01. September 2020 / 08:31 Uhr

Bundesliga-Vorschau zum FC Augsburg: Caliguiri, Gikiewicz und Co. - viele Neue für den Abstiegskampf

Bundesliga-Vorschau zum FC Augsburg: Caliguiri, Gikiewicz und Co. - viele Neue für den Abstiegskampf

Dennis Ebbecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zwei der Neuen beim FC Augsburg: Daniel Caliguiri (links) und Rafal Gikiewicz, die beide ablösfrei waren.
Zwei der Neuen beim FC Augsburg: Daniel Caliguiri (links) und Rafal Gikiewicz, die beide ablösfrei waren. © imago images (Montage)
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Teil 4 der SPORTBUZZER-Saisonvorschau auf die kommende Bundesliga-Spielzeit: Die Verantwortlichen beim FC Augsburg haben namhafte Neuzugänge von sich überzeugen können. Das Ziel des Klubs bleibt trotz der zahlreichen Verpflichtungen aber der Klassenerhalt.

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Die Corona-Krise hat enormen Einfluss auf die Bemühungen der Bundesliga-Klubs auf dem Transfermarkt. Insbesondere den kleineren Vereinen fehlen aufgrund der nicht vorhandenen Zuschauereinnahmen die Mittel für große Investitionen. Mit staunenden Blicken wurden daher die Nachrichten wahrgenommen, die es aus Augsburg zu vermelden gab. Die Fuggerstädter, die zweimal in Folge in der Abschlusstabelle nur Platz 15 belegten, konnten vor Saisonbeginn attraktive Neuzugänge bekannt geben.

In schwierigen Zeiten ist Kreativität gefragt, die Geschäftsführer Stefan Reuter und Co. insbesondere mit der festen Verpflichtung von Felix Uduokhai unter Beweis stellen konnten. Der Nachwuchsnationalspieler wurde zu Beginn der vergangenen Saison ausgeliehen, ehe Augsburg im Juni die Kaufoption zog. Für den Innenverteidiger musste der Klub tief in die Tasche greifen. Neben der Leihgebühr in Höhe von 1,5 Millionen Euro überwiesen die Augsburger 7 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg, um sich die Dienste des 22-Jährigen langfristig zu sichern. Somit gehört Uduokhai zu den teuersten Transfers der Vereinsgeschichte.

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Erfahren und ablösefrei

Doch damit nicht genug: Der FCA verpflichtete mit Torwart Rafal Gikiewicz von Union Berlin, Gladbachs Tobias Strobl und Schalkes Daniel Caligiuri drei Profis, die alle etwas gemeinsam haben: Sie sind erfahren und waren ablösefrei. „Wir freuen uns, dass wir mit den Dreien nicht nur Spieler mit enormer sportlicher Qualität für unseren FCA gewinnen konnten, sondern auch starke Charaktere, die in ihren Klubs wichtige Positionen und Führungsrollen übernommen haben“, fasste Weltmeister Reuter die Transfererfolge des Bundesligisten zusammen.

Während Augsburg für Caligiuri Neuland ist, kennt mit Michael Gregoritsch ein anderer Spieler den FCA genau. Nach seiner halbjährigen Ausleihe zum FC Schalke 04 ist der Österreicher in die WWK-Arena zurückgekehrt. „Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich wieder hier bin“, erklärte der 26-Jährige.

Max vor dem Abflug nach Eindhoven

Die Weichen für die zehnte Bundesliga-Saison in Folge sind gestellt. Zudem wurde der große Kader ausgedünnt. Das Team von Trainer Heiko Herrlich startet am 12. September gegen den MTV Eintracht Celle in den DFB-Pokal, ehe am 19. September bei Union Berlin der Auftakt in die Bundesliga erfolgt. Die Zielsetzung für die Saison ist klar: Der FC Augsburg braucht so schnell wie möglich Punkte, um sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten. Laut Linksverteidiger Philipp Max sei eine Lehre aus der vergangenen Spielzeit, „die Angriffe besser zu steuern und nicht immer Vollgas zu geben“. Problem: Ausgerechnet Max steht vor dem Absprung, will wohl zur PSV Eindhoven wechseln. Ob die Kollegen ähnliche Erkenntnisse gezogen haben?