06. Mai 2020 / 18:22 Uhr

Bremens Bürgermeister spricht von hitziger Bundesliga-Debatte - und warnt vor zu frühem Start-Termin

Bremens Bürgermeister spricht von hitziger Bundesliga-Debatte - und warnt vor zu frühem Start-Termin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich für einen späteren Neustart-Termin der Bundesliga ausgesprochen.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich für einen späteren Neustart-Termin der Bundesliga ausgesprochen. © dpa/imago images/Nordphoto/Montage
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben der Bundesliga nach einer Telefonkonferenz grünes Licht für einen Neustart in der Corona-Krise gegeben. Andreas Bovenschulte war als Bürgermeister Bremens ebenfalls dabei - und berichtet, dass sich die Beteiligten deshalb "in die Wolle gekriegt" hätten.

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Doch keine einstimmige Entscheidung? In der Diskussion der Ministerpräsidenten über den Termin für den Re-Start der Bundesliga ist es nach Worten von Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) "ordentlich zur Sache" gegangen. Man habe sich bei diesem Thema in der gemeinsamen Telefonschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) regelrecht "in die Wolle" gekriegt, berichtete der Bremer.

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Bovenschulte sagte, er habe auch diesmal keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber Geisterspielen gemacht. Nach der Entscheidung habe er dann aber für einen Start am 20. oder 21. Mai geworben, sagte Bovenschulte am Mittwoch. Die Deutsche Fußball Liga und die überwiegende Zahl der Ministerpräsidenten hätten jedoch für den 15. Mai votiert. Als Kompromiss solle nun die DFL entscheiden. Die Liga hält am Donnerstag eine kurzfristig einberufene Videokonferenz mit den Verantwortlichen aller 36 Mitglieder ab - und wird dann mit größter Wahrscheinlichkeit das weitere Prozedere erläutern.

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Bovenschulte würde vor späterem Start-Termin der Bundesliga seinen "Hut ziehen"

Dabei gilt eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 15. Mai so gut wie sicher - doch laut Bremens Bürgermeister sei dieser Termin weder aus gesundheitlicher noch aus arbeitsschutzrechlicher Sicht sinnvoll, warnte Bovenschulte. Dieser Termin gehe wegen der knappen Vorbereitungszeit auf die Gesundheit der Spieler. Die DFL könne sich dennoch für den 21. Mai als Starttermin entscheiden und so zeigen, dass sie nicht wirtschaftliche Erwägungen über alles stelle, sondern den Arbeitsschutz und die Chancengleichheit in den Mittelpunkt stelle. "Dann würde ich meinen Hut ziehen", sagte Bovenschulte.

Ein möglicher Hintergrund für diese Haltung könnte - so berichtet die Bild - sein, dass Bundesliga-Klub Werder Bremen wegen der geringen Vorbereitungszeit nicht fit genug wäre. Werder hatte erst drei Tage später als alle anderen Teams mit dem Kleingruppen-Training begonnen. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verteilte im Video-Interview bei Bild deshalb eine Spitze: "Ohne was dazu zu sagen, Bremens Widerstand hat mich nicht gewundert", sagte der BVB-Boss.