28. Februar 2021 / 14:27 Uhr

Bundestrainer Joachim Löw lässt Zukunft offen und gibt Fehler zu: "Auch ich muss jetzt absolut liefern"

Bundestrainer Joachim Löw lässt Zukunft offen und gibt Fehler zu: "Auch ich muss jetzt absolut liefern"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw sieht sich in den anstehenden WM-Qualifikationsspielen zum Erfolg gezwungen
Bundestrainer Joachim Löw sieht sich in den anstehenden WM-Qualifikationsspielen zum Erfolg gezwungen © imago images/Sven Simon
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Bundestrainer Joachim Löw wird sich mit dem DFB nach der anstehenden EM über die Fortsetzung der Zusammenarbeit beraten. In einem "Sportschau"-Interview spricht der 61-Jährige offen über die Enttäuschungen der vergangenen Monate und gibt Fehler zu.

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Joachim Löw hat seine Zukunft als Bundestrainer über die für den Sommer geplante Europameisterschaft hinaus offen gelassen. "Mich hat nach Turnieren immer angetrieben zu überlegen, was können wir denn verbessern. Das ist jetzt nicht immer so gelungen. Seit 2018, das muss ich ehrlich gestehen, haben wir nicht all das erreicht, was wir uns vorgestellt haben", sagte der 61-Jährige in einem Sportschau-Interview: "Nach dem Turnier wird man dann auch nochmal sprechen mit dem DFB, kann man noch irgendwie etwas bewegen, hat man die Energie und die Inspiration, das alles wieder neu anzutreiben."

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Derzeit beschäftige er sich aber ausschließlich mit den drei im März anstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen Island, in Rumänien und gegen Nordmazedonien. "Das ist das Allerwichtigste, wir müssen alle liefern. Auch ich muss jetzt absolut liefern, gute Ergebnisse", sagte Löw: "Vielleicht sind wir nicht eingespielteste Mannschaft, vielleicht sind wir in der Breite nicht mit den allerbesten Spielern besetzt. Aber wir müssen die Mannschaft sein, die den größten Ehrgeiz entwickelt und die größte Motivation. Vielleicht müssen wir das größte Team werden in den nächsten Monaten, das ist der Antrieb, und dann können wir was erreichen."

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Dies gelang der Nationalmannschaft zuletzt nicht immer. Besonders das "schockierende" (Löw) 0:6-Debakel in Spanien offenbarte unzählige Defizite. "Mittlerweile habe ich es schon verarbeitet, aber ich gebe zu, ich habe schon ein paar Tage gebraucht, weil dieser Schock auch sehr, sehr tief saß. Ich war wirklich Tage danach noch sehr, sehr wütend und auch frustriert, weil es da ja auch nichts zu beschönigen gibt", sagte Löw, der nach der Partie heftig in die Kritik geraten war. Mancher forderte seine Ablösung, doch der Verband und vor allem DFB-Direktor Oliver Bierhoff hielten zu ihm.

"Die Kritik muss ich mir absolut gefallen lassen, und das habe ich dann auch im Nachhinein gesehen, dass meine Körpersprache natürlich schlecht war, das war ein absoluter Fehler in der Situation. Ich wusste, irgendwie können wir das Ergebnis nach einem 3:0 oder 4:0 nicht mehr drehen, das hat meinen Frust eigentlich noch verstärkt. Ich finde es ja manchmal auch nicht zielführend, wenn man dann wild gestikulierend an der Seitenlinie hoch und runter geht", erklärte Löw, der in einer Kicker-Umfrage von 75 Prozent der Fans in Frage gestellt worden war.

"Das ist schon unerfreulich", meinte der Bundestrainer mit Blick auf diese Zahlen: "Für mich ist das jetzt auch die Form von einem besonderen Ehrgeiz, eine Zusatzmotivation nochmals zu entwickeln und zu zeigen, dass wir eigentlich besser sind als dieses Spanien-Spiel das gezeigt hat, dass wir gute Anlagen haben, dass ich überzeugt bin von der Mannschaft. Für mich ist so eine Umfrage auch ein Ansporn, und das soll meinen Ehrgeiz jetzt nochmal richtig erhöhen."

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