06. März 2021 / 15:43 Uhr

Bundesliga-Serie gerissen: Wolfsburgs Casteels nach 673 Minuten bezwungen

Bundesliga-Serie gerissen: Wolfsburgs Casteels nach 673 Minuten bezwungen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nach 673 Bundesliga-Minuten mal wieder bezwungen: VfL-Keeper Koen Casteels.
Nach 673 Bundesliga-Minuten mal wieder bezwungen: VfL-Keeper Koen Casteels.
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Es ist vorbei! Die Zu-null-Serie des VfL Wolfsburg ist gerissen. Das Team von Trainer Oliver Glasner kassierte nach 673 gegentorlosen Bundesliga-Minuten mal wieder ein Treffer.

Jetzt ist die Zu-null-Serie auch in der Bundesliga gerissen: Nachdem der VfL Wolfsburg beim Pokal-Aus in Leipzig schon zwei Gegentore kassiert hatte, musste Torhüter Koen Casteels auch am Samstag bei 1899 Hoffenheim (Endstand: 1:2) hinter sich greifen. Nach 673 unbezwungenen Minuten sorgte Christoph Baumgartner (zimmerte den Ball unter die Latte) nach Zuspiel von Pavel Kaderabek mit seinem Treffer in der 8. Spielminute dafür, dass der Belgier mit seiner Jagd auf Uralt-Rekordhalter Timo Hildebrand neu anfangen muss.

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Unter der Woche hatte sich Hildebrand, der die Bestmarke (885 Minuten) saisonübergreifend vor fast 18 Jahren mit dem VfB Stuttgart aufgestellt hatte, noch per Videobotschaft an Casteels und den VfL gewandt. "Lieber Koen Casteels, lieber VfL Wolfsburg", hatte der Ex-Nationaltorhüter dort gesagt, "auch ihr vollbringt gerade Rekordverdächtiges. Wenn ihr die Null in den nächsten zweieinhalb Spielen auch noch haltet, habt ihr unseren Rekord mehr als verdient." Doch daraus wurde nichts, Baumgartner beendete die Zu-null-Serie der Wolfsburger.

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Sorgen hatte sich Hildebrand aber ohnehin nicht gemacht. "Weil es mir nicht wirklich wichtig ist", sagte der gebürtige Wormser jüngst. Nun kann er sich auch erst mal wieder entspannt zurücklehnen. Dass der VfL 873 Minuten gegentorlos blieb sei für Casteels "ein Verdienst der ganzen Mannschaft", so hatte er nach dem 2:0-Sieg gegen Hertha vor einer Woche gesagt. "Wir lassen sehr wenig Torchancen zu. Das machen wir richtig gut. Die Kombination aus früh angreifen und mal etwas tiefer zu stehen, gelingt uns ganz gut, damit der Gegner zu wenig Torchancen kommt." Diesmal hat die erste von durch Baumgartner aber gereicht.

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Mit dem Rekord hat es zwar nicht ganz geklappt, in der ewigen Rangliste der längsten Zu-null-Serien belegt Casteels jetzt aber immerhin Platz sechs. Schon vor dem Hoffenheim-Spiel war Wolfsburgs Nummer 1 an den Fußball-Größen Uli Stein (HSV), Tim Wiese, Oliver Reck (beide Werder Bremen) und Frank Rost (Schalke 04) vorbeigezogen - und bleibt jetzt hinter den Welttorhüter Manuel Neuer und Oliver Kahn (beide hatten sogar zwei längere Serien) und eben Hildebrand.