07. März 2020 / 17:25 Uhr

Bundesliga kompakt: Bayer deklassiert Frankfurt dank Paulinho – Leipzig und Bremen verpassen Siege

Bundesliga kompakt: Bayer deklassiert Frankfurt dank Paulinho – Leipzig und Bremen verpassen Siege

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paulinho drehte für Bayer Leverkusen gegen Frankfurt auf. Wolfsburg stoppte Leipzig um Christopher Nkunku.
Paulinho drehte für Bayer Leverkusen gegen Frankfurt auf. Wolfsburg stoppte Leipzig um Christopher Nkunku. © imago images/Getty
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Was für ein Sieg: Bayer Leverkusen mausert sich immer mehr zum Titel-Kandidaten in der Bundesliga. Die Werkself gewinnt deutlich gegen Frankfurt. Bayern-Verfolger RB Leipzig patzt dagegen in Wolfsburg. Hertha BSC erkämpft sich nach 0:2-Rückstand noch ein Remis im Keller-Duell gegen Werder Bremen.

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Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)

Im Kampf um die Champions-League-Plätze konnte Leverkusen ein spielerisch überzeugendes Erfolgserlebnis verbuchen - und verschwendete in der BayArena keine Zeit. Nach einem schönen Spielzug über die linke Angriffsseite erzielte der formstarke Kai Havertz schon in der vierten Minute das 1:0, nachdem er der Frankfurter Hintermannschaft entwischt war. Für den Nationalspieler war es eine besondere Marke, sein 30. Bundesliga-Tor. Dieses erzielte er so früh wie niemand vor ihm, mit 20 Jahren und 270 Tagen war er exakt 15 Tage jünger als der bisherige Rekordhalter Klaus Fischer. Bayer zeigte sich weiter stark und machte gegen eine indisponierte Eintracht mit erfrischendem Offensivfußball weiter. Youngster Paulinho zog der halben SGE-Defensive davon und spielte in die Mitte, wo Karim Bellarabi (15.) das zweite Tor der Werkself schoss. Bitter: Sven Bender musste vor der Pause verletzt raus, für den Ex-BVB-Mann kam Jonathan Tah ins Spiel.

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Die starke Leistung von Bayer setzte sich auch im zweiten Durchgang fort: Paulinho dribbelte in seinem ersten Startelf-Einsatz der Saison fast im Alleingang durch die Frankfurter Abwehr und machte in der 49. Minute alles klar. Für Frankfurt wurde es wie in der Vorsaison (1:6) richtig bitter: Havertz steckte auf Paulinho durch, der seine Vorstellung mit einem weiteren Treffer in der 56. Minute krönte.

50 ehemalige Spieler von Bayer Leverkusen - und was aus ihnen wurde

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Dimitar Berbatow, Bernd Schneider, Michael Ballack: Sie alle haben jahrlang ihre Schuhe für Bayer 04 geschnürt. Doch was wurde aus diesen und weiteren ehemaligen Spielern der Werkself? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis von Bayer Leverkusen - und was sie heute machen. ©

VfL Wolfsburg - RB Leipzig 0:0

Leipzig muss die Bayern (wohl) ziehen lassen! Erstmals in dieser Bundesliga-Saison begann der Gast aus Leipzig ohne Torjäger Timo Werner in der Startelf, der zuletzt nicht komplett fit war. Stattdessen spielten Yussuf Poulsen und Patrik Schick, die den 21-Tore-Mann aber nicht wirklich ersetzen konnten. In Wolfsburg konnte sich lange keine der Mannschaften Chancen erspielen. Die beste hatte RBL durch Linksverteidiger Angelino, der den Ball aber über das Tor schlenzte. Auf Seiten der Wölfe hatten Admir Mehmedi (nach einem starken Wolfsburger Konter) und Maximilian Arnold dezente Torannäherungen.

In der zweiten Hälfte wurde Leipzig immer dominanter, ohne jedoch zwingend zu werden. RB-Trainer Julian Nagelsmann brachte Werner und Olmo für Poulsen und Forsberg, doch auch die neuen Kräfte konnten nicht für das ersehnte Tor sorgen. Die Schlussphase war ausgeglichener, blieb aber auch torlos. Leipzig verpasste es, mit Tabellenführer FC Bayern gleichzuziehen, der Rückstand könnte bei einem Sieg des FCB am Sonntag gegen Augsburg auf fünf Punkte anwachsen.

FC Schalke 04 - TSG Hoffenheim 1:1 (1:0)

Nach einer bestenfalls mäßigen Anfangsphase schoss Weston McKennie (20.) mit einem starken Abschluss und seinem ersten Saisontor das durchaus verdiente 1:0 für die Schalker, die zuletzt in vier Pflichtspielen ohne eigenen Treffer geblieben waren. Hoffenheims Torwart Oliver Baumann sah bei McKennies Flachschuss nicht wirklich gut aus.

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Überzeugend war die Leistung der Schalker nicht, die Mannschaft von Trainer David Wagner konnte allerdings wie schon im Pokal gegen die Bayern mit einer Fünferkette die defensive Stabilität wiederherstellen, die zuletzt gefehlt hatte. Matondo (61.) verpasste nach einem Dribbling, das an Arjen Robben erinnerte, das mögliche 2:0. Auf der Gegenseite landete der Ball in der 65. Minute im Schalker Tor, doch Benjamin Hübner stand bei seinem Kopfball knapp im Abseits. Augenblicke später war es dann doch passiert, Baumgartner (69.) schoss nach einer Ecke wuchtig das 1:1. Hoffenheim dominierte tendenziell sogar die Schlussphase, ein Siegtor gab es aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Sinsheim sensationell: Das wurde aus Hoffenheims Herbstmeistern der Saison 2008/2009

In der Saison 2008/09 war die TSG Hoffenheim mit Trainer Ralf Rangnick erstmals in die Bundesliga-Saison aufgestiegen - und wurde auf Anhieb Herbstmeister. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, was aus der Hoffenheimer Erfolgsmannschaft geworden ist! Zur Galerie
In der Saison 2008/09 war die TSG Hoffenheim mit Trainer Ralf Rangnick erstmals in die Bundesliga-Saison aufgestiegen - und wurde auf Anhieb Herbstmeister. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus der Hoffenheimer Erfolgsmannschaft geworden ist! ©

Hertha BSC - Werder Bremen 2:2 (1:2)

Alexander Nouri gegen Florian Kohfeldt - der Ex-Trainer der Bremer gegen seinen Nachfolger. Zum ersten Mal gab es dieses Duell - und es endete mit einer Punkteteilung. Nur zwei Minuten waren gespielt, da brachte Josh Sargent (2.) die Gäste in Führung. Das war verdient, denn das stark abstiegsbedrohte Team von der Weser legte ohne die gesperrte Berliner Leihgabe Davie Selke gut los. Für Hertha wurde es zwei Wochen nach der 0:5-Heimpleite gegen Köln schnell bitter: Nur vier Minuten später stand es 2:0, weil Klaassen (6.) eine Flanke entschlossen einköpfte.

Der Hauptstadtklub erwischte wie schon zuletzt beim 3:3 in Düsseldorf eine schwache erste Hälfte - nur selten bekamen die Berliner ihre gefährlichen Stürmer Piatek und Cunha ins Spiel. Hertha brauchte einen Standard, um zum Anschluss zu kommen: ein Plattenhardt-Freistoß landete auf dem Kopf von Niklas Stark (42.). Noch eine Parallele zum Düsseldorf-Spiel: die Berliner zeigten Moral, kamen durch Cunha (60.) zum nun durchaus verdienten 2:2. In der Schlussphase wollte Berlin nach einem Moisander-Handspiel einen Elfmeter haben, Guido Winkmann gab diesen nach Videobeweis aber nicht. So blieb es bei einer Punkteteilung, die insbesondere den Bremern nicht weiterhilft.

SC Freiburg - 1. FC Union Berlin 3:1 (1:0)

Am 100. Geburtstag der eigenen Alten Försterei in Berlin-Köpenick musste Union auswärts in Freiburg ran. Die nach Standards überragenden Breisgauer kamen nach einem Eckball zum 1:0: Der Ungar Roland Sallai (35.) köpfte mit seinem ersten Saisontor das unterm Strich verdiente 1:0. Christian Günter (55.) erhöhte mit einem satten Linksschuss, nachdem die Gastgeber stark aus den Kabinen gekommen war.

Mit seinem elften Treffer konnte Sebastian Andersson (61.) verkürzen - auch hier war eine Ecke der Ursprung. Das vermeintliche 3:1 durch Sallai nur zwei Minuten später wurde wegen einer Abseitsposition nicht gegeben. Die Entscheidung folgte in der 82. Minute: Nationalspieler Robin Koch machte alles klar - übrigens erneut nach einer Standard-Situation. In der Nachspielzeit sah Marvin Friedrich (90.+2) Gelb-Rot.