24. März 2019 / 09:35 Uhr

Bundesliga live: DFL-Boss Seifert wünscht sich Rückkehr zu einem Pay-TV-Anbieter

Bundesliga live: DFL-Boss Seifert wünscht sich Rückkehr zu einem Pay-TV-Anbieter

Lennart Hecht
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aktuell teilt sich Sky mit Eurosport die Übertragungsrechte für Bundesliga-Livespiele. DFL-Boss Christian Seifert kann sich jedoch eine baldige Rückkehr zu einem Anbieter vorstellen.
Aktuell teilt sich Sky mit Eurosport die Übertragungsrechte für Bundesliga-Livespiele. DFL-Boss Christian Seifert kann sich jedoch eine baldige Rückkehr zu einem Anbieter vorstellen. © Getty Images
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Ein Wettbewerb, verschiedene Sender: Wer die Bundesliga live im Fernsehen sehen will, braucht dafür aktuell zwei Abos – von Sky und Eurosport. Wenn es nach DFL-Boss Christian Seifert geht, dürfte damit jedoch bald Schluss sein. Er spricht sich für die Rückkehr zu einem Anbieter aus. Und will außerdem das Free-TV stärken.

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Wer die Fußball-Bundesliga live im TV verfolgen möchte, dem reicht dafür seit der Saison 2017/18 nicht mehr bloß ein Pay-TV-Sender. Der seinerzeit neu in Kraft getretene Fensehvertrag spaltet die Übertragungsrechte auf die Anbieter Sky und Eurosport. Letzterer ist vor allem für die Übertragung der Freitagsspiele zuständig. Doch wenn es nach DFL-Boss Christian Seifert geht, könnte diese Regelung bald geändert werden – und für Fußballfans wieder ein Abonnement ausreichen, um alle Spiele live zu sehen.

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Das hat der Geschäftsführer der Fußball-Liga nun im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung über den nächsten TV-Vertrag erklärt. „Ich setze ein großes Fragezeichen dahinter, ob wir wieder eine ‚No-single-Buyer‘-Regel brauchen“, erklärte Seifert. Diese hatte das Bundeskartellamt damals eingebracht, um zu verhindern, dass ein einziger Bieter alle Live-Rechte erwirbt und folglich auch alle Spiele auf demselben Kanal übertragen werden. Seifert selbst hält diese Regelung nach eigenen Angaben für überflüssig.

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Die schönsten Choreografien im Überblick: Ob Dortmund, Madrid, Rom oder Frankfurt  In diesen Stadien haben Fußball-Fans mit ihren Choreos in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. ©
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„Aufgrund der technischen Möglichkeiten in Verbindung mit den Inhaltestrategien neuer oder bestehender Marktteilnehmer gibt es auch so genügend Wettbewerb“, erklärte Seifert. Die TV-Rechte für 1. und 2. Bundesliga, die dann ab der Saison 2021/2022 gelten, sollen im Frühjahr 2020 vergeben werden.

Die Abschaffung der Montagsspiele ist bereits beschlossen worden. Für die Übertragung dieser Partien, in der Saison 2018/19 sind es derer fünf, hat bis zum Ende des laufenden TV-Vertrages Eurosport die Exklusivrechte. Übrigens ebenso wie für fünf Sonntagsspiele, die anders als für viele Fußballfans gewohnt bereits um 13.30 Uhr angepfiffen werden. Darüber hinaus seien keine weiteren Änderungen am Spielplan geplant, erklärte Seifert.

Diese Montagsspiele gab es bis 2018 in der Fußball-Bundesliga:

30. März 1964, 1. FC Saarbrücken – Borussia Dortmund 2:1: In der Premierensaison wurde der Ostermontag für Nachholspiele frei gehalten. Das erste von vieren an diesem Tag stieg in Saarbrücken (Anpfiff 14.30 Uhr), wo das Schlusslicht vor 18.000 Zuschauern seinen ersten Heimsieg in der Bundesliga feierte. Das erste Montagstor schoss aber der Dortmunder Lothar Emmerich (Foto). Zur Galerie
30. März 1964, 1. FC Saarbrücken – Borussia Dortmund 2:1: In der Premierensaison wurde der Ostermontag für Nachholspiele frei gehalten. Das erste von vieren an diesem Tag stieg in Saarbrücken (Anpfiff 14.30 Uhr), wo das Schlusslicht vor 18.000 Zuschauern seinen ersten Heimsieg in der Bundesliga feierte. Das erste Montagstor schoss aber der Dortmunder Lothar Emmerich (Foto). © Muras
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Seifert macht sich für Free-TV stark – kommt die Relegation bald zurück?

Es sei aber durchaus denkbar, dass künftig wieder mehr Spiele im Free-TV zu sehen sind. Konkret werde geprüft, ob die Relegationsspiele wieder frei empfangbar sein sollen. Auch dafür, dass die Spiele am Samstag weiterhin zeitnah in einer Zusammenfassung im Free-TV gezeigt werden, macht sich der DFL-Boss stark: „Fußball im Free-TV ist nicht nur für die Sponsoren wichtig, die hohe Reichweite haben wollen, sondern vor allem für die breite Verankerung des Fußballs in der Gesellschaft“, so Seifert.

Doch um Geld geht es natürlich auch. Wie Seifert erklärte, strebt er bei den Verhandlungen ein weiteres Wachstum an. Die Bundesliga sei „nach wie vor extrem gefragt“. Für die nationalen TV-Rechte von 2017/18 bis 2020/21 kassiert die Deutsche Fußball Liga (DFL) derzeit insgesamt 4,64 Milliarden Euro – rund 1,16 Milliarden Euro pro Saison.

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