14. Dezember 2019 / 09:18 Uhr

Bericht: Klub-Bosse setzen bei TV-Rechten der Bundesliga auf Milliarden-Vertrag mit Sky

Bericht: Klub-Bosse setzen bei TV-Rechten der Bundesliga auf Milliarden-Vertrag mit Sky

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bislang überträgt Sky, wie hier beim FC Bayern, nahezu alle Spiele in der Bundesliga.
Bislang überträgt Sky, wie hier beim FC Bayern, nahezu alle Spiele in der Bundesliga. © imago images/ActionPictures
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Im Frühjahr 2020 werden die Rechte für die Übertragung von Bundesliga-Spielen neu vergeben. Der bisherige Platzhirsch Sky steht nach dem Verlust der Rechte an der Champions League unter Druck - und hat mit DAZN, Amazon und der Telekom starke Konkurrenz.

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Nach dem Verlust der Champions-League-Rechte, die ab der 2021 an die Streaming-Anbieter DAZN und Amazon gehen, steht Pay-TV-Sender Sky massiv unter Druck. Schon im Frühjahr 2020 werden auch die Übertragungsrechte für die Bundesliga vergeben. Eine weitere Niederlage im Wettbieten kann sich Sky kaum erlauben. Nach Informationen der Bild hoffen die Bundesliga-Verantwortlichen deshalb auf hohe Einnahmen für die 18 Klubs im deutschen Fußball-Oberhaus.

Sky: DAZN und Amazon als Konkurrenten

Bislang zahlt Sky jährlich 876 Millionen Euro für die Rechte, die Bundesliga-Spiele live übertragen zu dürfen. Schon jetzt muss sich der Pay-TV-Riese die Liga aber mit dem Streaming-Anbieter DAZN teilen, der alle 30 Freitagsspiele und je fünf Sonntags- und Montagsspiele zeigt. Die Online-Plattform zählt gemeinsam mit Digitalriesen wie Amazon auch bei der kommenden Vergabe zu den größten Konkurrenten von Sky.

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Auch die Telekom, die sich zuletzt die Rechte für die Heim-EM 2024 gesichert hat, gilt als möglicher Anwärter im Wettbieten. "Grundsätzlich gilt, dass wir Rechte genau prüfen und dann entscheiden, was bei uns passt und vor allem, was wirtschaftlich sinnvoll ist. Aktuell sind wir mit unserem Portfolio sehr zufrieden", ließ Telekom-Content-Chef Henning Stiegenroth im Interview mit der Sport Bild verlauten.

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Die Bild rechnet deshalb mit einem neuen Rekordvertrag mit Sky in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro pro Jahr. Das wären dann jährlich 134 Millionen mehr, als der Pay-TV-Sender der DFL aktuell zahlt. Im internationalen Vergleich wäre allerdings selbst dann der Rückstand auf die Top-Ligen aus Spanien und England immer noch enorm. In der vergangenen Saison flossen insgesamt rund 1,42 Milliarden Euro an die 20 Klubs der La Liga. Noch extremer sieht es in der Premier League aus: Liverpool, Manchester City und Co. kassierten 2018/19 wahnwitzige 2,94 Milliarden Euro aus der Vermarktung der TV-Rechte.

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