15. Juli 2020 / 11:52 Uhr

Bündnis „Unser Fußball“ kontert Bayern-Boss Rummenigge nach Ultra-Kritik: "Nichts verstanden"

Bündnis „Unser Fußball“ kontert Bayern-Boss Rummenigge nach Ultra-Kritik: "Nichts verstanden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die aktive Fan-Szene hat sich nach den kritischen Aussagen von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu Wort gemeldet.
Die aktive Fan-Szene hat sich nach den kritischen Aussagen von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu Wort gemeldet. © imago images/Sportfoto Rudel (Montage)
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Diese Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen. Im Interview der "Sport Bild" hatte Karl-Heinz Rummenigge die Haltung der Ultras in Deutschland scharf kritisiert. Das Bündnis "Unser Fußball", das namentlich vom Bayern-Boss genannt wurde, setzt sich nun zur Wehr.

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Das Fan-Bündnis „Unser Fußball“ hat die Kritik von Karl-Heinz Rummenigge zurückgewiesen, Ultra-Gruppierungen nähmen im deutschen Fußball eine zu fordernde Haltung ein. „Fußballfans geben sehr viel - vor allem Zeit und Leidenschaft, alles das, was den Fußball zu mehr macht als nur zu einem Sport“, sagte Sprecher Jan-Henrik Gruszecki der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Wer das macht, der darf auch durchaus mal auf Dinge aufmerksam machen.“

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Rummenigge hatte der Sport Bild gesagt: „Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder.“ Der Vorstandschef des FC Bayern München ergänzte: „Aber wenn ich immer nur fordere, aber nie bereit bin, Pflichten und auch Verantwortung zu übernehmen, endet das in einer Einbahnstraße.“

"Unser Fußball": Fan-Szene in Corona-Krise sehr aktiv

Gerade in den vergangenen Wochen hätte die Fan-Szene bewiesen, dass sie soziale Verantwortung übernehme, sagte Gruszecki. Viele Fans - darunter auch zahlreiche Ultras - engagieren sich in der Corona-Krise und helfen anderen Menschen.

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Rummenigge bemängelte auch die Namensgebung des neuen Bündnisses, das nach eigenen Angaben mit Stand Mittwochvormittag mehr als 2300 Fanklubs- und Gruppierungen sowie über 12.000 Einzelpersonen unterstützen. „Ich finde, der Name ist etwas anmaßend“, sagte Rummenigge über „Unser Fußball“. „Wem gehört der Fußball? Am ehesten noch denen, die ihn spielen - egal, auf welchem Niveau. Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht.“

Gruszecki: "Wir sagen nicht, 'uns gehört der Fußball'"

Die Aussage zeige, „dass Karl-Heinz Rummenigge nichts verstanden hat“, sagte Gruszecki. „Die Fanclubs die unterschrieben haben, sagen, so würden wir unseren Fußball definieren“, erklärte er. „Wir sagen nicht, 'uns gehört der Fußball'. Wenn jemand sagt, 'wir müssen unseren Planeten retten', impliziert das ja auch nicht, dass demjenigen selbst der Planet gehört.“