11. Oktober 2019 / 18:00 Uhr

Kahn, Klinsmann und Co.: Diese fünf Bundesliga-Legenden erweitern die Hall of Fame im Fußballmuseum

Kahn, Klinsmann und Co.: Diese fünf Bundesliga-Legenden erweitern die Hall of Fame im Fußballmuseum

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Diese fünf Bundesliga-Helden werden die Hall of Fame im deutschen Fußballmuseum erweitern. 
Diese fünf Bundesliga-Helden werden die Hall of Fame im deutschen Fußballmuseum erweitern.  © Montage: Deutsches Fußballmuseum/Getty Images
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Die Hall of Fame des deutschen Fußballs wächst: Fünf weitere Größen der Bundesliga-Geschichte verstärken im kommenden Jahr die Gründungself im Fußballmuseum. Eine Jury aus 20 Sportjournalisten hat diese Woche darüber abgestimmt. 

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Die Gesichter von Lothar Matthäus, Sepp Meier und Gerd Müller sind bereits als spektakuläre Licht-Installation in der Hall of Fame des deutschen Fußballmuseums zu finden - überstrahlt wohl nur von den eigenen Karrieren. In diese Reihen, bestehend aus der "Gründungself" des Museums, sollen nun weitere Legenden der Bundesliga-Historie aufgenommen werden. Eine Jury aus 20 renommierten Sportjournalisten - darunter SPORTBUZZER-Geschäftsführer Marco Fenske - sowie Museumsleiter Manuel Neukirchner hatte am Mittwoch über die Erweiterung der Hall of Fame abgestimmt und legte sich nach langer Debatte auf die Namen fest.

Die fünf Neuen: Kahn, Klinsmann, Overath, Schön und Dörner

Letztlich einigte sich die Jury auf eine Ergänzung der Gründungself um fünf Spieler - einen auf jeder Position sowie dem Trainerposten. "Was für ein zweiter Jahrgang! Wir haben in der Jury hart um jeden Namen gerungen, mussten einmal sogar in die Stichwahl", berichtete Museumsdirektor Manuel Neukirchner.

Die Abstimmung dauerte mehrere Stunden: Heiß diskutiert war vor allem das neue Ehrenmitglied der Abwehrkette. Am Ende setzte sich DDR-Rekord-Kicker Hans-Jürgen Dörner mit nur einer Stimme Vorsprung in der Stichwahl gegen seinen Kontrahenten Berti Vogts durch. Damit ist "Dixie" der zweite Ost-Fußballer in der Elf neben Matthias Sammer.

Ähnlich knapp setzten sich Jürgen Klinsmann im Sturm und Oliver Kahn im Tor durch. Härtester Widersacher des "Titans" war der 54er-Weltmeister Anton Turek. Mit der aktuellen Torwartdebatte um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen musste sich die Jury aber nicht befassen, da die Aufnahme in die Hall of Fame erst fünf Jahre nach dem Karriereende erfolgen darf.

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"Einzig bei Wolfgang Overath waren sich alle einig. Overath, den viele schon für die Gründungself auf dem Zettel hatten, wurde innerhalb weniger Minuten einstimmig gewählt", so Neukirchner weiter. Die insgesamt 28 Jurymitglieder (acht waren am Tag der Abstimmung verhindert)waren im Vorfeld dazu aufgerufen worden, eine persönliche Liste mit Namen einzureichen. Genannt werden durften deutsche Persönlichkeiten aus Männer- und Frauenfußball seit 1900 - dabei waren herausragende Leistungen in der Nationalmannschaft vor und nach dem Krieg, in der ehemaligen DDR-Auswahl und im nationalen sowie internationalen Ligabetrieb besonders zu beachten.

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Als zweiter Coach nach Sepp Herberger ist mit Helmut Schön nun der wohl erfolgreichste Nationaltrainer der deutschen Geschichte in die Ruhmeshalle eingezogen. "Auch Spielerinnen aus dem Frauenfußball und Persönlichkeiten wie Bert Trautmann und Gottfried Fuchs sind ausgiebig diskutiert worden. Diesmal sind sie noch nicht zum Zug gekommen", kommentiert Neukirchner. Er betont aber: "Die mehrstündigen Gespräche zeigen, welche Relevanz diese Ruhmeshalle besitzt. Sie im vergangene Jahr ins Leben gerufen zu haben, war überfällig."