10. August 2022 / 13:38 Uhr

Anthony Modeste gegen den SC Freiburg vor BVB-Debüt: Trainer Edin Terzic über Rolle und Erwartungen

Anthony Modeste gegen den SC Freiburg vor BVB-Debüt: Trainer Edin Terzic über Rolle und Erwartungen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Anthony Modeste (l.) könnte schon am Freitag in der Startelf von BVB-Trainer Edin Terzic stehen. 
Anthony Modeste (l.) könnte schon am Freitag in der Startelf von BVB-Trainer Edin Terzic stehen.  © IMAGO/Kirchner-Media (Montage)
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Anthony Modeste wird wohl schon am kommenden Freitag im Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg sein Debüt für Borussia Dortmund geben. Trainer Edin Terzic gibt einen Einblick in die Planungen mit dem neuen Stürmer und äußert sich auch zum Frust von Modestes Ex-Klub 1. FC Köln. 

Nach seiner Vertragsunterschrift am Montagabend wird Anthony Modeste wohl schon im Bundesliga-Spiel am Freitagabend beim SC Freiburg (20.30 Uhr, bei DAZN [Anzeige]) sein Debüt für Borussia Dortmund geben. "Er ist voll im Saft", sagte BVB-Trainer Edin Terzic auf der Pressekonferenz am Mittwoch: "Er macht einen sehr gesunden, einen sehr fitten und sehr hungrigen Eindruck. Dementsprechend ist er eine sehr gute Option für Freitag."

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Modeste soll die Lücke im Dortmunder Angriff schließen, die der an einem Hodentumor erkrankte Sebastien Haller bis zu seinem Comeback hinterlässt. Der Routinier unterschrieb einen Einjahresvertrag und soll die Borussia rund fünf Millionen Euro kosten. In der vergangenen Saison waren ihm 20 Bundesliga-Tore erzielt - eine Qualität, auf die nun auch Terzic setzt. Der Coach erklärte, was er von seinem neuen Mittelstürmer erwartet.

"Wenn jemand seit zwei Tagen da ist, ist das natürlich keine so ganz einfache Situation", gestand der BVB-Trainer: "Aber Tony ist 34 und wir haben ihn ehrlicherweise nicht dazugeholt, damit er sein Spiel komplett umstellt, weil wir ein Potenzial erkennen, das er noch nicht so gezeigt hat. Wir erhoffen uns einfach, dass er die Dinge, die er in den letzten Bundesliga-Jahren sehr eindrucksvoll gezeigt hat, bei uns fortführt und eine ähnliche Rolle bekleidet, wie er es beim 1. FC Köln getan hat." Der Franzose sei dabei immer sehr "effektiv und erfolgreich gewesen". Terzic lobte: "Er hat letztes Jahr sehr gut gearbeitet und ist vielleicht so fit wie noch nie. Daher glaube ich nicht, dass es für ihn kompliziert sein wird, sich in unsere Mannschaft einzufügen."

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Den Frust der Kölner nach dem Abgang des Angreifers kann Terzic nachvollziehen. "Wenn man Anfang August den Top-Torjäger verliert, ist die Enttäuschung natürlich sehr sehr groß", sagte er und äußerte sich auch zu den deutlichen Aussagen von FC Trainer Steffen Baumgart, der sich darüber echauffiert hatte, dass die Einigung zwischen den beiden Klubs kurz vor dem Anpfiff des Spiels gegen Schalke 04 (3:1) verkündet worden war.

"Es lag nicht an uns, diesen Impuls zu setzen. Ich kann Steffen Baumgart verstehen, wenn er kurz vor einem Anstoß so eine Unruhe verspürt", meinte Terzic. Er betonte aber, dass man Modeste verstehen müsse. Dieser erhalte in "fortgeschrittenem Fußballer-Alter" die Möglichkeit, um Titel und in der Champions League zu spielen. Das komme nicht so häufig vor.