25. April 2021 / 10:11 Uhr

"Bitte lasst ihn weitermachen": So reagiert die Bundesliga auf das Aus von Schiedsrichter Gräfe

"Bitte lasst ihn weitermachen": So reagiert die Bundesliga auf das Aus von Schiedsrichter Gräfe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter Manuel Gräfe genießt in der Bundesliga ein hohes Ansehen.
Schiedsrichter Manuel Gräfe genießt in der Bundesliga ein hohes Ansehen. © IMAGO/Eibner
Anzeige

Manuel Gräfe ist im vergangenen Jahr 47 Jahre alt geworden. Aufgrund der Altersbegrenzung für DFB-Schiedsrichter muss er zum Saisonende Schluss machen. Bei Bundesliga-Profis und TV-Experten sorgt das für Bedauern.

Anzeige

Die Karriere von Manuel Gräfe als DFB-Hauptschiedsrichter ist am Saisonende vorbei. Mit 47 Jahren überschreitet der langjährige Bundesliga-Referee die vom DFB festgelegte Altersbegrenzung. Bundesliga-Profis, Trainer und TV-Experten sind sich einig: Gräfe muss der Schiedsrichter-Gilde auch nach Ablauf der Spielzeit erhalten bleiben. "Nein, er darf nicht aufhören. Er muss weitermachen. Er ist ein super Schiri. Es ist völlig egal, wie alt er ist. Wenn er gute Entscheidungen trifft und noch gut über den Platz kommt, so lange ist alles gut", erklärte Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann im Anschluss an das TSG-Remis gegen den SC Freiburg (1:1) am Samstag bei Sky.

Anzeige

Lobeshymnen gab es auch vonseiten eines Freiburg-Akteurs. "Der Herr Gräfe ist einer der besten Schiedsrichter in Deutschland, wenn nicht sogar der beste. Da muss man mal drüber nachdenken, ob so jemand nicht noch ein bisschen länger Schiedsrichter sein darf. Er ist fit, eine überragende Leitung auf dem Platz. Ich würde da mal eine Lanze brechen und sagen: Bitte lasst ihn noch ein bisschen weitermachen", sagte Kapitän Christian Günter.

Gräfe hatte die Partie der beiden Klubs aus dem Tabellenmittelfeld der Bundesliga als Hauptschiedsrichter geleitet. Neben den Spielern plädierte im Nachgang auch Freiburg-Trainer Christian Streich für eine Fortsetzung von Gräfes aktiver Karriere. "Natürlich würden wir es als Trainer und Spieler gut finden, wenn die guten und sehr guten Schiedsrichter, die viel Erfahrung haben, so lange pfeifen können, wie es körperlich geht", so Streich. Laut der Statuten kann der ehemalige FIFA-Referee ab der neuen Saison, genauso wie seine Kollegen Guido Winkmann und Markus Schmidt, nur noch als Video-Assistent eingesetzt werden.

Der enorme Zuspruch aus der Bundesliga dürfte auch bei Gräfe angekommen sein. Sky-Experte Dietmar Hamann betonte, dass eine derartige Vielzahl an Fürsprechern "nicht gewöhnlich" sei. Zurückzuführen sei es laut dem 47-Jährigen auf die Verdienste des Spielleiters in der Vergangenheit. "Er ist mit Aytekin für mich der Beste. Es ist schade, wenn er im Sommer wirklich aufhören muss", sagte Hamann.