14. Mai 2022 / 17:33 Uhr

Bundesliga kompakt: VfB rettet sich in der Nachspielzeit, Hertha muss in die Relegation, Leipzig erreicht CL

Bundesliga kompakt: VfB rettet sich in der Nachspielzeit, Hertha muss in die Relegation, Leipzig erreicht CL

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfB Stuttgart hält die Klasse, Felix Magath muss mit Hertha BSC in die Relegation, Leipzig ist in der Champions League.
Der VfB Stuttgart hält die Klasse, Felix Magath muss mit Hertha BSC in die Relegation, Leipzig ist in der Champions League. © IMAGO/Montage
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Der letzte Bundesliga-Spieltag ist vorbei: Arminia Bielefeld steigt nach einem 1:1 gegen RB Leipzig aus der Bundesliga ab. Der VfB Stuttgart ist nach einem Sieg gegen Köln gerettet. Hertha BSC muss nach einer Niederlage bei Borussia Dortmund in die Relegation. RB Leipzig löst das Champions-League-Ticket.

Borussia Dortmund – Hertha BSC 2:1 (0:1)

Hertha BSC muss in der Relegation um den Klassenerhalt in der Bundesliga zittern. Am letzten regulären Spieltag unterlagen die Berliner mit 1:2 bei Borussia Dortmund und fielen wegen des gleichzeitigen Sieges des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln auf den Relegationsplatz zurück. Ishak Belfodil brachte die Gäste mit einem verwandelten Foulelfmeter, den Dan-Axel Zagadou an Belfodil verschuldet hatte, mit 1:0 in Führung (18.). Beim BVB, für den es sportlich um nichts mehr ging, mangelte es im Anschluss an Ideen. Doch die Borussia erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck. Der Ausgleich fiel per Strafstoß. Der Videoassistent spürte ein Handspiel von Marvin Plattenhardt auf, der einen Freistoß von Raphaël Guerreiro mit dem Arm geblockt hatte. Torjäger Erling Haaland vollstreckte vom Punkt in seinem letzten Spiel für den BVB zum 1:1 (68.). Dortmund schnürte die Gäste nun ein – und wurde mit dem 2:1 durch den gerade eingewechselten Youssoufa Moukoko belohnt (84.). Der Hertha gelang danach kein Comeback mehr – der Hauptstadtklub muss "nachsitzen".

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VfB Stuttgart – 1. FC Köln 2:1 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat dank eines 2:1 über den 1. FC Köln und der gleichzeitigen Berliner Niederlage bei Borussia Dortmund die Hertha noch vom 15. Rang verdrängt und den direkten Klassenerhalt geschafft. Sasa Kalajdzic brachte die Hausherren auf Kurs. Einen von Luca Kilian, der am Trikot von Tiago Tomas zog, verursachten Foulelfmeter verschoss der Österreicher noch (11.). Kurz darauf war er nach einer Ecke aber per Kopf mit dem 1:0-Führungstreffer zur Stelle. Im Anschluss ließ der VfB mehrere dicke Gelegenheiten zu einer möglichen höheren Führung liegen. Im zweiten Durchgang profitierte FC-Torjäger Anthony Modeste von einem Patzer von VfB-Schlussmann Florian Müller, der den Ball aus den Händen gleiten ließ. Modeste war zur Stelle und köpfte zum 1:1 ein (59.). Stuttgart drückte jedoch weiter auf den zweiten Treffer und belohnte sich in der Nachspielzeit mit dem 2:1-Siegtreffer durch Wataru Endo (90.+2).

Arminia Bielefeld – RB Leipzig 1:1 (0:0)

Arminia Bielefeld folgt der SpVgg Greuther Fürth in die 2. Liga. Die Ostwestfalen kamen am letzten Spieltag zwar zu einem 1:1 gegen RB Leipzig, konnten durch den Sieg des VfB Stuttgart gegen Köln den Relegationsrang aber ohnehin nicht mehr erreichen. Der Abstieg der Fürther stand bereits seit einigen Wochen fest. Die voraussichtlich letztmals vom etatmäßigen Torwarttrainer Marco Kostmann gecoachten Bielefelder waren im Angriff gegen RB oft zu harmlos. Insgesamt gab es im ersten Durchgang wenige Offensivaktionen. Bei den Sachsen sorgte lediglich Christopher Nkunku für gelegentliche Gefahr. Das blieb im zweiten Abschnitt zunächst ähnlich. Dann aber gelang Bielefeld durch Janni Serra der 1:0-Führungstreffer (70.), der am Abstieg aber nichts mehr änderte – zumal Willi Orban für Leipzig in der Nachspielzeit noch zum 1:1-Endstand egalisierte (90.+3).

VfL Wolfsburg – FC Bayern München 2:2 (1:2)

War das schon das Abschiedstor von Robert Lewandowski? Der Stürmer traf beim 2:2 des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg zum zwischenzeitlichen 2:0 (40.). Vor Anpfiff hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic bestätigt, dass der Pole den Klub verlassen will, die Münchner aber auf Einhaltung des Vertrags bis 2023 pochen. In Führung gegangen war der Rekordmeister durch Josip Stanisic (17.), der mit dem Treffer zum 1:0 für einen neuen Auswärtstorrekord sorgte. Jonas Wind erzielte kurz vor dem Pausenpfiff (45.) den Wolfsburger Anschlusstreffer und Max Kruse schaffte sogar den Ausgleich für den VfL (58.) nach einem Zwei-Tore-Rückstand. Damit gewann der FC Bayern keines der drei Spiele seit dem feststehenden Titel am 31. Spieltag.

Bayer Leverkusen – SC Freiburg 2:1 (0:0)

Bei der emotionalen Verabschiedung von Fußball-Ikone Rudi Völler in den Ruhestand hat Bayer Leverkusen seinem Ex-Manager ein perfektes Abschiedsgeschenk gemacht. Im letzten Saisonspiel gewann die bereits sicher für die Champions League qualifizierte Werkself gegen den DFB-Pokal-Finalisten SC Freiburg spät mit 2:1 (0:0) und sorgte damit auch dafür, dass das Gäste-Team um Christian Streich als Tabellen-Sechster mit der Europa League vorliebnehmen muss. Lucas Alario (53.) brachte die Leverkusener, die die Saison als Tabellen-Dritter beenden, in Führung. Freiburg kam durch Janik Haberer (88.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Exequiel Palacios (90.+7) erzielte spät doch noch den Siegtreffer für Leverkusen. Freiburg muss nach der zweiten Niederlage in Folge bis zum Pokalfinale am kommenden Samstag gegen RB Leipzig seine Form wiederfinden.

Union Berlin – VfL Bochum 3:2 (2:0)

Dank eines Heimsiegs gegen den VfL Bochum hat Union Berlin die letzten Restzweifel am Erreichen der Europa-League-Gruppenphase ausgeräumt. Die "Eisernen" gewannen gegen den Aufsteiger mit 3:2 (2:0) und dürfen sich im zweiten Jahr in Folge auf der europäischen Fußballbühne präsentieren. Anstatt wie in dieser Saison im drittklassigen UEFA-Wettbewerb, der Conference League, geht es für die Mannschaft von Trainer Urs Fischer in der Spielzeit 2022/2023 gegen höherklassige Gegner in der Europa League weiter. Grischa Prömel (5.), der im kommenden Jahr bei der TSG Hoffenheim spielt, und Taiwo Awoniyi (25./Elfmeter, 88.) trafen für die Berliner. Bochum, das schon vor dem Spieltag mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun hatte, arbeitete sich durch die Tore von Simon Zoller (55.) und Eduard Löwen (79.) zurück in die Partie. Union beendet die Saison als Tabellen-Fünfter.


Borussia Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 5:1 (3:1)

Versöhnlicher Abschluss einer verkorksten Saison für Borussia Mönchengladbach: Im letzten Heimspiel der Saison gewann die Elf vom nicht unumstrittenen Trainer Adi Hütter deutlich mit 5:1 gegen die TSG Hoffenheim, die zunächst sogar durch Andrej Kramaric früh (3.) in Führung gegangen war. Lars Stindl (26.), Alassane Plea (44.) und Jonas Hofmann (45.+1) drehte die Partie jedoch noch vor dem Seitenwechsel. Im zweiten Durchgang erhöhten Breel Embolo (53.) und erneut Hofmann (68.) für die Borussia.

FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 2:2 (1:2)

Für Eintracht Frankfurt ging es im Rhein-Main-Derby gegen Mainz 05 vorrangig darum, sich einzuspielen für das Europa-League-Finale gegen die Glasgow Rangers am Mittwoch – und möglichst keine Verletzungen davonzutragen. So endete das Spiel, das für beide Klubs tabellarisch nicht mehr relevant war, mit einem 2:2-Remis. Mainz-Angreifer Marcus Ingvartsen traf doppelt (10., 49.), für die SGE trafen Tuta (26.) und Rafael Borré (35.).

FC Augsburg – Greuther Fürth 2:1 (1:1)

Greuther Fürth verabschiedet sich mit einer Niederlage gegen den FC Augsburg aus der Bundesliga. Daniel Caligiuri hatte den FCA per Elfmeter in Führung gebracht, Jessic Ngankam wenig später für das bereits seit Wochen abgestiegene Tabellenschlusslicht ausgeglichen. Doch Michael Gregoritsch traf kurz vor dem Ende (85.) doch noch zum Augsburger Sieg.