10. Januar 2022 / 10:49 Uhr

BVB-Problem gelöst, Bayern nur durch Corona schlagbar: Fünf Erkenntnisse aus dem Bundesliga-Rückrundenstart

BVB-Problem gelöst, Bayern nur durch Corona schlagbar: Fünf Erkenntnisse aus dem Bundesliga-Rückrundenstart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während es für den BVB Grund zum Jubeln gab, haderte der FC Bayern.
Während es für den BVB Grund zum Jubeln gab, haderte der FC Bayern. © Getty Images (Montage)
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Der erste Spieltag im neuen Bundesliga-Jahr ist gespielt – und hat einiges offenbart. So ist der FC Bayern doch noch schlagbar, während der BVB sein Mentalitätsproblem endlich einmal besiegt hat. Fünf Erkenntnisse aus dem 18. Spieltag.

Der FC Bayern ist nur durch Corona zu stoppen

Der FC Bayern ist doch noch zu schlagen: Nach zuvor sieben Pflichtspielsiegen in Serie kassierte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach die dritte Saisonniederlage in der Bundesliga (1:2). Über der Pleite lag allerdings ein großer Schatten: Auf neun Profis mussten Nagelsmann und Co. nach positiven Corona-Tests verzichten. Da weitere Spieler wie etwa Leon Goretzka wegen Verletzungen nicht mitwirken konnten, standen insgesamt 13 Spieler aus dem Profikader nicht zur Verfügung. In München regte das Diskussionen über die Regularien der DFL an. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach am Sonntag im Sport1-Doppelpass gar von "Wettbewerbsverzerrung".

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BVB-Mentalitätsdebatte (vorerst) vorbei

Immer wieder kochte im Umfeld von Borussia Dortmund in den vergangen Wochen, Monaten und Jahren eine hitzige Debatte darüber hoch, ob der Mannschaft des Dauer-Bayern-Jägers die nötige Mentalität für den Titel in der Bundesliga fehlt. Am Samstagabend antwortete die Mannschaft von Trainer Marco Rose eindrücklich: Erst in der Schlussphase drehte der BVB das Spiel gegen Eintracht Frankfurt (3:2) und verkürzte den Abstand auf Branchenprimus FC Bayern so wieder auf sechs Punkte. Dass Stürmer-Star Erling Haaland sich zudem noch mit den Frankfurtern kabbelte ließ die Verantwortlichen ins Schwärmen geraten: "Erlings Einstellung in der Schlussphase war nicht nur gut, sondern top!", sagte Sportdirektor Michael Zorc gegenüber Sport1. "Genau das erwarte ich von ihm. Martin Hinteregger und er haben sich beide das ganze Spiel über beharkt. Solche Dinge gehören im Fußball dazu, wenn es in diesem Rahmen bleibt."

Schick weiter Lewandowski-Jäger Nummer eins

Nicht Erling Haaland – Patrik Schick ist Weltfußballer Robert Lewandowski am dichtesten auf den Fersen. Der Tscheche traf schon in der Hinrunde 16 Mal für Bayer Leverkusen – Hinserien-Rekord bei der Werkself. Auch zum Rückrunden-Auftakt gegen Union Berlin (2:2) blieb der 25-Jährige mit seinem 17. Tor erneut treffsicher. In der Torjäger-Liste steht er nur drei Zähler hinter Bayern-Ass Lewandowski (20) – und vier Tore vor Dortmunds Haaland (13).


Wolfsburg und Kohfeldt im freien Fall

Zunehmend dünn wird die Luft beim VfL Wolfsburg für Trainer Florian Kohfeldt. Am Sonntag setzte es gegen Aufsteiger VfL Bochum die achte (!) Pflichtspiel-Niederlage in Folge (0:1). Nach dem Experiment mit Mark van Bommel gelang es auch Nachfolger Kohfeldt bisher nicht, Konstanz ins Team der Niedersachsen zu bringen. Trotz der Horror-Serie glaubt der Ex-Bremer aber weiterhin an Erfolg mit dem VfL: "Ich bin absolut sicher, dass ich gegen Hertha auf der Bank sitzen werde", sagte er mit Blick auf das kommende Wochenende.

Der Rasen im Olympiastadion erhitzt auch im neuen Jahr die Gemüter

"Der Platz war unwürdig für einen Bundesligisten. Es war eine Lehmwiese da und dann spielst du noch so", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke schon im Dezember nach dem Gastspiel seiner Dortmunder bei der Hertha im Berliner Olympiastadion. Und das Greenkeeping konnte den Rasen in der Haupstadt auch über die Winterpause nicht wesentlich verbessern – wieder gab es Stunk vom Gegner. "Das ist eine Katastrophe, ganz ehrlich", sagte Köln-Trainer Steffen Baumgart am Sonntag nach dem Auswärtsspiel in der Hauptstadt, das sein FC anders als der BVB wenigstens gewann. Immerhin: Nun wird rechtzeitig zum Pokal-Derby gegen Union Berlin ein neuer Rasen in der Hertha-Heimspielstätte verlegt.