07. Mai 2022 / 17:27 Uhr

Bundesliga kompakt: Leverkusen sicher in Champions League, Freiburg patzt, BVB Vizemeister

Bundesliga kompakt: Leverkusen sicher in Champions League, Freiburg patzt, BVB Vizemeister

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer Leverkusen spielt in der kommenden Saison in der Königsklasse. Freiburg muss weiter zittern.
Bayer Leverkusen spielt in der kommenden Saison in der Königsklasse. Freiburg muss weiter zittern. © Getty/IMAGO/Beautiful Sports/Revierfoto (Montage)
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Die beiden Plätze hinter dem feststehenden Meister FC Bayern München sind fix: Borussia Dortmund ist Vizemeister, Bayer Leverkusen spielt als Dritter sicher in der Champions League. Im Kampf um die Königsklasse patzten am Samstag dagegen der SC Freiburg und der 1. FC Köln, der immerhin in der kommenden Saison wie Union Berlin sicher international spielen wird.

Greuther Fürth - Borussia Dortmund 1:3 (0:1)

Borussia Dortmund hat die Vizemeisterschaft in der Bundesliga perfekt gemacht. Das Team von Trainer Marco Rose gewann am Samstagnachmittag bei dem schon feststehenden Absteiger Greuther Fürth mit 3:1 (1:0). Julian Brandt mit einem Doppelpack sowie Felix Passlack erzielten die Treffer für die Borussia. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jessic Ngankam war zu wenig. Der BVB ist damit am letzten Spieltag nicht mehr von Platz zwei in der Liga zu verdrängen, die Qualifikation für die Champions League stand ebenso wie der Abstieg von Fürth schon länger fest.

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Das Spiel plätscherte in den ersten 20 Minuten vor sich hin, dann lag der Ball plötzlich im Tor des BVB. Der Treffer von Branimir Hrgota zählte aber wegen einer Abseitsstellung nicht (23.). Kurze Zeit später dann die Dortmunder Führung durch Brandt, der einen Abpraller aus kurzer Distanz verwertete (26.). Damit ging es in die Pause, in der es zunächst zerfahren auf beiden Seiten weiterging. Fürth legte dann als erstes den Schalter um und kam durch Jessic Ngankam zum 1:1 (70.). Doch der BVB schlug sofort doppelt zurück. Zuerst erzielte Brandt seinen zweiten Treffer (72.), dann legte Passlack das 3:1 nach (76.).

TSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen 2:4 (2:1)

Bayer Leverkusen hat sich mit einem 4:2 (1:2)-Sieg bei der TSG Hoffenheim sicher für die Champions League in der kommenden Saison qualifiziert, die Sinsheimer müssen dagegen ihre letzten Hoffnungen auf einen Europacup-Platz begraben. Die Werkself legte eine starke Moral an den Tag: Führungstreffer der Gastgeber konterte Bayer jeweils: Georginio Rutter (22.) brachte die TSG in Führung, Patrik Schick (34.) glich aus. Die Führung durch Christoph Baumgartner (36.) hielt länger und Hoffenheim hatte auch danach gute Chancen, doch durch einen Doppelschlag von Moussa Diaby (73.) und erneut Schick (76.) drehten die Leverkusener das Spiel. Lucas Alario (90.) setzte den Schlusspunkt.

Die Werkself ist durch den Dreier von Champions-League-Platz drei nicht mehr zu verdrängen, Hoffenheim hat als Tabellen-Achter keine Chance mehr auf das internationale Geschäft.

SC Freiburg - Union Berlin 1:4 (0:3)

Der SC Freiburg hat die große Chance verpasst, seinen Champions-League-Platz zu zementieren und muss nun auf Schützenhilfe hoffen, um in der kommenden Saison erstmals in der Königsklasse spielen zu dürfen. Der Grund? Ein unglücklicher letzter Heimauftritt in dieser Saison gegen Union Berlin. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich verlor im Europa-Park Stadion mit 1:4 (0:3). Für die effektiven Gäste, die immer wieder ihre Schnelligkeit in Szene setzten, trafen Grischa Prömel (11.), Christopher Trimmel (30.) und Sheraldo Becker (41.). Der DFB-Pokalfinalist aus Freiburg hatte Pech: Der vermeintliche Ausgleichstreffer von Lucas Höler (23.) wurde wegen Handspiels nach Videobeweis annulliert.

Freiburg bemühte sich in Halbzeit zwei sichtlich, den Fehlstart auszumerzen: Höler (59.) brachte den SCF mit seinem Treffer auf die Anzeigetafel (diesmal profitierte er vom VAR, der eine Abseitsentscheidung revidierte) - zu mehr sollte es trotz größter Kraftanstrengungen des Sport-Clubs, der sich in der kommenden Saison mit Matthias Ginter verstärkt, nicht reichen. Andras Schäfer (89.) erzielte stattdessen das vierte Tor für Union kurz vor Schluss. Freiburg bleibt durch die Niederlage zwar auf CL-Rang vier, kann diesen aber am Sonntag bei einem Punktgewinn von RB Leipzig beim FC Augsburg wieder verlieren. Union bleibt Sechster mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den SCF und spielt in der kommenden Saison erneut im Europacup.


1. FC Köln - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Der 1. FC Köln und Trainer Steffen Baumgart sind sicher in der Conference League, aber die Champions-League-Qualifikation ist nur noch theoretischer Natur. Der FC verlor sein Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den VfL Wolfsburg, für den es in dieser Spielzeit nichts mehr geht, mit 0:1 (0:1). Ausgerechnet Yannick Gerhardt erzielte den Treffer zum 1:0 für die Wolfsburger. Der Mittelfeldspieler durchlief beim FC die Jugendabteilungen, wechselte 2016 für 13 Millionen Euro aus Köln zum VfL. Zum Jubeln zumute war dem 28-Jährigen nach dem Treffer nicht.

Die Kölner probierten im Anschluss zwar viel - es gelang aber nicht viel. Stattdessen landete der Ball sogar zum vermeintlichen 2:0 für Wolfsburg im FC-Netz. Nach schöner Kombination stand Torschütze Lukas Nmecha aber im Abseits, was der VAR belegte (56.). Köln rannte anschließend unermüdlich an und kam durch Anthony Modeste auch zu Gelegenheiten - ein Tor wollte aber nicht gelingen. Der FC rutschte durch die Niederlage auf Platz sieben ab, ist aber durch die Niederlage von Hoffenheim sicher international dabei. Wolfsburg verbesserte sich auf Platz zwölf.