15. Februar 2020 / 17:26 Uhr

Bundesliga kompakt: Leipzig nach Sieg gegen Werder wieder Tabellenführer – Hertha gewinnt bei Nouri-Debüt

Bundesliga kompakt: Leipzig nach Sieg gegen Werder wieder Tabellenführer – Hertha gewinnt bei Nouri-Debüt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB Leipzig hat sich gegen Werder Bremen hochverdient durchgesetzt. Für Hertha wurde der Ex-Leipziger Matheus Cunha (r.) zum Matchwinner.
RB Leipzig hat sich gegen Werder Bremen hochverdient durchgesetzt. Für Hertha wurde der Ex-Leipziger Matheus Cunha (r.) zum Matchwinner. © Getty
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RB Leipzig hat mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen Kellerkind Werder Bremen vorübergehend wieder die Tabellenführung der Bundesliga übernommen und die Bremer tiefer in die Krise geschossen. Der neue Hertha-Trainer Alexander Nouri besiegte den SC Paderborn.

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RB Leipzig - Werder Bremen 3:0 (2:0)

Mit dem ungefährdeten Heimsieg haben die Leipziger Werder noch tiefer in die Krise geschossen. Von den letzten zwölf Bundesliga-Spielen verloren die Bremer zehn. Längst ist auch Trainer Florian Kohfeldt angeschlagen. Die Leipziger begannen besser, brauchten für das 1:0 aber eine Standardsituation: Klostermann (18.) traf aus drei Metern. Kurz vor der Pause legte Vorlagengeber Schick (39.) selbst das zweite RB-Tor nach. Eine Ecke von Olmo drückte der Mittelstürmer über die Linie. Zuvor hatte er sich mit einem Schubser gegen Veljkovic allerdings Platz verschafft. Überprüft wurde die Szene jedoch nicht.

Falls die Bremer, die sich mit einem Kurztrainingslager in Leipzig auf die Partie vorbereitet hatten, sich im zweiten Durchgang noch ein Comeback ausgemalt hatten, war das keine 30 Sekunden später passé. Laimer spielte einen langen Ball zu Mukiele, der sich gegen Moisander durchsetzte und mit dem dritten Leipziger Tor alles klar machte.

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SC Paderborn - Hertha BSC 1:2 (0:1)

Nach dem überraschenden und viel diskurierten Rücktritt von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann saß erstmals der bisherige Assistent Alexander Nouri auf dem Platz des Chefs. Sein Debüt begann vielversprechend: Schon nach zehn Minuten lagen die Gäste beim Tabellenletzten in Führung. Boyata traf per Kopf, Paderborns Torwart Zingerle war nicht chancenlos, konnte den Ball aber nicht abwehren. Das 2:0 durch Neuzugang Cunha acht Minuten später wurde wegen eines Handspiels von Piatek zuvor aberkannt.

Die im ersten Durchgang bemühten, aber insgesamt schwachen Paderborner waren so noch im Spiel. Trainer Baumgart reagierte mit der Einwechslung von Rückkehrer Srbeny, der sechs Minuten nach Wiederanpfiff Jarstein mit einem Torabschluss zu einem Eigentor zwang - 1:1. Cunha hatte allerdings noch nicht fertig - nach seinem aberkannten Treffer im ersten Durchgang traf der Ex-Leipziger nach Wiederanpfiff doch noch - er überwand Zingerle per Hacke (67.) - ein technisch überragendes Tor.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©
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Union Berlin - Bayer Leverkusen 2:3 (1:1)

Das Spiel zwischen dem Aufsteiger und den Leverkusenern geriet in der zweiten Halbzeit erst zur Farce und dann zum Tor-Spektakel. Beim Stand von 1:1 nach einem Traumtor von Unions Gentner in der siebten Minute (der Ex-Nationalspieler zog aus der Distanz sehenswert ab) und dem Ausgleich von Supertalent Kai Havertz in der 22. Minute musste Schiedsrichter Osmers die Partie in der 64. Minute unterbrechen, weil im Bayer-Block wiederholt Pyrotechnik gezündet worden war.

Erst mit Verzögerung ging die Partie weiter, die in der ersten Durchgang anders als erwartet von Union Berlin dominiert worden war. Nach Anpfiff der zweiten Hälfte dominierte Leverkusen, das Spiel blieb jedoch zerfahren und war auch keineswegs ansehnlich - was eher für die Berliner sprach. Leverkusen brauchte einen Lucky Punch: Nach einem gelupften Pass von Volland überwand Diaby (83.) Unions Keeper Gikiewicz zum 2:1. Der Siegtreffer war das aber nicht. Der zuletzt starke Bülter (87.) schoss die Gastgeber zum verdienten Ausgleich. Das Ende war das trotzdem noch nicht: Aus spitzem Winkel überwand Bellarabi (90.+4) in der siebenminütigen Nachspielzeit Unions Keeper, der die kurze Ecke weit aufgemacht hatte. Er wollte es selbst wieder gutmachen, scheiterte in der 90.+8. Minute nach einem Eckball aber selbst an Hradecky.

FC Augsburg - SC Freiburg 1:1 (1:0)

Die Freiburger waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft in Augsburg, gingen aber mit einem Rückstand in die Kabinen. Nach einem Luftloch von Freiburgs Abwehrchef Koch stand Max vollkommen frei. Der Linksverteidiger schloss unbedrängt ab, ließ SC-Torwart Schwolow keine Abwehrchance.

Die zweite Spiel-Hälfte begann mit einem Freiburger Standard - der im 1:1 mündete. Der eigentlich harmlose Freistoß von Schmid wurde von Augsburgs Torwart Koubek nur unzureichend geklärt, der Tscheche ließ den Ball an den Pfosten prallen. Von dort fiel er Waldschmidt vor die Füße, der Haberer (51.) in der Mitte sah. Dieser schoss aufs Tor - der Ball wurde von Framberger noch abgefälscht, landete dann aber im Tor.

25 ehemalige Spieler des FC Augsburg und was aus ihnen wurde

Arkadiusz Milik, Halil Altintop, Michael Thurk & Co. - 25 ehemalige Spieler des FC Augsburg. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus ihnen wurde. Zur Galerie
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TSG 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 2:3 (1:1)

Elfer-Festival in Hoffenheim! Zwei Elfmeter-Tore von Weghorst brachten den Wolfsburgern zunächst eine Führung in Hoffenheim. Nach einem Handspiel von TSG-Profi Rudy traf der Holländer in der 18. Minute erstmals gegen den ins Hoffenheimer Tor zurückgekehrten Baumann, der ins falsche Eck segelte. Die Gastgeber waren insgesamt besser, konnten sich aber nur wenige Chancen herausspielen. Gefährlicher war Wolfsburg, ein zweites Tor von Mehmedi (40.) wurde wegen einer Abseits-Situation nach Videobeweis aberkannt. Stattdessen Hoffenheim: Nach einem starken Zusammenspiel von Kaderabek und Kramaric traf Baumgartner (45.) mit einem starken Kopfball zum 1:1.

Die zweite Hälfte begann wie die erste mit dem Duell von Baumann gegen Weghorst. Nach einem Foul von Hübner an Mbabu und einer Entscheidung per Videobeweis traf Weghorst erneut per Elfmeter zum 2:1 in der 52. Minute. Diesmal hätte Baumann den Elfer halten können, vielleicht sogar müssen. Statt den zentralen Flachschuss mit seinen Füßen zu klären, hob er allerdings ab - und musste den Ball so passieren lassen. Auf der Gegenseite gab es aber auch einen Strafstoß - wieder war es ein Handspiel. Kramaric (60.) traf gegen VfL-Keeper Casteels. Der in den letzten Wochen enttäuschende Weghorst (70.) schoss dann das 3:2 für die Gäste - diesmal nicht vom Punkt, sondern mit einem starken Chip.

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