11. Mai 2020 / 19:28 Uhr

Fünf Tage vor dem Bundesliga-Start: Schiedsrichter erstmals auf Corona getestet

Fünf Tage vor dem Bundesliga-Start: Schiedsrichter erstmals auf Corona getestet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wurden auch auf den Coronavirus getestet: Die Bundesliga-Schiedsrichter
Wurden auch auf den Coronavirus getestet: Die Bundesliga-Schiedsrichter © Christof Koepsel/Getty Images, Imago Images, Montage
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Die Bundesliga-Schiedsrichter wurden bislang nicht auf das Coronavirus getestet - anders als die Spieler der Vereine. Dies wurde am Montag nachgeholt. Fünf Tage vor dem Re-Start der Liga wurden Deniz Aytekin und Co. getestet.

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Die Bundesliga-Schiedsrichter für das kommende Wochenende haben sich am Montag ersten Tests auf das Coronavirus unterzogen. Eine zweite Reihe ist wie geplant am Tag vor den jeweiligen Spielen des Unparteiischen vorgesehen.

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Ist der Befund negativ, dann wird die Ansetzung bestätigt. Ist der Befund nicht negativ, dann muss der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent vom Spiel zurückgezogen werden und ein anderer Schiedsrichter die entsprechende Position im Schiedsrichter-Team übernehmen“, sagte Lutz Michael Fröhlich, Chef der Elite-Referees beim Deutschen Fußball-Bund, in einem Interview auf dfb.de.

Reserve-Schiedsrichter stehen parat

„Nach Beratung mit den medizinischen Experten gehen wir im Moment davon aus, dass das eher die Ausnahme sein wird. Für diese Ausnahmefälle werden wir eine kleine Anzahl von Personen als Reserve vorhalten, die auch getestet werden und dann gegebenenfalls am Spieltag einspringen könnten“, erklärte Fröhlich weiter. Man sei für alle Partien personell nach wie vor so aufgestellt, dass auch einer aus dem angesetzten Team noch eine Spielleitung übernehmen könnte.

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Die Schiedsrichter erhalten in dieser Woche noch eine Präsentation speziell zum Thema „Spiele ohne Zuschauer“, damit sie sich mit der veränderten Geräuschkulisse bei Geisterspielen vertraut machen können.

Corona-Tests auch für Bundesliga-Schiedsrichter

Am vergangenen Donnerstag erklärte DFL-Boss Christian Seifert: "Selbstverständlich wird es für Schiedsrichter, Linienrichter und vierte Offizielle ebenfalls hygienische und medizinische Anforderungen geben". Im Videokeller würden zudem bauliche Maßnahmen durchgeführt werden, um auch dort den Arbeitsschutz und den Infektionsschutz der Mitarbeiter sicherzustellen, so Seifert.

Außer Kraft setzt der DFB vorerst seine Regel, wonach Referees nicht Spiele in ihren Landesverbänden pfeifen dürfen - damit ihnen lange Anreisen erspart bleiben. Nicht leiten dürfen sie aber weiterhin Spiele in ihrem Wohnort.