02. April 2022 / 22:19 Uhr

Hummels hadert mit zu hoher BVB-Pleite: "Nicht so tun, als wären wir 4:1 an die Wand gespielt worden"

Hummels hadert mit zu hoher BVB-Pleite: "Nicht so tun, als wären wir 4:1 an die Wand gespielt worden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels stand gegen Leipzig erstmals seit Ende Februar wieder in der BVB-Startelf.
Mats Hummels stand gegen Leipzig erstmals seit Ende Februar wieder in der BVB-Startelf. © Getty Images
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Borussia Dortmund kassiert gegen RB Leipzig eine schmerzhafte 1:4-Heimniederlage. Für Abwehrspieler Mats Hummels fiel das Endergebnis viel zu hoch aus und spiegelte nicht die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wider.

Es sollte eine große Fußball-Party in Schwarz-Gelb werden. Erstmals seit 763 Tagen hatte der BVB mit 81.365 Zuschauern ein ausverkauftes Stadion. Doch statt Jubelgesängen ertönten nach Spielende Pfiffe von den Tribünen, die sich schon vor Abpfiff deutlich geleert hatten. "Es war enttäuschend für uns. Wir hatten mehr vor mit dem Publikum zurück – zum ersten Mal über 80.000 Zuschauer seit über zwei Jahren", sagte Mats Hummels nach der 1:4-Niederlage gegen RB Leipzig am Sky-Mikrofon.

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Der Dortmunder Abwehrspieler war vor allem mit der Höhe der Niederlage nicht einverstanden. "Ich weiß, dass es für Aussagen, wie die Folgenden immer auf den Sack gibt: Es war ein Sieg der Effektivität und der Chancenverwertung. Es war von den Leistungsverhältnissen kein 4:1-Sieg." Er und seine Mannschaft müssten nun damit leben, dass es erneut Kritik hagelt "das ist so im Fußball. Die Leipziger wissen allerdings, dass es in der ersten Halbzeit ganz anders laufen kann. Am Ende entscheiden aber die Tore im Fußball. Als es 1:0 für Leipzig stand, gab es wenige Gründe dafür.“

BVB in der Einzelkritik gegen RB Leipzig

Alle Spieler von Borussia Dortmund hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Alle Spieler von Borussia Dortmund hier in der Einzelkritik. ©

Hummels haderte mit den vergebenen Chancen in der Anfangsphase. Marco Reus und Erling Haaland hatten für aussichtsreiche Gelegenheiten gesorgt, die jedoch nicht mit der Konsequenz genutzt werden konnten, wie es auf Leipziger Seite der Fall war. "Wir wissen auch, dass es am Ende nicht gut war. Aber man muss nicht so tun, als wären wir 4:1 an die Wand gespielt worden", versuchte der 33-Jährige den Endstand zu relativieren.

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Auf der Suche nach Gründen für die Niederlage, wurde Hummels beim Dortmunder Umgang mit Rückständen fündig: "Wir sind dann hektisch geworden, das ist unser Problem. Wir wollten dann die tiefen Bälle erzwingen. Dann steht es 0:2 aus dem Nichts zur Halbzeit. Ich weiß, dass die Leute auf Twitter draufhauen werden. Es ist allerdings eine realistische Einschätzung und das wissen auch die Menschen, die jetzt draufhauen werden. Wir wissen allerdings auch, dass es in der zweiten Halbzeit nicht genug war und wir nicht genügend Torgefahr ausgestrahlt haben."

Zu einer ähnlichen Analyse wie Hummels kam auch sein Trainer Marco Rose, der ansprach, "was heute den Unterschied gemacht hat: Die Konsequenz in beiden Strafräumen. Außer dem Umschaltspiel hatte Leipzig nicht viel vom Spiel, wir waren allerdings nicht kompromisslos genug." Der BVB-Coach sprach von einem "extrem bitteren" Ergebnis. "Wir haben uns vorm vollen Haus mehr vorgenommen und wollten uns Schwung für die Schlussphase der Saison holen. Nun haben wir uns selbst ausgebremst." Zwar bleibt der BVB auf Rang zwei, verspielte aber bei nun neun Punkten Rückstand auf den FC Bayern die wohl letzte Minimalchance auf den Titel.