17. April 2021 / 10:53 Uhr

Der Kampf um den Bundesliga-Verbleib: Das Restprogramm der Abstiegskandidaten im Überblick

Der Kampf um den Bundesliga-Verbleib: Das Restprogramm der Abstiegskandidaten im Überblick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arminia Bielefeld, Schalke 04 und Hertha BSC stecken im Abstiegskampf.
Arminia Bielefeld, Schalke 04 und Hertha BSC stecken im Abstiegskampf. © Peters/Witters/Pool via David Inderlied/Kirchner-Media/ULMER (Montage)
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Vor dem Endspurt der Bundesliga-Saison rücken die ersten Entscheidungen im Abstiegskampf näher. Wer muss den bitteren Gang in die 2. Liga antreten? Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über das Restprogramm der Klubs im Rennen um den Liga-Verbleib.

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11. TSG Hoffenheim (32 Punkte)

Hoffenheim ist als Tabellenelfter von den Mannschaften im unteren Part aktuell das Team mit dem geringsten Kontakt zur Abstiegszone. Dennoch beträgt der Abstand auf Platz 16 lediglich sechs Zähler. Gegen RB Leipzig gelang mit dem 0:0 zuletzt ein Achtungserfolg, der auf der Zielgeraden für den nötigen Rückenwind sorgen könnte. Mit Schalke, Bielefeld und Hertha haben die Sinsheimer auf dem Zettel noch drei vermeintlich dankbare Gegner. In diesen Duellen gilt es, den Klassenerhalt vollends zu sichern.

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  • TSG Hoffenheim – Borussia Mönchengladbach (21.04.)
  • SC Freiburg – TSG Hoffenheim (24.04.)
  • TSG Hoffenheim – Schalke 04 (08.05.)
  • Arminia Bielefeld – TSG Hoffenheim (15.05.)
  • TSG Hoffenheim – Hertha BSC (22.05.)

12. FC Augsburg (32 Punkte)

Auch beim FC Augsburg ist das Tabellenbild trügerisch, denn vollends gesichert ist der FCA trotz Platz zwölf noch nicht. Sechs Punkte sind es bei den noch ausstehenden sechs Spielen bis zu Relegationsplatz 16. Der Patzer gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schalke 04 (0:1) sorgt vor dem Endspurt für durchwachsene Laune in der Fuggerstadt. Der Blick auf das Restprogramm zeigt aber: Der FCA hat den Klassenerhalt selbst in der Hand. Schon an diesem Spieltag mit Bielefeld, danach noch mit Köln und Werder Bremen, stehen direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller auf dem Programm. Da gilt es die nötigen Punkte einzufahren.

  • FC Augsburg – Arminia Bielefeld (17.04.)
  • Eintracht Frankfurt – FC Augsburg (20.04.)
  • FC Augsburg – 1. FC Köln (23.04.)
  • VfB Stuttgart – FC Augsburg (09.05.)
  • FC Augsburg – Werder Bremen (15.05.)
  • FC Bayern – FC Augsburg (22.05.)

13. Werder Bremen (30 Punkte)

Werder Bremen ist das einzige Team im Abstiegskampf, das noch auf zwei Hochzeiten tanzt. Im DFB-Pokal schaffte die Mannschaft von Florian Kohfeldt den Sprung ins Halbfinale, trifft dort auf RB Leipzig, gegen das man am vergangenen Spieltag mit 1:4 verlor. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist sechs Spieltage vor dem Saisonende auf vier Punkte zusammengeschmolzen. "Wir brauchen noch Minimum zwei Siege und müssen in den nächsten Spielen Punkte holen." Und trotz der pikanten Gegner Dortmund, Mainz, Union Berlin, Leverkusen, Augsburg und Gladbach, für die es fast alle noch um den Ligaverbleib oder die Europacup-Teilnahme geht, hält Kohfeldt sein Team für stabil und nervenstark genug, um diese zwei Siege auch zu holen. "Die größte Sorge, die ich habe, ist: Dass wir uns verlieren. Dass wir unsere Leistung verlieren und nur noch vogelwild spielen. Ich sehe dafür aber keine Anzeichen", sagte er.

  • Borussia Dortmund – Werder Bremen (18.04.)
  • Werder Bremen – Mainz 05 (21.04.)
  • Union Berlin – Werder Bremen (24.04.)
  • Werder Bremen – RB Leipzig (DFB-Pokal-Halbfinale, 30.04.)
  • Werder Bremen – Bayer Leverkusen (08.05.)
  • mögliches DFB-Pokalfinale (13.05.)
  • FC Augsburg – Werder Bremen (15.05.)
  • Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach (22.05.)

14. 1. FSV Mainz 05 (28 Punkte)

Trainer Bo Svensson will beim FSV Mainz 05 nach dem so wichtigen Sieg in Köln nicht den Hauch von Euphorie aufkommen lassen. Einen Tag nach dem 3:2 beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf warnte der Däne eindringlich vor einem Nachlassen. "Wir haben noch sechs Spieltage. Ich habe die Kölner sehr stark gesehen und würde sie auf keinen Fall abschreiben", sagte der 41-Jährige. Der Klub hat als Tabellen-14. nun zwei Punkte Vorsprung auf den Verfolger aus Berlin und auf den Relegationsplatz mit Arminia Bielefeld. Im Schlussspurt warten mit Bayern, Frankfurt, dem BVB und Wolfsburg gleich vier Top-Kaliber. Die richtungsweisende Partie gegen Hertha wird zunächst verlegt.

  • Mainz 05 – Hertha BSC (18.04.) (verlegt, Termin offen)
  • Werder Bremen – Mainz 05 (21.04.)
  • Mainz 05 – FC Bayern (24.04.)
  • Eintracht Frankfurt – Mainz 05 (09.05.)
  • Mainz 05 – Borussia Dortmund (15.05.)
  • VfL Wolfsburg – Mainz 05 (22.05.)

15. Hertha BSC (26 Punkte)

Die Hertha verpasste gegen Gladbach (2:2) trotz gut 75 Minuten in Überzahl einen wichtigen Dreier im Tabellenkeller. Punktgleich mit Relegationsplatz 16 sind die Berliner weiter akut abstiegsgefährdet. Hinzu kommt der Corona-Ärger, der die Mannschaft in Quarantäne zwang und die kommenden drei Spiele ausfallen ließ und die Berliner zu einer zweiwöchigen Trainingspause zur absoluten Unzeit zwingt. Früher oder später warten im Schlussspurt aber mit Mainz (Tabellen-14.), Schalke (Tabellen-18.), Bielefeld (16.) und Köln (17.) gleich vier Duelle mit der direkten Konkurrenz. Den Beweis der Liga-Tauglichkeit kann (und muss) der ambitionierte Hauptstadtklub dann erbringen. Im Abstiegskampf sei "pure Arbeit und Mentalität" gefragt, nahm Trainer Pal Dardai seine Schützlinge vor der entscheidenden Phase in die Pflicht.

  • Mainz 05 – Hertha BSC (18.04.) (verlegt, Termin offen)
  • Hertha BSC – SC Freiburg (21.04.) (verlegt, Termin offen)
  • Schalke 04 – Hertha BSC (24.04.) (verlegt, Termin offen)
  • Hertha BSC – Arminia Bielefeld (07.05.)
  • Hertha BSC – 1. FC Köln (15.05.)
  • TSG Hoffenheim – Hertha BSC (22.05.)

16. Arminia Bielefeld (26 Punkte)

Frank Kramer hat keine Lust auf Rechenaufgaben: Nach dem für Arminia Bielefeld im Abstiegskampf so wichtigen 1:0-Erfolg gegen den SC Freiburg wollte der Coach der Ostwestfalen nicht sagen, ob es drei Pflichtpunkte für die Mission Klassenerhalt waren. "Wir planen mal gar nichts ein. Wir planen, unsere Leistung so zu optimieren, dass wir eine Chance haben, Punkte einzufahren", sagte Kramer. "Unseren Fokus dürfen wir nie verlieren." Durch den Heimsieg verließ Bielefeld in der Tabelle Abstiegsrang 17 und steht auf Relegationsplatz 16. Bei noch sechs Partien in dieser Saison und einem vergleichsweise einfachen Restprogramm mit keinem Gegner aus der Top sechs kann die Arminia nun mit Selbstvertrauen und Zuversicht in den Endspurt gehen.

  • FC Augsburg – Arminia Bielefeld (17.04.)
  • Arminia Bielefeld – Schalke 04 (20.04.)
  • Borussia Mönchengladbach – Arminia Bielefeld (25.04.)
  • Hertha BSC – Arminia Bielefeld (07.05.)
  • Arminia Bielefeld – TSG Hoffenheim (15.05.)
  • VfB Stuttgart – Arminia Bielefeld (22.05.)

17. 1. FC Köln (23 Punkte)

Markus Gisdol musste nach der Niederlage im Abstiegsduell gegen Mainz 05 (2:3) beim 1. FC Köln den Hut nehmen. Trainer-Routinier Friedhelm Funkel soll nun für den Liga-Verbleib sorgen. Die Aufgabe für den erfahrenen Coach ist mehr als schwierig. Bei drei Punkten Rückstand auf Platz 15 und mit Bayer Leverkusen und RB Leipzig als nächsten Gegnern warten starke Gegner auf den FC. Kurios: Nach einer Niederlage bei Bayer Leverkusen mit Fortuna Düsseldorf war Funkels Trainerkarriere vermeintlich beendet worden, in Leverkusen feiert er nun am nächsten Samstag (18.30 Uhr) sein Comeback. Mit Duellen gegen Hertha und Schalke an den abschließenden beiden Spieltagen könnte Köln hinten raus wichtige Punkte sammeln.

  • Bayer Leverkusen – 1. FC Köln (17.04)
  • 1. FC Köln – RB Leipzig (20.04.)
  • FC Augsburg – 1. FC Köln (23.04.)
  • 1. FC Köln – SC Freiburg (09.05.)
  • Hertha BSC – 1. FC Köln (15.05.)
  • 1. FC Köln – Schalke 04 (22.05.)

18. Schalke 04 (13 Punkte)

Im Tabellenkeller flackert noch ein Lichtlein: Der zweite Saisonsieg gegen den FC Augsburg (1:0) sorgte beim FC Schalke 04 am vergangenen Spieltag für ungeahnte Glücksgefühle. Trotz des unerwarteten Erfolgs beträgt Schalkes Rückstand zum Relegationsplatz noch stattliche 13 Punkte. Es gibt auch nur noch sechs Spiele. "Es sieht nicht gut aus für uns, das weiß jeder. Aber rechnerisch ist noch alles möglich", sagte Mittelfeldmann Suat Serdar fast trotzig und verwies auf den Spielplan. Zu den kommenden sechs Gegnern gehören nämlich auch Bielefeld (Tabellen-16.), Hertha (15.) und Köln (17.) "Wenn wir so weitermachen, können wir noch ein paar Siege holen. Dann wird man sehen, was passiert", so Serdar weiter. Fakt ist aber auch, dass der vierte Schalker Abstieg schon nach den nächsten beiden Spielen gegen Freiburg und Bielefeld feststehen kann.

  • SC Freiburg – Schalke 04 (17.04.)
  • Arminia Bielefeld – Schalke 04 (20.04.)
  • Schalke 04 – Hertha BSC (24.04.) (verlegt, Termin offen)
  • TSG Hoffenheim – Schalke 04 (08.05.)
  • Schalke 04 – Eintracht Frankfurt (15.05.)
  • 1. FC Köln – Schalke 04 (22.05.)