18. März 2021 / 19:49 Uhr

BV Gifhorn: Terminplan da, zwei Asse weg, Ziel Aufstieg bleibt

BV Gifhorn: Terminplan da, zwei Asse weg, Ziel Aufstieg bleibt

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Tragen nicht mehr das BVG-Trikot: Lea Dingler und Wolf-Dieter Papendorf verlassen Regionalligist Gifhorn.
Tragen nicht mehr das BVG-Trikot: Lea Dingler und Wolf-Dieter Papendorf verlassen Regionalligist Gifhorn. © Photowerk
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Geplant war, dass das Team zusammenbleibt, jetzt muss Badminton-Regionalligist BV Gifhorn aber in Zukunft auf Lea Dingler und Wolf-Dieter Papendorf verzichten. Am Ziel Aufstieg ändert das nichts, die Jagd auf die 2. Liga startet - wenn Corona den Spielbetrieb nicht stoppt - am 9. Oktober.

Neuigkeiten für den BV Gifhorn: Der Terminplan ist komplett, der Kader allerdings nicht mehr. Wenn der Badminton-Regionalligist am 9. und 10. Oktober mit einem Doppelspieltag in die neue Saison startet, werden Wolf-Dieter Papendorf und Lea Dingler doch nicht mehr zum Kader gehören. Papendorf wechselt in die 2. Bundesliga zum VfB/SC Peine, Dingler wird sich in ihrer Heimat Berlin den SV Brauereien anschließen.

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Sportlich wiegt der Abgang von Papendorf nicht so schwer wie der von Dingler - obwohl er zuletzt als Nummer 1 ins Rennen ging. Bei den Herren ist Gifhorn nämlich stark besetzt, sollte die Lücke qualitativ und quantitativ schließen können - zumal mit Holger Herbst ein weiterer Youngster immer mehr in den Fokus rückt. Allerdings schmerzt der Wechsel auf menschlicher Ebene. "Vor allem für Yannik Joop und mich ist es schade, wenn jemand nicht mehr da ist, den man so lange kennt. Er ist ein guter Kumpel", sagt BVG-Kapitän Dennis Friedenstab.

Papendorf kam 2018 von der SG Vechelde/Lengede nach Gifhorn, kehrt nun nach Peine zurück, wo er beim VfB/SC unter anderem auf die Ex-Gifhornerin Larina Tornow trifft. Die Peiner hatten sich in der Saison 2019/20 den Titel in der Regionalliga vor Vizemeister Gifhorn gesichert.

Schwerer trifft den BVG aber Dinglers Abgang, sie ist trotz ihrer jungen Jahre ein echtes BVG-Urgestein. Für Badminton begeistert sie sich seit 2003. „Bei einer Sportveranstaltung an meiner Grundschule haben sich die Gifhorner Vereine vorgestellt", erinnert sie sich. Für den BVG waren Maurice Niesner und Leif-Olav Zöllner vor Ort. Dingler griff zum Schläger: „Ich habe es ausprobiert, dann ließ es mich nicht mehr los.“ 2014, im Jahr ihrer ersten DM-Teilnahme, wurde sie sogar zu Gifhorns Sportlerin des Jahres gewählt.

In der kommenden Saison wird sie für die Berliner Brauereien spielen, ein Wiedersehen wäre möglich, da die Reserve der Hauptstädter in der Regionalliga ein Staffel-Konkurrent der Gifhorner ist.

"Ein herber Verlust. Es ist immer problematischer eine gute Dame zu finden", weiß Friedenstab. "Auch ihr Abgang trifft uns menschlich hart, aber sie promoviert in Berlin, kann an den Wochenenden nicht mehr die Zeit für die Fahrerei aufbringen. Das kann man dann auch nachvollziehen", sagt Gifhorns Kapitän.


Wichtig: Mit Martina Nöst und Sarah Findlay kann Gifhorn auf dem Papier planen. Doch ob die Österreicherin und die Schottin zu jedem Spiel anreisen können und in Zeiten der Corona-Pandemie auch dürfen - fraglich. Der BVG hat zwar auch Karen Radke im Kader, wird aber dennoch Ausschau nach Verstärkung halten müssen.

Trotzdem: Das Ziel Zweitliga-Aufstieg bleibt. "Daran hat sich nichts verändert", sagt Kapitän Friedenstab: "Wir wollen Erster werden!"