09. Oktober 2021 / 21:30 Uhr

Guerreiro, Hazard, Moukoko & Co.: Warum die Länderspielpause den BVB in Bedrängnis bringt

Guerreiro, Hazard, Moukoko & Co.: Warum die Länderspielpause den BVB in Bedrängnis bringt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Verletztenlise im Kader von BVB-Trainer Marco Rose (r.) wird immer länger
Die Verletztenlise im Kader von BVB-Trainer Marco Rose (r.) wird immer länger © IMAGO / Sven Simon / Revierfoto (Montage)
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Von ursprünglich elf für ihre Nationalmannschaft nominierten BVB-Profis sind nur noch sechs unterwegs. Dafür ist die Liste der verletzten Spieler von Borussia Dortmund um einige Namen angewachsen. Trainer Marco Rose könnten allmählich die Alternativen ausgehen.  

Wer es mit Borussia Dortmund hält, wird aktuell nur noch die Tage bis zum Ende der Länderspielpause zählen und dabei die Daumen drücken, dass sich von den sechs verbliebenen Profis, die aktuell für ihre Nationalmannschaft im Einsatz sind, keiner mehr verletzt. Denn schon jetzt ist der BVB so etwas wie der große Verlierer der Länderspielpause.

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Die ohnehin bereits lange Liste verletzter oder angeschlagener Spieler wurde unter der Woche nochmal um drei Namen erweitert, nachdem sich der zuletzt formstarke Raphael Guerreiro sowie Youssoufa Moukoko laut Klub-Mitteilung jeweils einen Faserrisss zuzogen und Thorgan Hazard sich am Sprunggelenk verletzte. Auch Thomas Meunier hatte wegen Beschwerden an Knie und Zeh kurz nach seiner Ankunft beim belgischen Team bereits wieder die Heimreise angetreten.

Zuvor musste auch Stammtorwart Gregor Kobel für die WM-Quali-Spiele mit der Schweiz wegen einer Sehnenansatzreizung im Knie absagen. Und Torjäger Erling Haaland war wegen seiner anhaltenden Oberschenkelprobleme gar nicht erst nach Norwegen gereist. Trainer Marco Rose dürfte angesichts dieser Hiobsbotschaften umso glücklicher sein, dass England-Coach Gareth Southgate beschlossen hatte, Mittelfeld-Juwel Jude Bellingham eine Verschnaufpause zu gönnen.


Mit den Spielern, die aktuell verletzt, angeschlagen oder zumindest noch nicht wieder bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit sind, ließe sich eine ganz passable Elf aufstellen. Neben den bereits genannten Patienten, fallen auch Mo Dahoud und Giovanni Reyna noch auf unbestimmte Zeit aus. Mats Hummels wurde gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag wegen muskulärer Probleme ausgewechselt und kann ohnehin seit der EM wegen Probleme mit der Patellasehne nicht optimal trainieren.

Dan-Axel Zagadou hat seit seiner Knie-OP im März noch keine Minute wieder gespielt und kam auch bei der Testspiel-Pleite unter der Woche gegen den SC Paderborn (0:3) nicht zum Einsatz. Da stand immerhin Emre Can wieder in der Startelf, der zuvor wegen muskulärer Probleme mehrere Spiele verpasst hatte und gegen Augsburg nur zu einem Kurzeinsatz kam. Auch Steffen Tigges (Muskel) und Soumaila Coulibaly (Knie) stehen als Alternativen nicht zur Verfügung. Mateu Morey und Marcel Schmlezer dürften derweil in den Planungen für die laufende Saison ohnehin keine Rolle spielen.

Bei den anstehenden Länderspielen von Marco Reus (Deutschland); Manuel Akanji (Schweiz), Donyell Malen (Niederlande), Marin Pongracic (Kroatien), Axel Witsel (Belgien) und Ansgar Knauff (U21 Deutschland) wird die Gefühlslage von Rose irgendwo zwischen Hoffen und Bangen sein - wenn er denn überhaupt hinsehen kann.