06. Mai 2020 / 17:21 Uhr

Politik gibt grünes Licht für Re-Start der Bundesliga - So reagiert das Netz: "Gesundheit egal" 

Politik gibt grünes Licht für Re-Start der Bundesliga - So reagiert das Netz: "Gesundheit egal" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
So reagiert das Netz auf den von der Politik erlaubten Bundesliga-Neustart.
So reagiert das Netz auf den von der Politik erlaubten Bundesliga-Neustart. © imago images/Sven Simon
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Nach rund zweimonatiger Corona-Pause kann die Bundesliga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Dies haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beschlossen. Einige Fans freuen sich auf die anstehenden Spiele, viele halten den Re-Start jedoch für problematisch. 

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Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch. Damit erhält die Deutsche Fußball Liga als Dachorganisation der 36 Profiklubs der 1. und 2. Liga die lange erhoffte Genehmigung für Geisterspiele.

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Womöglich könnte ab dem Wochenende am 16. und 17. Mai wieder der Ball in den Stadien rollen. Die Bundesliga-Saison ist seit Mitte März ausgesetzt, neun Spieltage sind noch zu absolvieren. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung will die DFL am Donnerstag darüber entscheiden, wie es weitergehen soll. Die DFL und Klubs freut die Genehmigung der Politik. Bei den Fans im Netz sorgt der Beschluss zum Re-Start jedoch für kontroverse Diskussionen. Einige Fans freuen sich in der Krisen-Zeit auf Bundesliga-Spiele und erhoffen sich dadurch eine Rückkehr zu etwas mehr Normalität.

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Er muss während der Corona-Krise einen der größten Tiefpunkte der Bundesliga-Geschichte meistern: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. ©

Doch es gibt auch viele kritische Stimmen zur Entscheidung der Politik. Sie werfen den Entscheidungsträgern mangelndes Fingerspitzengefühl vor, insbesondere weil öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kitas wegen der Krise nicht wie gewohnt betrieben werden können. "Die Bundesliga darf beginnen, während keine Kita und Schule im Regelbetrieb läuft. Keine Pointe", schreibt ein User. Auch die Posse um Hertha-Spieler Salomon Kalou und die positiven Corona-Tests von Profis lassen bei den Fans Zweifel aufkommen, ob ein Re-Start der Liga gesundheitlich sinnvoll ist. "Es geht lange nicht mehr um Sport. Das lächerliche Hygienekonzept hätte man auch gleich lassen können. Existenzen von Friseuren und Gastronomen zerplatzen, Profimillionäre und Investoren kassieren weiter. Gesundheit egal", schreib einer der User.

Der SPORTBUZZER zeigt weitere Netzreaktionen in einer Übersicht:

Die DFL strebt an, die Saison bis zum 30. Juni beenden zu können. Sie hatte von ihrer "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren. In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Tests in der 1. und 2. Liga zehn Corona-Fälle gegeben.