23. April 2020 / 17:15 Uhr

DFL-Boss Christian Seifert wehrt sich gegen "Missgunst" der Kritiker: "Was hat der Profifußball falsch gemacht?"

DFL-Boss Christian Seifert wehrt sich gegen "Missgunst" der Kritiker: "Was hat der Profifußball falsch gemacht?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Boss Christian Seifert bezeichnet die öffentliche Kritik an den Restart-Plänen als Missgunst.
DFL-Boss Christian Seifert bezeichnet die öffentliche Kritik an den Restart-Plänen als "Missgunst". © dpa
Anzeige

Die Bundesliga kämpft in der Corona-Krise um ihre Existenz - und versucht diese, mit bald startenden Geisterspielen zu sichern. Die Kritik an den Restart-Plänen der Liga kann DFL-Boss Christian Seifert nicht nachvollziehen.

DFL-Chef Christian Seifert hat sich gegen Kritik an den Neustart-Plänen des deutschen Profifußballs gewehrt. Wie auch andere Firmen in der Corona-Krise sei die Deutsche Fußball Liga ein Unternehmen, "das zurückkehren möchte und irgendwann zurückkehren muss", sagte Seifert kurz nach der Mitgliederversammlung in Frankfurt.

Mehr vom SPORTBUZZER

Um das Produkt Fußball herzustellen, brauche es eben „gewisse Rahmenbedingungen“. Dafür lege die DFL nun ihre Pläne vor. Wenn es nicht gelinge, ein umsetzbares und genehmigungsfähiges Konzept zu präsentieren, „dann ist das eben so und dann wäre das auch zu akzeptieren“, sagte Seifert.

Der Kopf der Deutschen Fußball Liga: Das ist DFL-Boss Christian Seifert

Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. Zur Galerie
Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. ©

Seifert: Öffentliche Kritik an DFL ist "Missgunst"

Die öffentliche Kritik beschrieb der 50-Jährige als "Missgunst", die ihn überrascht habe. Die Liga müsse sich fragen, warum es bei einigen Menschen wenig guten Willen gegenüber dem Profifußball gebe. "Wenn unsere Arbeit mit Missgunst begutachtet wird, dann verstehe ich das nicht. Was hat der Profifußball falsch gemacht?", fragte Seifert.

Anzeige

Sollte eine Rückkehr in den Spielbetrieb zeitnah nicht möglich sein, müsse klar sein, "dass wir die Bundesliga auch in einigen Monaten nicht spielen werden. Dann wäre die Bundesliga irgendwann ein Kollateralschaden dieser Corona-Krise", sagte Seifert.

Seifert: Geisterspiele können Bundesliga am Leben erhalten

Geisterspiele ohne Zuschauer seien derzeit "die einzige Möglichkeit, die Bundesliga, wie wir sie kennen, am Leben zu erhalten. Ich bitte alle, die sich für die Bundesliga interessieren, dafür um Nachsicht und um Unterstützung", fügte Seifert hinzu.

Fan-Vertreter hatten zuletzt die Bemühungen der DFL um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs kritisiert. Andere Kritiker hatten den Bundesliga-Klubs vorgeworfen, im Rahmen ihres medizinischen Konzepts für den Neustart Corona-Testkapazitäten zu binden, die dann anderen Berufsgruppen nicht zur Verfügung stehen würden. Seifert erklärte dazu , dass das Volumen der Testkapazitäten des Profifußballs laut dem Robert-Koch-Institut "nur 0,4 Prozent der Gesamtkapazität" betragen würde. Überschüssige Testkapazitäten würden an die Gemeinschaft gehen.