06. März 2021 / 17:25 Uhr

Bundesliga kompakt: RB Leipzig setzt FC Bayern unter Druck – Schick verschärft Gladbach-Krise

Bundesliga kompakt: RB Leipzig setzt FC Bayern unter Druck – Schick verschärft Gladbach-Krise

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB Leipzig und Bayer Leverkusen durften am Samstagnachmittag in der Bundesliga jubeln.
RB Leipzig und Bayer Leverkusen durften am Samstagnachmittag in der Bundesliga jubeln. © Getty Images/IMAGO/Beautiful Sports (Montage)
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Mit einem klaren Sieg beim SC Freiburg hat RB Leipzig ein weiteres Ausrufezeichen im Titelrennen gesetzt und dem FC Bayern vor dem Klassiker gegen den BVB großen Druck gemacht. Die Ergebniskrise von Borussia Mönchengladbach geht indes ungebremst weiter, während Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg beide nicht gewinnen konnten.

Borussia M'gladbach - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Bayer Leverkusen hat nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg (in allen Wettbewerben) ein wichtiges Lebenszeichen im Kampf um die Champions League gesendet und die Krise von Borussia Mönchengladbach mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg im Borussia Park weiter verschärft. Das Duell der beiden Krisen-Klubs (Gladbach holte nur einen Punkt aus den letzten fünf Spielen) war kein Vergleich zum spektakulären Hinspiel (Bayer gewann 4:3) und vor allem in der ersten Hälfte eine zähe Angelegenheit mit Feldvorteilen für die Werkself. Klare Chancen blieben aus. Auch nach der Pause war nicht viel los. Wirbel in der 57. Minute: Marcus Thuram wurde im Strafraum elfmeterwürdig von Leverkusens Jeremie Frimpong gelegt – der Videobeweis deckte jedoch in der Entstehung eine Gladbacher Abseitsstellung auf. Letztlich war es ein Konter, der für die Bayer-Führung sorgte: Nach einer starken Balleroberung von Jonathan Tah lief Moussa Diaby allein auf das Borussia-Tor zu, scheiterte jedoch an Yann Sommer. Der Abpraller landete bei Patrik Schick, der die Gladbacher mit seinem 1:0 schockte (76.). Bayer verkürzte den Rückstand auf Platz vier auf drei Punkte, Gladbach ist nur noch Zehnter.

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Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 1:1 (0:0)

Nach der jüngsten Niederlage gegen Werder Bremen hat Eintracht Frankfurt die Rückkehr auf die Siegerstraße auch gegen den VfB Stuttgart verpasst. Das 1:1 (0:0) hilft den Hessen im Rennen um die internationalen Plätze nur bedingt. SGE-Trainer Adi Hütter setzte erstmals von Beginn an auf das Sturmduo André Silva und Luka Jovic. Die Hessen bestimmten die Partie, auch wenn große Möglichkeiten auf beiden Seiten ausblieben – mit einer Ausnahme kurz vor dem Seitenwechsel, als Silva den Ball nach einer Flanke von Filip Kostic unter Druck von Waldemar Anton zwar per Direktabnahme aufs Tor brachte, VfB-Schlussmann Gregor Kobel aber vor keine größeren Probleme stellte (43.). Kurz nach einer ersten Stuttgart-Annäherung durch Borna Sosa (53.) lag der Ball nach einem Kostic-Schuss im Tor der Gäste, der Treffer zählte jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht (55.). Auf der Gegenseite steckte VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic nach wunderbarer Kempf-Flanke vorbei an Frankfurt-Torwart Kevin Trapp – 1:0 (68.). Lange hielt der schmeichelhafte Vorsprung aber nicht: Ein Linksschuss von Kostic landete nur 120 Sekunden später im Stuttgarter Tor – 1:1 (70.).

SC Freiburg - RB Leipzig 0:3 (0:1)

RB Leipzig hat den FC Bayern München vor dessen Topspiel am Abend gegen Borussia Dortmund unter Druck gesetzt und zumindest für wenige Stunden die Tabellenführung der Bundesliga übernommen. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann feierte beim SC Freiburg ihren sechsten Bundesliga-Sieg in Folge. Dank der Treffer von Christopher Nkunku (41.), Alexander Sörloth (64.) und Emil Forsberg (80.) gewann RB mit 3:0 (1:0) – und holte sich damit auch Selbstvertrauen für das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Liverpool. Das Hinspiel verloren die Leipziger in Budapest mit 0:2. Die Sachsen hatten über das gesamte Spiel nur wenig Probleme mit dem Überraschungsteam aus dem Breisgau, das den Gästen ein Tor-Geschenk machte: Keeper Florian Müller verschuldete den Führungstreffer durch Nkunku mit einem verpatzten Flachpass ins defensive Mittelfeld, der letztlich bei RB landete. Die klar dominanten Leipziger ließen in Halbzeit zwei dann nichts mehr anbrennen. Die Niederlage dürfte Freiburg nicht allzu weh tun. Mit 34 Punkten als Tabellen-Neunter dürfte der Sportclub mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Hertha BSC - FC Augsburg 2:1 (0:1)

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge hat sich Hertha BSC im Heimspiel gegen den FC Augsburg Big Points im Abstiegskampf gesichert. Im Olympiastadion schossen Krzysztof Piatek (62.) und Dodi Lukebakio (89./Foulelfmeter) den selbsternannten "Big-City-Klub" mit ihren Treffern zum Sieg. Beim 2:1 (0:1) aus Sicht der Berliner hatte Laszlo Benes (2.) die Gäste früh in Führung gebracht. Doch die Hertha, die im sechsten Spiel unter Trainer Pal Dardai ihren ersten Sieg errang, steckte nicht auf – und sicherte sich so wichtige drei Punkte im Abstiegskampf. Somit überholen die Berliner vorerst den 1. FC Köln dank der besseren Tordifferenz und springen auf Platz 14 mit nun drei Punkten Vorsprung vor Mainz 05 (Tabellen-16.) und Arminia Bielefeld (17.). Augsburg hat mit immer noch acht Punkten Vorsprung auf Rang 16 trotz der Pleite immer noch ein beruhigendes Polster auf die Abstiegszone.

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TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg 2:1 (2:1)

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um die Champions-League-Ränge den ersten Rückschlag einer bisher überragenden Rückrunde erlitten und wenige Tage nach dem Aus im DFB-Pokal gegen RB Leipzig sein Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim mit 1:2 (1:2) verloren. VfL-Keeper Koen Casteels musste bereits in der achten Minute erstmals hinter sich greifen, als Christoph Baumgartner den Belgier nach Zuspiel von Pavel Kaderabek überwinden konnte und dessen Jagd auf den Uralt-Rekord von Timo Hildebrand (885 Minuten ohne Gegentreffer) nach 673 unbezwungenen Minuten somit jäh stoppte. Der Treffer weckte die Wölfe auf, die in der Liga mit 16 von 18 möglichen Punkten bis zu diesem Zeitpunkt die beste Mannschaft der zweiten Saisonhälfte waren: Torjäger Wout Weghorst überwand TSG-Torwart Oliver Baumann nach einem steilen Zuspiel von Xaver Schlager zum schnellen Ausgleich (23.).

Wolfsburg blieb gefährlicher, Maximilian Arnold, Weghorst und Ridle Baku (29./30./34.) scheiterten jedoch. Diese beste VfL-Phase überstanden die Gastgeber unbeschadet - und gingen ihrerseits erneut in Führung: Andrej Kramaric schoss aus kurzer Distanz ins Wolfsburger Tor (41.). Die Gäste erwischten einen besseren Start in die zweite Hälfte: Arnold scheiterte aus der Ferne an Baumann (47.), ehe Ryan Sessegnon für die TSG auf der Torlinie klärte und Weghorst völlig frei drüber köpfte (61.). Es waren die besten Chancen einer druckvollen, aber letztlich fruchtlosen Wolfsburger Leistung. Wölfe-Verteidiger Paulo Otavio sah nach einer Notbremse (90.+5) noch die Rote Karte.

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