25. Juni 2020 / 06:36 Uhr

Bundesliga-Schiedsrichter Dankert über Geisterspiele: "Wie in Kreisliga-Zeiten"

Bundesliga-Schiedsrichter Dankert über Geisterspiele: "Wie in Kreisliga-Zeiten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fühlt sich in seine Anfangszeit als Schiedsrichter zurück versetzt: Bastian Dankert.
Fühlt sich in seine Anfangszeit als Schiedsrichter zurück versetzt: Bastian Dankert. © Karina Hessland-Wissel/Getty Images
Anzeige

Keine Fans im Stadion - das ist nicht nur für die Spieler ungewohnt. Auch für Schiedsrichter Bastian Dankert sind die aktuellen Geisterspiele in der Bundesliga eine Umgewöhnung. Er fühle sich 20 Jahre in der Zeit zurück versetzt, wie er sagte.

Anzeige

Schiedsrichter Bastian Dankert hat sich bei seiner Geisterspiel-Premiere nach der Corona-Pause in die Kreisliga zurückversetzt gefühlt. „Als ich das erste Spiel gepfiffen habe, ging es mir so, als wäre ich 20 Jahre zurückversetzt worden, als wenn ich in der Kreisliga B wieder vor 20 Zuschauern pfeife“, sagte Dankert. Sein erstes Spiel nach der Zwangspause war der 2:0-Sieg des FC Bayern München beim 1. FC Union Berlin.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Er nehme die Zweikämpfe intensiver wahr, wenn einem Spieler etwa auf den Fuß getreten werde. „In den Stadien hallt es dann auch sehr nach, wenn man die Anweisungen der Trainer oder Offiziellen lautstark hört. In der ersten Viertelstunde war es willkommen zurück in der Kreisliga. Aber man gewöhnt sich sehr schnell daran“, sagte der 40-Jährige.

Bei den Geisterspielen fehle es etwas an Adrenalin. Dies würde fünf Prozent ausmachen, wenn man in ein Stadion gehe. „Das merkt man auch am Trainerverhalten. Es gibt Trainer, die sitzen jetzt plötzlich 90 Minuten auf ihrer Trainerbank, die bei Spielen mit Zuschauerbeteiligung 90 Minuten stehen“, sagte der Referee.