden - während der BVB gegen Fortuna Düsseldorf gewann. Der Abstand der beiden Titelkandidaten beträgt nun nur noch zwei Zähler. Hannover und Nürnberg sind abgestiegen.

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RB Leipzig - FC Bayern München 0:0

Der FC Bayern München hat den ersten Matchball im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bei RB Leipzig vergeben. Der Rekordmeister erreichte nur ein 0:0 gegen den Bundesliga-Dritten. Die Partie war in der ersten Halbzeit zunächst ausgeglichen. Die Münchener dominierten über Ballbesitz, fanden gegen die kompakte Defensive von RB aber noch keine Mittel. Vor allem Serge Gnabry versuchte viel. Allerdings sorgte in der Abwehr bei RB Leipzig Ibrahima Konaté dafür, dass Lewandowski beim FCB vorerst nicht zur Entfaltung kam.

In der 50. Minute leistete sich der Franzose allerdings einen großen Patzer, als er Leon Goretzka den vermeintlichen Führungstreffer zum 1:0 der Bayern auflegte. Wegen einer Abseitsentscheidung wurde der Treffer nach Videobeweis von Schiedsrichter Manuel Gräfe allerdings nicht gegeben. Danach rannten die Bayern zwar weiter an, scheiterten aber an der starken Leipzig-Defensive.

FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen RB Leipzig

Der FC Bayern hat es mit dem 0:0 gegen RB Leipzig nicht geschafft, den 29. Meistertitel schon einen Spieltag vor Schluss perfekt zu machen. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der FCB-Stars. Zur Galerie
Der FC Bayern hat es mit dem 0:0 gegen RB Leipzig nicht geschafft, den 29. Meistertitel schon einen Spieltag vor Schluss perfekt zu machen. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der FCB-Stars. ©
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„Für die Zuschauer war das ein Superspiel, es gab viele Zweikämpfe. Man hat gesehen, dass wir wollten", sagte Thomas Müller nach dem Spiel bei Sky. Einmal war leider ein Fuß im Abseits. Wir haben heute eines unserer besseren Bundesliga-Spiele geführt, haben uns aber leider nicht mit einem Sieg und der Meisterschaft belohnt. Wenn wir aber nächste Woche wieder so auftreten wie heute, bin ich guter Dinge.“ Die Gier, den Titel perfekt zu machen, sei "absolut da", sagte Müller. "Wir haben nächste Woche noch mal ein richtiges Finale – und das wär’s dann. So eng war es noch nie.“

Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf 3:2 (1:0)

Es war ein schweres Stück Arbeit für den BVB beim wichtigen Sieg gegen Düsseldorf. In der ersten Halbzeit blieb das Team von Trainer Lucien Favre weitgehend harmlos, ging nach einem sauber vorgetragenen Angriff dennoch in Führung. Raphael Guerreiro flankte auf den zweiten Pfosten, wo Thomas Delaney den Ball per Kopf in die Mitte legte. Christian Pulisic nickte in seinem letzten Heimspiel für den BVB zum 1:0 ein (41.).

Nach der Pause stand Dortmunds Keeper Marwin Hitz im Fokus. Der Ersatzmann von Roman Bürki patzte nach einem Kopfball von Oliver Fink. Hitz ließ die Kugel fallen und durch die Beine flutschen (47.). Sechs Minuten später stellte Thomas Delaney die Führung des Tabellenzweiten wieder her.

BVB in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Fortuna Düsseldorf

Borussia Dortmund hat durch den 3:2-Sieg gegen Düsseldorf einen Titel-Showdown am letzten Spieltag erzwungen. Der SPORTBUZZER hat alle BVB-Spieler in der Einzelkritik bewertet. Zur Galerie
Borussia Dortmund hat durch den 3:2-Sieg gegen Düsseldorf einen Titel-Showdown am letzten Spieltag erzwungen. Der SPORTBUZZER hat alle BVB-Spieler in der Einzelkritik bewertet. ©

Kurze Zeit danach gab es erneut Wirbel um Hitz: Der Torwart räumte Dodi Lukebakio ab, dafür bekam die Fortuna einen Elfmeter. Den setzte der Gefoulte allerdings rechts neben den Pfosten (69.). Kurz vor Schluss kassierte Fortuna-Spieler Adam Bodzek noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels (83.). Götze (90.+3) machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf. Das war wichtig, denn Düsseldorf kam durch Kownacki (90.+4) zum Anschluss. Der BVB zitterte sich in einer achtminütigen Nachspielzeit zum Sieg.

Durch den Sieg der Favre-Elf und dem zeitgleichen Remis der Bayern in Leipzig hat der BVB nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus München. Die Entscheidung über den Titel fällt damit erst am letzten Spieltag.

Bayer Leverkusen - FC Schalke 04 1:1 (1:0)

Mit einem Sieg hätte Bayer 04 einen großen Schritt in Richtung Champions League machen können - angesichts der Punktgleichheit mit Eintracht Frankfurt (am Sonntag gegen Mainz am Ball) und dem Aufkommen der Gladbacher wäre ein Sieg wahrscheinlich auch notwendig gewesen. Und zunächst sah es auch gut aus für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz, die angesichts des 40-jährigen Jubiläums des Bundesliga-Aufstiegs im Jahr 1979 in Traditions-Outfits spielten. Havertz (31.) stellte mit einem kraftvollen Linksschuss aus elf Metern die Führung der Werkself her.

Schalke schlug jedoch unmittelbar nach Wiederanpfiff zurück. Nach einem klugen Pass von Boujellab auf Burgstaller schoss der Österreicher in der 48. Minute das 1:1. Dem Treffer verweigerte Deniz Aytekin zunächst die Anerkennung, nach Videobeweis zählte der Treffer dann aber doch. Glück für Schalke - doch das Karma schlug später zu: Caligiuri (53.) scheiterte mit einem Foulefmeter an Hradecky, einem weiteren Strafstoß nach einem vermeintlichen Foul von Tah an Embolo verweigerte Aytekin nach Videobeweis die Anerkennung.

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Dimitar Berbatow, Bernd Schneider, Michael Ballack: Sie alle haben jahrlang ihre Schuhe für Bayer 04 geschnürt. Doch was wurde aus diesen und weiteren ehemaligen Spielern der Werkself? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis von Bayer Leverkusen - und was sie heute machen. ©

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat die Relegation sicher - und sorgt dafür, dass Hannover und Nürnberg bereits einen Spieltag vor dem Ende der Saison als Absteiger feststehen. Interimstrainer Nico Willig wollte mit einem guten Gefühl in die Relegation gehen. Das klappte nun mit dem Sieg gegen die Wolfsburger, die im Kampf um den Europapokal einen herben Dämpfer einstecken mussten.

Das vorentscheidende Tor erzielte der Ex-Dortmunder Gonzalo Castro in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, sein Schuss war aber mehrfach abgefälscht. Anastasios Donis (55.) und Daniel Didavi (83.) entschieden die Partie zu Gunsten der Schwaben, die nun in die Verlängerung gehen.

Hannover 96 - SC Freiburg 3:0 (1:0)

Die Hannoveraner hatten die erste Halbzeit gegen extrem schwache Breisgauer dominiert und waren zurecht mit einem 1:0 in die Kabinen gegangen, nachdem Waldemar Anton (39.) per Kopf nach Zuspiel von Rekonvaleszent Prib getroffen hatte. Das war hochverdient, denn von den bereits geretteten Freiburgern war nichts zu sehen gewesen. Angesichts der Stuttgarter Führung war die starke Leistung der Niedersachsen jedoch kaum etwas wert, denn abgestiegen war die Mannschaft von Thomas Doll angesichts des Stuttgarter Sieges definitiv.

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Dennoch kämpften die Gastgeber weiter - und belohnten sich nochmals: Trotz eines Freiburger Doppelwechsels (Sallai und Waldschmidt für Stenzel und Niederlechner) war es 96, das gefährlicher war. Nach starker Vorarbeit von Maina schoss Bebou (51.) das zweite Tor für die Niedersachsen. Es wurde noch besser: Der eingewechselte Walace (81.) schoss das 3:0. Ein kleiner Trost für die Niedersachsen, die trotzdem als Absteiger feststehen.

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 0:4 (0:0)

Nach einem Jahr ohne Startelf-Einsatz war der Einsatz gegen seinen Ex-Klub ein überraschendes Bonbon für Gladbach-Stürmer Josip Drmic. Das ließ der Schweizer sich nicht nehmen, er konnte die Abwehr seiner früheren Mannschaft in der 56. Minute überwinden. Es war das 1:0 für die Gladbacher, die sich damit die Chancen auf die Qualifikation zur Champions League erhielten.

Umso mehr, als dass Lukas Mühl mit seinem Eigentor in der 63. Minute das 2:0 für die im Vergleich zu den Vorwochen formverbesserten Gladbacher beisteuerte. Eden Hazard, der vor einem Wechsel zum BVB stehen soll, stellte nur zwei Minuten später auf 3:0. Beide Tore hatte Ibrahima Traore auf der linken Seite stark vorbereitet. Zakaria (80.) machte den vierten Treffer. Beim FCN, der sogar auf den letzten Platz abrutschte, gingen dagegen die Lichter aus. Der "Club" muss nach nur einem Jahr den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

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TSG Hoffenheim - Werder Bremen 0:1 (0:1)

Ohne ihren verletzten Kapitän Max Kruse und den gesperrten Mittelfeld-Leader Davy Klaassen mussten die Bremer ihre letzte Chance auf den Europapokal unbedingt gewinnen - das Duell der Europapokal-Aspiranten begann aber langweilig und ohne ernsthafte Torannäherungen. Bis zur 39. Minute, als Werder in Führung ging. TSG-Keeper Baumann parierte zunächst gegen Johannes Eggestein, der aber eine zweite Chance erhielt und den Ex-Freiburger nach einer per Kopf überwand.

Während Werder am letzten Spieltag weiterhin Chancen auf den europäischen Wettbewerb hat, kann Hoffenheim die Champions League nicht mehr erreichen. Das letzte Heimspiel von Trainer Julian Nagelsmann endet in einer Niederlage.

FC Augsburg - Hertha BSC 3:4 (1:0)

Schon nach drei Minuten musste Herthas Torwart Thomas Kraft erstmals hinter sich greifen, Teigl hatte den Vertreter von Rune Jarstein überwunden. Doch rasch wurde der Treffer von Schiedsrichter Guido Winkmann wieder zurückgenommen - Teigl stand mehrere Meter im Abseits. Wenige Minuten später war es dann um die Hertha geschehen: Moravek setzte Hahn (10.) in Szene, der Ex-Hamburger tunnelte Lustenberger und überwand Kraft aus großer Distanz. Der frühere Bayern-Keeper war von Schuld jedoch freizusprechen, weil er den Ball erst spät sah.

Diese Vorschläge für ein Hertha-Stadion wurden bereits gemacht.

Bei der Präsentation der Standortanalyse am 30. März 2017 wurde auch eine Neubauvariante im brandenburgischen Ludwigsfelde gezeigt. Zur Galerie
Bei der Präsentation der Standortanalyse am 30. März 2017 wurde auch eine Neubauvariante im brandenburgischen Ludwigsfelde gezeigt. © Verein

Das einzige Spiel, in dem es um gar nichts mehr ging (beide Mannschaften waren bereits gerettet) wurde in der zweiten Hälfte munterer: Herthas Linksverteidiger Marvin Plattenhardt (47.) stellte auf 1:1, nur zwei Minuten später gab es jedoch einen Foulelfmeter für Augsburg, nachdem Rekik Teigl gelegt hatte. Gregoritsch (50.) verwandelte sicher. Doch Hertha blieb dran - und kam durch den starken Marko Grujic (66.) nach einem Lazaro-Eckball zum erneuten Ausgleich. Das reichte jedoch auch nicht, um den wiedererstarkten FCA zu bezwingen - Gregoritsch (71.) schnürte seinen Doppelpack. Hertha konterte einmal mehr, Kalou (76.) köpfte Hertha wieder zum Remis.

Die erste Führung gelang den Berlinern erst in der Nachspielzeit: Kalou schoss die Berliner in der Nachspielzeit zum Sieg - nach zuvor drei Rückständen der Hertha. Ein versöhnlicher Auswärts-Abschluss für den scheidenden Berliner Trainer Pal Dardai.

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