17. Oktober 2019 / 21:56 Uhr

Bericht: Anweisung vom DFB - So sollen die Bundesliga-Schiedsrichter mit dem Salut-Jubel umgehen

Bericht: Anweisung vom DFB - So sollen die Bundesliga-Schiedsrichter mit dem Salut-Jubel umgehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Profi-Schiedsrichter haben offenbar klare Anweisungen bekommen, wie sie bei einem Salut-Jubel zu verfahren hätten
Die deutschen Profi-Schiedsrichter haben offenbar klare Anweisungen bekommen, wie sie bei einem Salut-Jubel zu verfahren hätten © Getty/dpa/Montage
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Einem Bericht zufolge haben die deutschen Profi-Schiedsrichter vor dem anstehenden Bundesliga-Spieltag Anweisungen bekommen, wie sie mit möglichen Salut-Jubeln umgehen sollen - Karten oder gar Platzverweise sind vorerst nicht geplant. 

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Im Ärger um den Salut-Jubel der türkischen Nationalmannschaft für die Soldaten im umstrittenen Syrien-Feldzug der Türkei ermittelt inzwischen sogar die UEFA. Die Schiedsrichter in den deutschen Profi-Ligen sollen Spieler, die den umstrittenen Salut-Jubel ausführen, aber offenbar nicht verwarnen. Wie die Bild berichtet seien die Schiedsrichter am Donnerstag stattdessen dazu angewiesen worden sein, Spieler, die den Jubel ausführen, in den Spielbericht aufzunehmen.

Soll zwar zunächst auf eine Gelbe oder Rote Karte für den Jubel verzichtet werden, könnte so aber trotzdem das DFB-Sportgericht ermitteln. Strafen könnten dann noch im Nachhinein ausgesprochen werden.

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Auslöser der Debatte um den "Soldatengruß" war der Jubel der türkischen Nationalmannschaft bei den Spielen gegen Albanien und Frankreich in der vergangenen Länderspielpause. Die türkischen Spieler wollten damit ihre Solidarität mit den Soldaten zeigen, die in Syrien bei einer umstrittenen türkischen Militäroffensive im Einsatz sind. "Politische Äußerungen sind in den Regularien verboten. Deshalb werden wir dem Verdacht definitiv nachgehen", hatte UEFA-Pressechef Philip Townsend der italienischen Nachrichtenagentur ANSA schon nach dem ersten Salut der türkischen Spieler nach dem 1:0-Siegtreffer von Cenk Tosun gegen Albanien am 11. Oktober gesagt. Trotzdem zeigte die Mannschaft den Jubel auch danach noch beim Frankreich-Spiel.

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Waffenruhe könnte Salut-Jubel in der Bundesliga verhindern

Auch die Bundesliga-Profis Kaan Ayhan, Kenan Karaman (beide Fortuna Düsseldorf) und Ozan Kabak (FC Schalke 04) waren mit auf dem Lehrgang der türkischen Auswahl und zeigten den Jubel. Ayhan weigerte sich beim 1:1 in Frankreich aber, nach seinem Treffer zum Ausgleich erneut mit den Teamkollegen zu salutieren.

Indes könnte sich das Thema vor dem Spieltag bereits von selbst erledigt haben - zumindest vorerst: Wie der amerikanische Vize-Präsident Mike Pence am Donnerstag bekannt gab, haben sich die USA und die Türkei auf eine fünftägige Waffenruhe geeinigt. Anlass für Bundesliga-Spieler, den Jubel am 8. Spieltag zu zeigen dürfte es daher ohnehin nur wenig geben.

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