02. Dezember 2021 / 15:21 Uhr

Politik trifft Corona-Beschlüsse: So geht es für die Fans und die Bundesliga weiter

Politik trifft Corona-Beschlüsse: So geht es für die Fans und die Bundesliga weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bundesliga ist aufgrund der Corona-Lage erneut Zuschauer-Restriktionen unterworfen.
Die Bundesliga ist aufgrund der Corona-Lage erneut Zuschauer-Restriktionen unterworfen. © IMAGO/Uwe Kraft/Pool (Montage)
Anzeige

Die Bund-Länder-Runde hat beschlossen, die Zuschauerzahlen in der Bundesliga stark zu begrenzen. Maximal 15.000 Fans werden pro Partie zugelassen. In bestimmten Situationen kann es auch zu Geisterspielen kommen.

Die Politik hat entschieden: Die Spiele in der Bundesliga und der 2. Bundesliga sind aufgrund der sich verschärfenden Corona-Lage wieder erheblichen Zuschauer-Restriktionen unterworfen. Wie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auf einer gemeinsamen Konferenz mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz am Donnerstag beschlossen, dürfen ab dem kommenden Wochenende nur noch maximal 30 bis 50 Prozent der Stadionkapazitäten genutzt, aber maximal 15.000 Plätze besetzt werden. Dabei gelten Maskenpflicht und die 2G-Regel, wobei auch die 2GPlus-Regel eingesetzt werden kann.

Anzeige

Weiter heißt es in dem Beschluss zu "Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie", dass Sportveranstaltungen in Bundesländern mit hohem Infektionsgeschehen ohne Zuschauer durchgeführt werden müssen. Dies war bereits am vergangenen Wochenende in Sachsen der Fall, wo RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen eine Niederlage vor leeren Rängen kassierte. Wo es am anstehenden Bundesliga-Spieltag zu Geisterspielen kommen könnte, blieb zunächst offen.

Neben Sachsen wird dies aber wahrscheinlich auch in Bayern der Fall sein. Das Kabinett des Freistaates will nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder schon am Freitag die angekündigte weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschließen. Dadurch würde es in Bayern zu Spielen ohne Zuschauer kommen. Nach Wunsch Söders soll diese Regelung bis zum Jahresende andauern. Davon wären die SpVgg Greuther Fürth, der FC Augsburg und der FC Bayern betroffen. Denkbar scheint ein Zuschauer-Ausschluss auch in Baden-Württemberg, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann zuletzt für die Rückkehr von Geisterspielen plädiert hatte. Zum Tragen käme diese Regelungen dann beim VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim.

Beim Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Tabellenführer FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr, Sky) werden hingegen wohl 15.000 Fans zugelassen. Die Beschränkungen hatten sich bereits in den vergangenen Tagen angedeutet. Der BVB war schon vor dem Politik-Gipfel proaktiv tätig geworden und hatte die 67.000 für die Partie verkauften Tickets am Mittwoch storniert. Ähnlich reagierten Arminia Bielefeld (am Samstag gegen den 1. FC Köln) und Borussia Mönchengladbach, das am Sonntag den SC Freiburg empfängt.

Die Debatte um die Zuschauer in den Stadien hatte aufgrund der Entwicklungen rund um das Coronavirus und die neue Omikron-Variante zuletzt gehörig an Fahrt aufgenommen. Mehrere Spitzenpolitiker verschiedener Parteien hatten sich insbesondere unter dem Eindruck einer vielfach missachteten Maskenpflicht beim Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (4:1) am vergangenen Wochenende, bei dem 50.000 Besucher zugelassen waren, mindestens für eine Beschränkung der Zuschauerzahlen ausgesprochen.

Schon in den ersten Corona-Wellen hatten die höchsten deutschen Ligen seit März 2020 ihren Spielbetrieb monatelang nur ohne Fans in den Arenen wieder aufnehmen bzw. fortsetzen können. In den vergangenen Monaten war die erlaubte Zuschauerzahl unter Einhaltung von Hygienekonzepten wie 3G (geimpft, genesen oder getestet) oder 2G schrittweise wieder erhöht worden, soweit die Pandemie-Lage dies zuließ.