17. Mai 2020 / 06:28 Uhr

Bundesliga-Neustart: Wann Ministerpräsidenten Weil und Kretschmer Fans zulassen wollen

Bundesliga-Neustart: Wann Ministerpräsidenten Weil und Kretschmer Fans zulassen wollen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (l.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer plädieren dafür, in der nächsten Bundesliga-Saison wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (l.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer plädieren dafür, in der nächsten Bundesliga-Saison wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen © (c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Seit Samstag hat die Bundesliga ihren Spielbetrieb zurück - wann folgen auch die Fans? Die aktuelle Saison wird mit Geisterspielen zum Abschluss gebracht, doch aus der Politik gibt es erste Stimmen, die sich mit einer Rückkehr der Anhänger beschäftigen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht von einem gelungenen Re-Start.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) plädieren dafür, in der nächsten Saison der Fußball-Bundesliga wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. "Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war“, erklärte Weil der Bild am Sonntag. Am Samstag hatte die höchste deutsche Spielklasse in leeren Stadien den Neustart nach langer Zwangspause wegen der Corona-Pandemie vollzogen.

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Kretschmer setzt sich zum Ziel, „dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken“, sagte er der Zeitung. "Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum.“

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Kretschmer: "Wir werden gerade leichtsinnig"

Der CDU-Politiker unterstrich aber, die Maßnahmen müssten „verhältnismäßig“ sein. Beschränkungen brauche es bei Ausbrüchen hoffentlich nur in einzelnen Kommunen oder Kreisen, aber nicht landes- oder gar bundesweit. Trotzdem warnte Kretschmer: "Wir werden gerade leichtsinnig und wiegen uns in einer falschen Sicherheit. Das Virus ist unter uns, jeder, der es bekommt, kann schwerstens erkranken.“

Die Sportwelt blickt auf die Bundesliga: Die Pressestimmen zum Restart

Die Rückkehr der Bundesliga aus der Corona-Zwangspause wurde auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. Zur Galerie
Die Rückkehr der Bundesliga aus der Corona-Zwangspause wurde auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. ©

Derweil hat Armin Laschet (CDU) den Wiedereinstieg der Bundesliga am Samstag als Erfolg gewertet. „Der Re-Start hat sich gelohnt. Es ist genau das vorsichtige Hineintasten in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident der ebenfalls Bild am Sonntag.

Laschet: "Fans und Ultras haben verantwortlich reagiert"

Die Liga habe ein perfektes Konzept vorgelebt. „Der Auftakt hat für viele Fans Fußball wieder möglich gemacht. Wenn alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen“, sagte Laschet. Dass Zuschauer-Ansammlungen vor den Stadien ausgeblieben sind, bezeichnete Laschet als Signal, dass „Fans und Ultras sehr verantwortlich reagiert haben“.