17. Juni 2022 / 09:07 Uhr

WM-Pause und andere Herausforderungen: So entsteht der neue Bundesliga-Spielplan 2022/23

WM-Pause und andere Herausforderungen: So entsteht der neue Bundesliga-Spielplan 2022/23

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die neue Bundesliga-Saison wirft bereits ihre Schatten voraus. 
Die neue Bundesliga-Saison wirft bereits ihre Schatten voraus.  © IMAGO/Zink/Getty Images (Montage)
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Die Deutsche Fußball Liga veröffentlicht am Freitag die Spielpläne für die 1. und 2. Bundesliga. Komplizierter und herausfordernder wird die Erstellung diesmal durch die zweimonatige Winterpause wegen der Weltmeisterschaft in Katar im November und Dezember.

Für Millionen von Fans und die 36 Klubs der beiden Bundesligen ist dieser Freitag ein wichtiger Tag. Die Deutsche Fußball Liga wird um 12 Uhr die Spielpläne für die Saison 2022/23 veröffentlichen. Wegen der Weltmeisterschaft vom 21. November bis 18. Dezember in Katar muss eine zweimonatige Winterpause eingelegt werden. Für die DFL-Experten ist die Spielplan-Gestaltung – wenn auch mit Computer-Hilfe – deshalb eine besonders komplexe Tüftelei.

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Start in die Saison: Fest steht, dass die Bundesliga am 5. August loslegt und Meister FC Bayern das Eröffnungsspiel bestreiten wird. Berichten zufolge geht es für die Münchner zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt. Die 2. Bundesliga startet bereits am 15. Juli.

Eckdaten der neuen Spielzeit: Da die WM im Wüstenstaat Katar aus klimatischen Gründen nicht im Sommer ausgetragen werden kann, sondern erst im Winter, muss eine zweimonatige Winterpause eingelegt werden. Deshalb wird die Hinrunde in der Bundesliga nach dem 15. Spieltag und die der 2. Liga nach dem 17. Spieltag (11. bis 13. November) unterbrochen. Nach der Winterpause geht es im Oberhaus am 20. Januar und in der 2. Liga am 27. Januar weiter. Die Saison endet jeweils am 27./28. Mai 2023.

Software statt Bleistift: Die Zeiten, dass der Bundesliga-Spielplan mit den 612 Partien an 34 Spieltagen per Hand mittels "englischem Schlüssel" erstellt wurde, ist längst vorbei. Jedem Klub war eine Zahl zwischen 1 und 18 zugeordnet und in ein Schema eingepasst worden. Daraus ergaben sich automatisch die Begegnungen. Eine eigens für die Spielpläne-Erstellung entwickelte Software macht vieles einfacher – aber die DFL-Planer nicht überflüssig.

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Mehr als Computer-Logik: Nur nach Schema F geht es nämlich nicht. Es gibt viele Interessen, Vorgaben und nicht Voraussehbares, was berücksichtigt werden muss. Dazu zählen Probleme mit Fans (z. B. bei Risikospielen), Anforderungen von Sicherheitsorganen, Wünsche von Kommunen und Städten, Stadionbetreibern oder Medienpartnern der DFL. Außerdem sollen benachbarte Klubs wie Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin oder der FC Schalke und Borussia Dortmund versetzt zu ihren Heimspielen angesetzt werden. Einbezogen werden müssen zudem parallele andere Großveranstaltungen und Feiertage.

Europäische Wettbewerbe: Die Bundesliga-Spielpläne müssen auch mit den Rahmenterminkalendern der europäischen Fußball-Union UEFA und des Weltverbandes FIFA abgestimmt sein. Die Bundesligisten sind in der Champions League, Europa League und der Conference League vertreten, deren Spiele an Wochentagen ausgetragen werden. Ein Klub, der am Donnerstag in der Europa League spielt, soll nicht direkt am Samstag wieder antreten oder am Sonntag, wenn die Champions-League am kommenden Dienstag terminiert ist.

Pokal und Supercup: Hinzu kommen die Termine des DFB-Pokals. Die 1. Runde wird in der nächsten Saison zwischen dem 29. Juli und 1. August ausgetragen. An jenem Wochenende wird am Samstag (30. Juli) auch der Supercup zwischen dem deutschen Meister Bayern München und DFB-Pokalsieger RB Leipzig über die Bühne gehen. Ihre beiden Partien der ersten DFB-Pokalrunde sind für den 30. und 31. August terminiert. Das Pokalfinale findet am 3. Juni 2023 in Berlin statt.

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