25. August 2020 / 12:01 Uhr

Neulinge für Bundestrainer Jogi Löw: Florian Neuhaus und Robin Gosens stehen erstmals im DFB-Kader

Neulinge für Bundestrainer Jogi Löw: Florian Neuhaus und Robin Gosens stehen erstmals im DFB-Kader

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach und Robin Gosens von Atalanta Bergamo stehen erstmals im DFB-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. 
Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach und Robin Gosens von Atalanta Bergamo stehen erstmals im DFB-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw.  © Getty/dpa
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Am Dienstagnachmittag gibt Bundestrainer Joachim Löw sein DFB-Aufgebot für die beiden Länderspiele in der Nations League bekannt. Nach SPORTBUZZER-Informationen sind unter den Nominierten auch erstmals der Gladbacher Florian Neuhaus und Robin Gosens von Champions-League-Viertelfinalist Atalanta Bergamo. 

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Mehr als neun Monate nach dem letzten Länderspiel nominiert Joachim Löw am Dienstag seinen Kader für den Neu-Start der Nationalmannschaft nach der Corona-Zwangspause. In seinem Aufgebot für die Nations-League-Spiele gegen Spanien und in der Schweiz verzichtet der Bundestrainer freiwillig auf die vier Münchner Champions-League-Sieger Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry. Auch die Leipziger Halbfinalisten Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg bekommen Sonderurlaub.

Dafür kehren Leroy Sané und Niklas Süle nach ihren Kreuzbandrissen in die DFB-Auswahl zurück. Erstmals nominiert werden nach SPORTBUZZER-Informationen Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach und Robin Gosens von Champions-League-Viertelfinalist Atalanta Bergamo. Den Außenbahnspieler aus der Serie A wollte Löw ursprünglich bereits für die EM-Tests im März in Spanien und gegen Italien ins DFB-Team holen - beide Spiele wurden aber wegen der Pandemie abgesagt.

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Gosens hatte im SPORTBUZZER-Interview daraufhin erstmals Stellung bezogen und berichtet, dass er davon zunächst auch nur aus den Medien erfahren habe. Dass ihm das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, habe er im April so nicht empfunden. "Man kann das von zwei Seiten sehen. Ich war jetzt relativ nah dran, deshalb wäre ich natürlich gern mal dabei gewesen und hätte womöglich noch auf den EM-Zug aufspringen können. Andererseits habe ich nun ein Jahr mehr Zeit zu beweisen, dass ich ein Spieler für die Nationalmannschaft bin", sagte er. In der Champions League konnte er sich nun erneut für eine Nominierung empfehlen, nachdem er in Italien nach eigener Aussage bereits "die persönlich beste Saison in meiner Karriere" gespielt hatte.

Gosens über Spielweise: "Ich mache viele Dinge aus Instinkt"

Seine insgesamt 17 Scorerpunkte in der Serie A (neun Tore und acht Vorlagen) bedeuteten den Topwert in Europa, gleichauf mit Trent Alexander-Arnold vom FC Liverpool (vier Tore und 13 Vorlagen) und vor Dortmunds Achraf Hakimi (fünf/zehn). Über seinen Spielstil sagt der 26-Jährige: "Mir wurde das schon ein paar Mal attestiert, dass ich teils etwas unorthodox spiele. Ich versuche zwar schon, mich in taktische Vorgabe reinzuarbeiten, aber ich bin auch irgendwo Freigeist und mache viele Dinge aus Instinkt."

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Der andere Neuling, Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach, kam bereits auf Einsätze für die deutsche U20 und U21, mit der er im vergangenen Jahr in Italien Vize-Europameister wurde. In Gladbach gehört er unter Trainer Marco Rose zu den Stammspielern im zentralen Mittelfeld und gilt eher als bescheiden, wie er im SPORTBUZZER-Interview durchblicken ließ: "Der größte Luxus für mich ist eigentlich: Zeit. Ich freue mich immer noch am meisten, wenn ich nach Hause nach Kaufering komme und mit meinen Brüdern und meinen besten Freunden auf den Bolzplatz gehen kann. Dafür braucht man auch nur ganz geringe Mittel, es reicht ein Ball und das war’s."