11. September 2020 / 09:21 Uhr

Bundesliga-Vorschau zu Mainz 05: Mit Routiniers und Leidenschaft zum Klassenerhalt

Bundesliga-Vorschau zu Mainz 05: Mit Routiniers und Leidenschaft zum Klassenerhalt

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kapitän Danny Latza gibt in Mainz die Richtung vor und möchte so schnell wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen.
Kapitän Danny Latza gibt in Mainz die Richtung vor und möchte so schnell wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. © imago images / Poolfoto / Montage
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Teil 13 der SPORTBUZZER-Saisonvorschau auf die kommende Bundesliga-Spielzeit: Für Mainz 05 geht es wohl wieder mal darum, den Klassenerhalt zu schaffen – Routiniers sollen dabei vorangehen.

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Achim Beierlorzer setzt beim 1. FSV Mainz 05 auf mehr Kontinuität mit Danny Latza als Kapitän. Der zentrale Mittelfeldspieler nimmt einen wichtigen Baustein im Aufgebot des Bundesligisten ein. Für die neue Saison steht die schnelle Sicherung des Klassenerhalts ganz oben auf der Liste des Klubs. „Wenn man auf die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten in der Liga schaut, ist und bleibt jedes Jahr in der Bundesliga ein großer Erfolg für Mainz 05. Natürlich wollen wir auch in diesem Jahr wieder angreifen und möglichst früh die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Dann schauen wir mal, was darüber hinaus noch möglich ist“, sagt Kapitän Latza dem SPORTBUZZER.

Die Generalprobe für den Bundesliga-Start absolvieren die Mainzer heute (20.45 Uhr) in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den niedersächsischen Regionalligisten TSV Havelse. Das Spiel findet in Mainz statt, da Havelse eine von insgesamt elf unterklassigen Mannschaften ist, die ihr Heimrecht wegen der Corona-Schutzmaßnahmen getauscht hat. Beierlorzer gibt seinen Spielern klare Anweisungen: „Wir sind der Bundesligist, wir wollen unsere Qualität durchsetzen und als Sieger vom Platz gehen.“ Mit dem Trainer, der das Team im November 2019 von Sandro Schwarz übernahm, erlebten die Nullfünfer eine durchwachsene Saison. Der Trainereffekt hielt zwei Spiele, dann folgten elf Niederlagen, vier Remis und sechs Siege unter der Regie des 52-jährigen Trainers. Am Ende reichte es dennoch zum Ligaverbleib – Aufgabe erfüllt.

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Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder kennt turbulente Zeiten im Klub seit seinem Amtsantritt 2016. "In Mainz ist immer etwas los. Man kommt voll auf seine Kosten. Die ganze Palette", sagte der 44-Jährige. "Trotzdem haben wir die Liga gehalten. Das ist ein Kompliment an alle Beteiligten. Wir sollten nicht vergessen, auch die positiven Dinge auszusprechen: Wir sind stolz darauf. Wenn man ins zwölfte Jahr Bundesliga geht, ist man ein gestandener Bundesligist."

Mainz-Trainer Beierlorzer wünscht sich "absolut funktionierendes Kollektiv"

Beierlorzer hofft mit seiner Mannschaft auf eine schnelle Antwort auf die Frage nach dem Klassenerhalt. „Wir werden die Spieler darauf hinweisen, was wir nächste Saison von Beginn an erwarten. Wir wollen ein absolut funktionierendes Kollektiv, in dem jeder versucht, sein Maximum zu erreichen, und sich dabei hundertprozentig für Mainz 05 einsetzt“, sagt der frühere Köln-Coach.

Beierlorzer vertraut dabei auf erfahrene Spieler wie Stefan Bell, Daniel Brosinski und eben Latza. „Jeder Trainer ist unterschiedlich und setzt vielleicht auch andere Schwerpunkte. Insgesamt geht es eher darum, als Team zusammen mit dem Trainerteam und dem Staff immer auf der Suche nach neuen Impulsen zu sein. Jeder kann und sollte etwas dazu beitragen, dass wir uns stetig weiterentwickeln“, so der 30-jährige Latza.

Kapitän Latza mit Herzblut in die neue Saison

Der zentrale Mittelfeldspieler geht in seine fünfte Saison am Bruchweg. Beierlorzers Vorgänger Schwarz ernannte ihn zum Spielführer. Hintergrund: Latza steht für die Werte des Vereins. Er ist ein Spieler, der Herzblut für Mainz mitbringt. „Die Kapitänsbinde tragen zu dürfen, ist auch ein Ausdruck von großer Wertschätzung“, sagt der Ex-Bochumer. Er sei sich bewusst, welche Bedeutung dieses Amt habe, und spreche noch mehr mit den Kollegen als früher – vor allem mit den jungen Spielern. „Ich glaube sagen zu können, dass ich wirklich sehr gut in diese Rolle hineingewachsen bin und mich als Führungsspieler da auch klar weiterentwickelt habe.“ Seine Aufgabe ist klar: Er soll als Führungsspieler nicht weniger tun, als sein Team zum Klassenerhalt zu führen.