01. Januar 2020 / 08:47 Uhr

Bundestrainer Joachim Löw: Davon hängt meine Zukunft bei der Nationalmannschaft ab

Bundestrainer Joachim Löw: Davon hängt meine Zukunft bei der Nationalmannschaft ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw besitzt noch einen Vertrag bis 2022 beim DFB. 
Joachim Löw besitzt noch einen Vertrag bis 2022 beim DFB.  © dpa
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Er hat beim DFB zwar noch einen Vertrag bis 2022, doch so weit möchte Bundestrainer Joachim Löw noch gar nicht in die Zukunft schauen. Zunächst einmal gehe es für ihn nur um das Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der EM im Sommer. Vor seinem 60. Geburtstag ist er sich allerdings bereits sicher, dass er mit 70 nicht mehr als Trainer arbeiten will. 

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Joachim Löw macht sich anlässlich seines 60. Geburtstages am 3. Februar Gedanken über seine Lebensplanung als Fußballlehrer. „Trainer mit 70? Das halte ich für undenkbar“, sagte der Bundestrainer der dpa zum Jahreswechsel.

Seine weitere Zukunft als DFB-Chefcoach hängt für Löw maßgeblich von der weiteren Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft ab. Nach dem WM-Debakel 2018 in Russland hatte er einen radikalen personellen Umbruch vollzogen. „Als Trainer verfolge, beachte und durchdenke ich auch die Entwicklungsschritte einer Mannschaft. Der nächste Gedanke geht für mich bis zur EM. Darüber hinaus denke ich nicht“, sagte Löw trotz seines gültigen Vertrages bis zur nächsten WM-Endrunde 2022.

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„Ich denke jetzt nicht an Katar. Es nimmt mir zu viel Energie weg, wenn ich an Dinge denke, die jetzt keine Rolle spielen. Es geht jetzt um eine gute Turniervorbereitung und eine gute EM. Das ist das Ziel – und nicht, was danach kommt“, erläuterte der Langzeit-Bundestrainer.

Für das abgelaufene Jahr 2019 gab Löw seiner Mannschaft erst kürzlich eine Zwei. „Unter wirklich schwierigen Voraussetzungen, unterschiedlichen Konstellationen und großen Herausforderungen hat es die Mannschaft am Ende doch sehr gut gelöst“, begründete der 59-Jährige gegenüber dem SID sein Urteil. „Man spürt eine große Energie in der Mannschaft, einen guten Teamgeist, und man spürt Lust auf Erfolge und gute Spiele.“

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Bei der EM-Endrunde vom 12. Juni bis zum 12. Juli muss sich die deutsche Mannschaft schon in der Gruppenphase bei den Heimspielen in München extrem schweren Gegnern stellen. Zu Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal kommt Ende März als dritter Kontrahent noch ein Play-off-Sieger, etwa Island. Trotzdem verspürt Löw „eine sehr große Vorfreude“. Es sei eine Gruppe, „die hat es in sich, da ist jeder brutal gefordert. Jede Mannschaft muss wahrscheinlich übers Limit gehen, um sich durchzusetzen“, analysierte Löw. „Die Gruppe zieht wirklich alle in ihren Bann.“ DFB-Direktor Oliver Bierhoff sprach nach der EM-Auslosung Ende November in Bukarest von der „schwierigsten Gruppe, die man sich vorstellen kann“.