23. Juni 2020 / 08:33 Uhr

Burnley-Kapitän Benjamin Mee reagiert auf "White Lives Matter"-Eklat: "Ich schäme mich"

Burnley-Kapitän Benjamin Mee reagiert auf "White Lives Matter"-Eklat: "Ich schäme mich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Burnley-Kapitän Benjamin Mee hat sich deutlich gegen das White Lives Matter-Banner positioniert, das während der Partie bei Manchester City an einem Flugzeug über dem Stadion kreiste.
Burnley-Kapitän Benjamin Mee hat sich deutlich gegen das "White Lives Matter"-Banner positioniert, das während der Partie bei Manchester City an einem Flugzeug über dem Stadion kreiste. © imago images/Action Plus/Evans
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Nach dem Eklat um ein geschmackloses Banner über dem Stadion in der Partie bei Manchester City hat Benjamin Mee klar Stellung gegen Rassismus bezogen. "Ich schäme mich und bin peinlich berührt", sagte der Kapitän des FC Burnley beim englischen Sender "Sky Sports".

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Nach dem Eklat um das "White Lives Matter - Burnley"-Banner ("Weiße Leben zählen - Burnley"), das beim Heimspiel von Manchester City gegen den FC Burnley per Flugzeug präsentiert worden war, hat sich der Burnley-Kapitän eindeutig von der Aktion distanziert. "Ich schäme mich und bin peinlich berührt", sagte Benjamin Mee nach der Partie, die seine Elf mit 0:5 deutlich verloren hatte, dem britischen Sender Sky Sports. An die Urheber gerichtet sagte er: "Diese Leute müssen im 21. Jahrhundert ankommen und sich bilden."

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Mee: Burnley hat versucht, "das zu stoppen"

Als sich die Spieler beider Mannschaften kurz vor dem Anpfiff hinknieten, um symbolisch gegen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren, flog ein Flugzeug über das Stadion, an dem das Banner befestigt war, das als geschmacklose Anspielung auf die "Black Lives Matter"-Bewegung gewertet wurde. Mit der Kampagne solidarisieren sich in aller Welt zahlreiche Menschen mit dem infolge eines gewaltsamen Polizeieinsatzes verstorbenen Afroamerikaners George Floyd. Auch in der Bundesliga hatten zahlreiche Spieler ihren Protest zum Ausdruck gebracht, darunter der Engländer Jadon Sancho von Borussia Dortmund.

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Mee war über den Vorgang sichtlich betroffen. "Der Klub hat versucht, das zu stoppen. Ich habe gehört, es sei eine kleine Gruppe von Leute, die das arrangiert hat", betonte der Kapitän des Tabellenelften der Premier League. "Ich hoffe, es passiert nicht noch einmal. Ich schäme mich, dass das mit meinem Verein in Verbindung gebracht wird. So etwas wollen wir im Spiel nicht sehen", ergänzte Mee. Er wies auf die Bemühungen Burnleys hin, sich für die Belange von Minderheiten einzusetzen. "Das war eine völlige Enttäuschung für das, was wir versuchen zu erreichen", meinte der Abwehrspieler.