24. April 2020 / 08:32 Uhr

Papier aus Arbeitsministerium schlägt Bundesliga-Spiele mit Masken vor - Klubs sollen alternativ in Quarantäne

Papier aus Arbeitsministerium schlägt Bundesliga-Spiele mit Masken vor - Klubs sollen alternativ in Quarantäne

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spieler der beiden Bundesligen wie hier Ron-Robert Zieler von Hannover 96 könnten offenbar bald Masken tragen müssen.
Spieler der beiden Bundesligen wie hier Ron-Robert Zieler von Hannover 96 könnten offenbar bald Masken tragen müssen. © Getty/imago images/localpic/Montage
Anzeige

Im Bundesarbeitsministerium plant man offenbar, die Spieler bei einem Neustart der Bundesliga mit Atemschutzmasken auflaufen zu lassen, wie der "Spiegel" berichtet. Alternativ wird auch über eine umfassende Quarantäne für alle Beteiligten nachgedacht.

Die Deutsche Fußball Liga wartet auf die Entscheidungsträger von Bund und Ländern um den Bundesliga-Neustart zu wagen. Ein Beschluss darüber, wann es in den höchsten beiden Spielklassen wieder losgehen kann, wird zwar erst für den 30. April erwartet, wenn die Bundesregierung mit den Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise berät - doch im Hintergrund laufen offenbar schon Planungen der Regierung: Der Spiegel hat Vorschläge aus einem Papier des Bundesarbeitsministeriums veröffentlicht, das zwei Szenarien für einen Liga-Neustart vorsieht.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Dass die Liga fortan erst einmal nur Geisterspiele austragen kann, ist wohl Voraussetzung der Überlegungen. Doch beide Szenarien sehen noch tiefergreifende Maßnahmen vor, die den Spielablauf ordentlich beeinflussen dürften. Das erste Szenario beinhaltet nämlich, dass die Spieler mit Atemschutzmasken auflaufen müssten. Es dürfe sich dabei nur um Masken nach medizinischem Standard handeln, die "auch bei Sprints, Kopfbällen und Zweikämpfen nicht verrutschen". Die Spieler dürften die Masken während des Spiels nicht berühren.

Spielunterbrechungen zum Maskenwechsel alle 15 Minuten

"Sollte es dennoch zu einem Verrutschen der Masken kommen, muss das Spiel sofort unterbrochen werden", heißt es laut Spiegel in dem Papier. Ohnehin seien in dem Szenario alle 15 Minuten Spielunterbrechungen vorgesehen. Die Masken würden nämlich durch das höhere Atemvolumen schnell durchgenässt und müssten deswegen regelmäßig ausgetauscht werden - natürlich mit einem Sicherheitsabstand. "Jeglicher weitere Kontakt zu Mit- oder Gegenspielern, also Umarmen nach Torerfolg, kleine Rangeleien um den Ball etc., ist nicht zulässig und sollte durch den Schiedsrichter mindestens abgemahnt werden."

Anzeige

Alternative sieht umfassende Quarantäne für Spieler, Trainer und Betreuer vor

Auch der andere Vorschlag hat es in sich: Dabei sollten alle Beteiligten - also auch Betreuer, Mannschäftsärzte und weitere Kontaktpersonen - bis Saisonende in umfassende Quarantäne begeben. Die Teams könnten dann etwa in ein Hotel ziehen, das groß genug ist, um Kader und Personal zu beherbergen. Unter anderem Zweitligist Hannover 96 hatte sich mit so einer Quarantäne zu Beginn der Krise auseinandergesetzt. Bei dem Papier handele es sich zunächst noch um einen "ersten Arbeitsentwurf", der Minister Hubertus Heil noch nicht vorgelegt worden sei, bestätigte das Ministerium.