23. April 2020 / 22:56 Uhr

Bericht: Bundesliga-Klubs erhalten zunächst ein Drittel der TV-Gelder - Letzte Rate wird aufgeteilt

Bericht: Bundesliga-Klubs erhalten zunächst ein Drittel der TV-Gelder - Letzte Rate wird aufgeteilt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die TV-Gelder der Bundesliga werden laut Kicker zunächst anders als üblich verteilt.
Die TV-Gelder der Bundesliga werden laut "Kicker" zunächst anders als üblich verteilt. © imago images/Sven Simon
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Die Bundesliga-Klubs müssen laut eines Berichts des "Kicker" weiter mit ihrem Geld haushalten. Die letzte Rate der TV-Gelder soll aufgeteilt werden - und später pro Spieltag ausbezahlt werden.

Die DFL hat sich mit "fast allen" Medienpartnern auf eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien geeinigt. "Es wird möglich sein, den Klubs Liquidität bis 30. Juni zukommen zu lassen", sagte DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstag. "Erste Zahlungen sollen im Mai kurzfristig ausgelöst werden", ergänzte er - laut eines Berichts des Kicker soll nun auch die Art der Verteilung feststehen.

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So berichtete das Magazin am Donnerstagabend, dass die 36 Klubs aus der ersten und zweiten Liga erst mal rund ein Drittel der Summe erhalten, die für den letzten Saisonabschnitt seitens der Medienpartner noch fällig wäre bei vertragsgemäßer Beendigung der Saison. Der Rest soll laut dem Magazin partiell pro ausgetragenem Spieltag ausbezahlt werden. Zudem sollen zukünftig den TV-Einnahmen Reserven für Notfälle gebildet werden.

Eurosport soll Rate an DFL verweigern

"Wir haben intensive Gespräche geführt, die waren geprägt von Respekt", sagte Seifert nach der Mitgliederversammlung. Es wurden auch Vereinbarungen getroffen, wie damit umzugehen ist, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können. Klar ist auch: Sollte die Saison nicht wieder starten, greifen gewisse Mechanismen zur Rückzahlung."


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Aber ein Makel bleibt: eine Vereinbarung konnte nur "mit einer Ausnahme" (Seifert) erzielt werden - und laut Sport Bild soll es sich dabei um Eurosport handeln. Dies deckt sich mit SPORTBUZZER-Informationen. Demnach stehen der Liga von dem zu Discovery gehörenden Medienunternehmen noch 70 Millionen Euro zu. Weil Eurosport und dessen Mutterkonzern auch die Rechte an den Olympischen Spielen halten, diese aber um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben wurden, muss der Sender mit erheblichen finanziellen Einbußen rechnen. Mit dem Event in Tokio verschiebt sich naturgemäß auch die Vermarktung - also fehlt Geld, dass für dieses Jahr eingeplant war.