11. Januar 2021 / 15:42 Uhr

Beim Derbysieg: Lakenmacher für Buxtehude in heißer Schlussphase auf der Platte

Beim Derbysieg: Lakenmacher für Buxtehude in heißer Schlussphase auf der Platte

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Oldenburgs Marloes Hoitzing (rechts) kann Buxtehudes Mia Lakenmacher  nicht am Wurf hindern.
Oldenburgs Marloes Hoitzing (rechts) kann Buxtehudes Mia Lakenmacher nicht am Wurf hindern. © imago images/Beautiful Sports
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"Das war ziemlich cool, dass er mich bis zum Ende drin gelassen hat", freute sich Mia Lakenmacher nach dem Derbysieg des Buxtehuder SV gegen den VfL Oldenburg. Und die 18-jährige Handballerin aus Hannover hatte maßgeblich dazu beigetragen: Beim Stand von 15:18 kam sie ins Spiel, am Ende stand es 25:24.

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Annika Lott sah die Lücke, hob ab, warf – und traf zum 25:24 in der letzten Sekunde. Die Handballerinnen des Buxtehuder SV feierten am Samstag den Krimisieg im Bundesliga-Derby gegen den VfL Oldenburg mit einem Siegertänzchen. Mittendrin: Mia Lakenmacher. Hannovers Toptalent hatte entscheidenden Anteil am Erfolg.

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Trainer Dirk Leun hatte sie erst rund 20 Minuten vor dem Ende eingewechselt. Das stand es 15:18 gegen die Gastgeber. Lakenmachers jahrelange Teamkollegin in Badenstedt, Mike Düwel, hatte zuvor das BSV-Spiel dirigiert. Die gerade 18 Jahre alte Lakenmacher übernahm die schwierige Aufgabe in ihrem erst dritten Bundesligaspiel unaufgeregt und souverän. Sie erlaubte sich nur einen Fehlpass, ansonsten traf sie gute Entscheidungen, sorgte für Torvorlagen und stand auch in der Abwehr stabil.

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Die Belohnung: Leun ließ sie tatsächlich auch in der heißen Endphase ran, in der Lakenmacher ihr Team zum Sieg führte. „Das war ziemlich cool, dass er mich bis zum Ende drin gelassen hat“, sagte Lakenmacher. „Ich konnte zeigen, dass er auf mich setzen kann und mich nicht nur bringen kann, wenn wir mit sieben Toren führen oder mit sieben Toren hintenliegen.“

Duell der Freundinnen fällt aus

Der knappe Erfolg war der sechste Sieg im siebten Heimspiel für den BSV, der mit 14:12 Punkten auf Platz sieben der Tabelle steht. Oldenburg ist mit 12:14 Elfter. Die Gäste mussten kurzfristig auf Kathrin Pichelmeier (24) verzichten. Die starke linke Rückraumspielerin hatte schon die ganze Woche Knieprobleme. Erst am Spieltag fiel die Entscheidung, dass die Hannoveranerin aussetzen muss.

Damit platzte auch das heiß erwartete direkte Familienduell mit Lakenmacher. Pichelmeiers Vater ist mit Lakenmachers Mutter liiert. Beide Handballerinnen sind sehr gute Freundinnen. „Natürlich war ich ein bisschen traurig, aber in Wahrheit war es sportlich für mein Team gar nicht so verkehrt, dass Kathrin nicht spielen konnte“, sagte die Hannoveranerin Lakenmacher, die im Sommer zum BSV gewechselt war.