19. März 2020 / 19:37 Uhr

Exklusiv! Drei Modelle: Das ist der EM-Geheimplan für Bundesliga und 2. Liga

Exklusiv! Drei Modelle: Das ist der EM-Geheimplan für Bundesliga und 2. Liga

Heiko Ostendorp und Dirk Tietenberg
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Quadratur des Kreises? DFL-Geschäftsführer Christian Seifert muss für die Bundesliga und die 2. Liga eine neue Strategie finden.
Die Quadratur des Kreises? DFL-Geschäftsführer Christian Seifert muss für die Bundesliga und die 2. Liga eine neue Strategie finden. © imago images/Montage
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Die DFL plant nach SPORTBUZZER-Informationen mit drei Modellen für eine mögliche Fortsetzung von Bundesliga und 2. Liga. Ein Szenario ist an den Austragungsmodus der Europameisterschaft angelehnt.

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In allen europäischen Top-Ligen ruht aufgrund der Corona-Krise der Ball – und überall bastelt man bereits an Notfallplänen, wie es weitergehen könnte. Wie der SPORTBUZZER erfuhr, werden in Deutschland aktuell drei Szenarien diskutiert: Zwei davon sind relativ naheliegend und wurden den Vertretern der 36 Profiklubs bereits am Dienstag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL präsentiert. Doch der dritte Plan ist spektakulär und überraschend zugleich.

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Der SPORTBUZZER kennt das ungewöhnliche Modell. Unter den Klubs wird über eine an den EM-Modus angelehnte Austragung nachgedacht. Soll heißen: Die DFL legt fixe Austragungsorte in allen Regionen fest, von Nord nach Süd, von West nach Ost. Beispielsweise München für den Süden oder Dortmund für den Westen. An diesen Spielorten soll der Rest der Saison dann in kürzester Zeit mit mehreren Partien täglich durchgezogen werden – ähnlich wie bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft.

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Analog zu diesen Turnieren würden dann auch Hotels exklusiv für die Mannschaften der Bundesliga und der 2.Liga geblockt, die Teams würden nur zum Spiel in die Stadien gebracht – und direkt danach wieder weg. So blieben mögliche Kontakte mit anderen Menschen komplett aus.

Bundesliga-Saison könnte in 16 Tagen zu Ende gespielt werden

Ein zweites Szenario ist das Eil-Modell: Jeden Tag gibt es Spieltage in den ersten beiden Ligen an den jeweiligen Heimstandorten. Die Frequenz würde enorm erhöht, zwei Tage später stünde für die Vereine bereits die nächste Begegnung an. *So könnte man die Saison in nur 16 Tagen zu Ende bringen. *

Geisterspiele: Diese Partien wurden bereits ohne Zuschauer ausgetragen

Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  Zur Galerie
Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  ©

Das dritte Szenario wäre das „Englische Modell“. Der Rest der Saison wird komplett in englischen Wochen gespielt. Damit wäre die Saison innerhalb von vier Wochen zu Ende.

DFL-Boss Seifert: „Geisterspiele sind die einzige Überlebenschance“

Welches der Modelle am wahrscheinlichsten ist, ist aufgrund der sich ständig wechselnden Lage derzeit nicht absehbar. Fakt ist, dass alle Klubs maximales Interesse daran haben, die Saison auf jeden Fall zu Ende zu spielen – wann und wie auch immer. Ebenfalls Fakt ist allerdings auch, dass alle Partien ohne Zuschauer stattfinden müssten. DFL-Boss Christian Seifert sagte bereits am Dienstag: „Geisterspiele sind die einzige Überlebenschance.“

Am 31. März trifft sich die Liga erneut mit den Klubvertretern, dann sollen diese und mögliche andere Modelle diskutiert und möglicherweise bereits eine Entscheidung getroffen werden. Klar ist aber auch, dass der Ball überhaupt erst wieder rollen kann, wenn auch die Politik und die Behörden dafür ihr Okay gegeben haben.