17. Juni 2020 / 07:08 Uhr

Mit Busse und Krägel: Der TSV Mühlenfeld ist ein Spitzenteam mit dem Ziel Landesliga

Mit Busse und Krägel: Der TSV Mühlenfeld ist ein Spitzenteam mit dem Ziel Landesliga

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mühlenfelds Trainer Mario Pohl gibt Anweisungen.
Mühlenfelds Trainer Mario Pohl gibt Anweisungen. © Christian Hanke
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 „Nur um den sechsten oder siebten Platz wollen wir nicht spielen, sondern weiter oben“, sagt Mario Pohl. Der Trainer des TSV Mühlenfeld rechnet damit, dass es in der Bezirksliga 1 im September wieder um Punkte gehen könnte. Alessandro Busse und Garwin Krägel sind nach Hagen zurückgekehrt, sechs Spieler sind gegangen.

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Einen Versuch war es wert, aber beim TSV Mühlenfeld sind sie dabei nicht wirklich wieder auf den Geschmack gekommen. Fußball ohne Zweikämpfe, „das ist nicht so das Wahre“, findet Mario Pohl.

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"Training mit Abstand lässt sich schwer verkaufen"

Nach wenigen Übungseinheiten mit seinem Bezirksligateam unter Einhaltung weiterhin geltender Corona-Beschränkungen konnten auch ein paar Lockerungsmaßnahmen den Trainer des Neustädter Klubs nicht überzeugen, dass das jetzt alles wieder großen Spaß machen soll.

„Natürlich ist man erst einmal froh, überhaupt wieder am Ball sein zu können“, sagt Pohl. „Wenn man aber das Gefühl hat, kein richtiges Ziel zu haben und dass die Saison wahrscheinlich sowieso abgebrochen wird, dann lässt sich Training mit Abstand schwer verkaufen.“

Mit dem Neustart auf dem Trainingsplatz ist deshalb bei den Mühlenfeldern auch schnell wieder Schluss gewesen, Pohl hat seine Kicker inzwischen in den Fußball-Sommerurlaub geschickt. Am 18. Juli, so ist es zum jetzigen Zeitpunkt geplant, soll es wieder ins Mannschaftstraining gehen.

"Wollen weiter oben mitspielen"

Bis dahin hat Pohl seine Spieler „mit ein paar Hausaufgaben versorgt“, er selbst rechne damit, dass es ab September wieder um Punkte gehen könnte. Dann in der neuen Saison, und die soll den TSV wieder einen Schritt weiter bringen. „Nur um den sechsten oder siebten Platz wollen wir nicht spielen, sondern weiter oben“, sagt Pohl. „Da waren wir ja auch schon dran.“

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Im vergangenen Oktober waren die Mühlenfelder als Tabellenführer der Staffel 1 beim TSV Wetschen angetreten, verloren mit 1:3 und konnten auch anschließend keine Partie mehr für sich entscheiden.

Planungen sind so gut wie abgeschlossen

Im Frühjahr stoppte sie die Corona-Pandemie, doch den Plan, sechs Jahre nach dem Abstieg aus der Landesliga aus den Mühlenfeldern wieder ein Spitzenteam zu formen, hat sich Pohl längst zurechtgelegt.

„Wir haben uns mittlerweile etwas aufgebaut und eine homogene Mannschaft“, sagt er. „Darauf vertrauen auch unsere Leistungsträger. Einige haben Angebote von klassenhöheren Vereinen abgelehnt – wir brauchen absolute Mentalitätsspieler.“

Das war für den Trainer ein primäres Kriterium bei der Suche nach punktuellen Verstärkungen, die so gut wie abgeschlossen ist.

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Mit Offensivmann Alessandro Busse (STK Eilvese) und den für die Defensive eingeplanten Garwin Krägel (Niedersachsen Döhren) kehren zwei ehemalige Mühlenfelder nach Hagen zurück.

Vier Neuzugänge, sechs Abgänge

Verteidiger Tizian Scharnhorst ist nach einer Auszeit aufgrund von Rückenproblemen reaktiviert worden, Raffael Greite (JFV Neustädter Land, zentrales Mittelfeld) kam bereits zu Kurzeinsätzen beim Bezirksligisten. In den nächsten Tagen soll ein weiterer Zugang bekanntgegeben werden. „Dann ist nur noch ein Platz frei“, sagt Pohl.

Einer von sechs Abgängen ist sein Sohn Timo, der zurzeit für ein halbes Jahr ein Praktikum bei Werder Bremen absolviert und sich anschließend zum Studieren (Sport- und Gesundheitsmanagement) nach Dänemark verabschiedet.

Saleh Ali (Spielertrainer bei Wacker Neustadt), André Becker (SSV Rodewald) und Lukas Mager (TSV Poggenhagen) gehören ebenso nicht mehr zum Aufgebot. Jan Gerrit Fischhöfer und Andreas Wetscheck werden fortan für die eigenen Altherren am Ball sein.