03. Dezember 2021 / 23:10 Uhr

Matchwinner der letzten BVB-Siege gegen den FC Bayern: Was macht eigentlich Paco Alcacer?

Matchwinner der letzten BVB-Siege gegen den FC Bayern: Was macht eigentlich Paco Alcacer?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während Paco Alcacer im BVB-Trikot regelmäßig Tore bejubelte - auch gegen Bayern -  sitzt er bei seinem neuen Klub häufig auf der Bank.
Während Paco Alcacer im BVB-Trikot regelmäßig Tore bejubelte - auch gegen Bayern -  sitzt er bei seinem neuen Klub häufig auf der Bank. © IMAGO/Uwe Kraft/ZUMA Wire (Montage)
Anzeige

Paco Alcacer war der letzte Siegtorschütze von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern. Doch seit seinem Abschied vom BVB ist es ruhig geworden um den Stürmer, der es schaffte, Pierre-Emerick Aubameyang vergessen zu machen. 

Bei der folgenden Bilanz müssen BVB-Fans ganz stark sein. Von den letzten 13 Spielen gegen den FC Bayern gingen elf verloren. Torverhältnis 14:38. Nur zweimal seit der Saison 2017/18 ging Borussia Dortmund als Sieger vom Platz. Das lag in beiden Fällen vor allem auch an einem Mann, der mittlerweile gar nicht mehr das schwarz-gelbe Trikot trägt: Paco Alcacer.

Anzeige

Beim bislang letzten Sieg im August 2019 traf er zur 1:0-Führung im DFL-Supercup (Endstand 2:0). Zuvor erzielte er im November 2018 im Liga-Spiel den 3:2-Siegtreffer. Der Spanier war in seinen anderthalb Jahren in Dortmund häufig das, was auch sein Vorgänger Pierre-Emerick Aubameyang war und jetzt Erling Haaland ist: Die Lebensversicherung und der Tor-Garant des BVB. Doch als Haaland kam, ergriff Alcacer die Flucht.

Haalands Super-Start schlug Alcacer in die Flucht

Dabei musste der quirlige Stürmer sich mit seiner Quote nicht verstecken. In seinen ersten vier Bundesliga-Spielen traf er siebenmal. Die Trauer über den Aubameyang-Abschied war vergessen. Am Ende seiner Debüt-Saison 2018/19 standen 18 Tore in 29 Spielen zu Buche. Grund genug, aus der Leihe vom FC Barcelona eine feste Verpflichtung zu machen, die sich der BVB 21 Millionen Euro kosten ließ.


Die zweite Spielzeit startete mit fünf Toren in vier Spielen ähnlich verheißungsvoll. Doch dann wurde er durch mehrere Verletzungen immer wieder außer Gefecht gesetzt. Dem BVB fehlte folglich ein Knipser. Diesen fand man im Winter 2020 mit Haaland. Der Norweger legte einen Sensationsstart hin: fünf Tore in den ersten zwei Spielen. Der Hype war nicht aufzuhalten. Und Alcacer suchte noch in derselben Transfer-Periode das Weite. Der spanischen Marca sagte der sonst eher schweigsame Stürmer damals: "Ich würde in der Zukunft sehr gerne in LaLiga zurückkehren." Einen Tag vor Ende der Wechselfrist verkaufte Dortmund Alcacer für 23 Mio. Euro zum FC Villarreal.

Unter Emery verlor Alcacer seinen Torriecher

Und wieder legte er sensationell los. Im ersten Spiel für seinen neuen Klub gegen Osasuna (3:1) traf er zur Führung und holte noch einen Elfmeter raus, der verwandelt wurde. Doch im Anschluss scheint Alcacer seinen Torriecher ein Stück weit verloren zu haben. Seit Unai Emery im Sommer 2020 als Trainer bei Villarreal übernahm sank erst die Torquote und in der Folge seine Einsatzzeiten und schließlich sein Satus in der Stürmerhierarchie.

Auch wenn er mit sechs Toren maßgeblichen Anteil am Titelgewinn in der Europa League hatte, ist er mittlerweile nur noch Ergänzungsspieler. In der laufenden Spielzeit bringt er es in La Liga, Champions League und Pokal gerade einmal auf neun von 22 möglichen Einsätzen, bei denen er sechsmal in der Startelf stand. Zwei Tore und drei Vorlagen sprangen dabei für ihn heraus. An Verletzungsproblemen liegt es nicht.

Dabei benötigt sein Klub aktuell mehr denn je einen Torjäger. Das weiß auch sein Trainer, der kürzlich sagte: "Wir brauchen jetzt die Tore von Paco Alcácer. Wir müssen Spielern wie ihm helfen und nach vorne bringen." Mit nur 16 Toren in 14 Spielen belegt der Champions-League-Teilnehmer einen enttäuschenden zwölften Platz. Doch Emery hat offenbar das Vertrauen in den 19-maligen Nationalspieler verloren. Dortmund verließ er wegen fehlender Perspektive zweieinhalb Jahre vor seinem Vertragsende. Wenn das Transferfenster im Januar öffnet, läuft sein Vertrag in Villarreal noch zweieinhalb Jahre …