08. Februar 2020 / 17:27 Uhr

Bundesliga kompakt: Werder-Krise hält auch gegen Union an – Quaison schockt Hertha BSC

Bundesliga kompakt: Werder-Krise hält auch gegen Union an – Quaison schockt Hertha BSC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Werder Bremen hat auch gegen Union Berlin verloren, Robin Quaison (kl. Foto) Mainz 05 gegen Hertha zum ersten Rückrundensieg geschossen.
Werder Bremen hat auch gegen Union Berlin verloren, Robin Quaison (kl. Foto) Mainz 05 gegen Hertha zum ersten Rückrundensieg geschossen. © imago images/Nordphoto/Getty
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Für Werder Bremen wird es im Kampf um den Klassenerhalt immer enger. Der SVW kassierte gegen den direkten Konkurrenten Union Berlin die nächste Heimniederlage. Schalke verpasst gegen Paderborn trotz Führung einen eingeplanten Heimsieg.

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Werder Bremen - Union Berlin 0:2 (0:0)

Mit der Euphorie aus dem Pokalsieg gegen Borussia Dortmund wollte Werder gegen einen direkten Konkurrenten eigentlich ein Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt senden - das misslang allerdings gründlich, denn Werder verlor erneut. Chancen waren im Weserstadion zunächst auf beiden Seiten Mangelware, Eggestein hatte mit einem abgefälschten Versuch noch die beste Möglichkeit für den Gastgeber, der kaum die Bissigkeit aus dem Duell mit der Borussia an den Tag legte.

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Auch im zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig, bis Union plötzlich in Führung lag: Mit einem perfekt ausgespielten Konter über Neuzugang Malli und Lenz wurde Bülter (52., auch ein BVB-Schreck) freigespielt, der den Ball an Pavlenka vorbei legte - 0:1 aus Sicht des SVW. Die nächste Heimniederlage für die Bremer in der einstigen Festung Weserstadion? Ja, denn das defensiv sattelfeste Union kam Mitte des zweiten Durchgangs zum vorentscheidenden 2:0. Wieder war es Bülter (72.), der aus extrem spitzem Winkel hinter die Torlinie schoss - die Rettungsaktion von Moisander kam zu spät. Werder ist nach der nächsten Heim-Pleite nun Vorletzter.

FC Schalke 04 - SC Paderborn 1:1 (0:0)

In einer schwachen Partie konnte sich keine der Mannschaften im ersten Durchgang ein spielerisches Übergewicht erarbeiten - was im Zweifel eher für das Tabellschlusslicht aus der Paderborn spricht. Die Gäste hatten sogar mehr vom Spiel, S04 in den ersten 45 Minuten lediglich einen Torschuss (Paderborn immerhin 7). Beide Mannschaften mussten früh verletzungsbedingt ihr Personal austauschen: Paderborns Sabiri musste nach zwölf Minuten raus (Gjasula kam für ihn), bei den Gastgebern wurde Neuzugang Todibo für den angeschlagenen Kabak eingewechselt.

Die zweite Hälfte war von Seiten der Gastgeber besser gespielt, der Abschluss blieb aber unsouverän: etwa, als Gregoritsch (49.) vollkommen frei vor dem Tor stand, statt zu schießen, aber nochmal in die Mitte passen wollte - wo kein Teamkollege stand. Oder als Raman (57.) an der Querlatte scheiterte. Gegen wacker kämpfende Gäste brachte dann ein Joker das 1:0 - der erst wenige Minuten zuvor für Gregoritsch eingewechselte Kutucu (63.) kam nach einer Oczipka-Flanke zum Torabschluss und ließ sich diese Chance zum 1:0 nicht entgehen. Schalke konnte diesen knappen Vorsprung aber nicht halten: Gjasula köpfte nach einem Eckball das 1:1 gegen S04-Schlussmann Nübel.

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Der Punktgewinn beim Spitzenteam ist für den SCP ein Erfolg, für die Gastgeber ein Rückschlag im Kampf um das internationale Geschäft. "Wir haben sehr engagiert gespielt und unsere Mentalität wieder gezeigt. Bis zum Schluss werden wir alles geben", sagte Paderborns Torschütze Klaus Gjasula nach dem Spiel. Paderborn bleibt allerdings Letzter.

Hertha BSC - Mainz 05 1:3 (0:1)

Nach dem Rassismus-Eklat um den jungen Herthaner Jordan Torunarigha am Rande der Pokal-Niederlage gegen Schalke (2:3 n.V., der SPORTBUZZER berichtete ausführlich) solidarisierten sich sowohl die Fans als auch die Spieler der Berliner mit einer Anti-Rassismus-Aktion. Auf dem Platz ließen die Profis von Trainer Jürgen Klinsmann dann aber beinahe jegliche Konsequenz vermissen. Die Mainzer, die nach der Winterpause drei Mal in Serie verloren hatten, blieben zunächst allerdings eher blass, überließen Hertha zumindest ein optisches Übergewicht. Robin Quaison (17.) schockte den Hauptstadt-Klub, indem er Niklas Stark verlud und sicher vollendete. Anschließend fiel der Hertha nicht viel ein, mit Pfiffen ging es in die Halbzeit.

Klinsmann stellte nun um, brachte mit Dilrosun und Lukebakio neue Offensivkräfte für Grujic und Stark. Chancen blieben Mangelware, bis in die Schlussphase hinein gab es im zweiten Durchgang weder auf der einen noch auf der anderen Seite einen Torschuss. Als es dann doch einen gab, war es die Entscheidung für Mainz. Der eingewechselte Onisiwo spielte den Ball im Fallen in die Mitte, wo Quaison (82.) völlig frei stand und auf 2:0 stellte. Es brauchte ein Eigentor von FSV-Neuzugang Bruma (85.), um für Hertha den Anschluss zu besorgen. Bitter: Wolf wurde nach einem Ellenbogenschlag (88.) vom Platz gestellt. Quaison (90.+5) konnte sogar noch seinen dritten Treffer erzielen. Per Elfmeter stellte er auf 3:1.

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 1:1 (0:1)

Die abstiegsbedrohten Düsseldorfer erwischten den perfekten Start. Nach einer tollen Kombination zwischen Morales und Tekpetey schoss Zimmermann (13.) das durchaus verdiente 1:0 der Gäste, die unter dem neuen Trainer Uwe Rösler den ersten Sieg einfahren wollten. Danach sah es auch lange aus - erst Recht, als kurz nach Wiederanpfiff der VfL-Neuzugang Pongracic (48.) vom Platz gestellt wurde. Der Verteidiger hatte vor einem Standard den Ellenbogen gegen Morales ausgefahren und hatte nach Überprüfung durch den Videobeweis von Schiedsrichter Tobias Stieler zu Recht die Rote Karte gesehen.

Anschließend gelang den Wolfsburgern mit zehn Mann aber mehr als zuvor in Gleichzahl. Nach einer Flanke von Mehmedi stand der nur 1,70 Meter große Steffen plötzlich völlig frei im Strafraum der Düsseldorfer und überwand Fortuna-Torwart Kastenmeier auch mit Unterstützung des Innenpfostens zum angesichts der Konstellation durchaus überraschenden Ausgleichstreffer nur drei Minuten nach der Roten Karte. Immerhin: Trotz der vergebenen Führung verbesserte sich die Fortuna auf den Relegationsplatz, weil Werder gegen Union patzte.

SC Freiburg - TSG Hoffenheim 1:0 (1:0)

Nicht unbedingt verdient war die Pausenführung der Freiburger, die frühzeitig auf Abwehrchef Koch verzichten mussten. Der Nationalspieler war nach einem Zweikampf gegen die Einfassung einer Werbebande gerauscht und hatte sich eine blutende Platzwunde zugezogen. Für ihn kam nach einer halben Stunde Gulde ins Spiel. Neun Minuten später gingen seine Freiburger in Führung: nach einer Grätsche von Posch ging Freiburgs Günter zu Boden, holte einen Foulelfmeter heraus. Waldschmidt (40.) trat an und verwandelte sicher. Bis dahin war die TSG besser gewesen.

Die Freiburger kamen aber mit der Führung im Rücken besser aus den Kabinen und fast zum 2:0, doch Abrashi (47.) scheiterte an Hoffenheims Keeper Pentke und Gulde (55.) an einer vielbeinigen Hoffenheimer Abwehr, die seinen Kopfball noch von der Torlinie kratzen konnten. Pentke hielt die TSG nun im Spiel, auch gegen Schmid (64.) hielt er überragend. Hoffenheim unterlag am Ende allerdings doch mit 0:1 - eine vermeidbare Niederlage.

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