21. Mai 2019 / 12:37 Uhr

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Champions-League-Reform nicht mehr zu verhindern 

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Champions-League-Reform nicht mehr zu verhindern 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. © dpa
Anzeige

Hans-Joachim Watzke glaubt nicht mehr daran, dass man die umstrittenen Champions-League-Reform aufhalten kann. Der BVB-Chef warnt vor Naivität der deutschen Vereinsvertreter.

Anzeige
Anzeige

Die umstrittene Reform der Champions League ist nach Ansicht von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Chef Hans-Joachim Watzke trotz des Widerstands der Fußball-Bundesligisten nicht mehr zu verhindern. "Diese Reform der Champions League oder Super League kommt so oder so. Wir müssen nun versuchen, da möglichst viel von unseren deutschen Interessen reinzupacken, was dem deutschen Gefühlen entspricht", sagte Watzke am Dienstag in Dortmund.

Mehr zum BVB

Vor einem Treffen der deutschen Mitglieder der European Club Association mit ECA-Chef Andrea Agnelli am Mittwoch in München warnte Watzke vor Naivität der deutschen Vereinsvertreter. "Und wenn das ein Konsensmodell ist, was überhaupt nicht unseres ist, dann muss man die ganz harte Entscheidung treffen, wir machen da nicht mit. Der deutsche Fußball ist aber dann tot", sagte der BVB-Chef.

Dembèlè, Aubameyang, Merino & Co.: So schlagen sich ehemalige BVB-Profis im Ausland

Klickt Euch durch! So schlagen sich Dembèlè, Aubameyang, Merino & Co. im Ausland. Zur Galerie
Klickt Euch durch! So schlagen sich Dembèlè, Aubameyang, Merino & Co. im Ausland. ©

Für eine deutsche Blockade-Haltung habe er kein Verständnis. "Aber zu glauben, dass die sich zu 90 Prozent auf uns einlassen, dann musst du am Ende des Tages damit rechnen, dass sie sagen, wenn alles, was wir bisher geplant haben scheiße ist, dann macht doch euren Kram allein und wir machen unsere Liga ohne euch", mahnte der Watzke.

Kritik aus Deutschland und England

Juventus-Chef Agnelli treibt als ECA-Chef unterstützt von spanischen und französischen Spitzenclubs eine Reform der Fußball-Königsklasse von 2024 an voran. Kritik aus Deutschland und England richtet sich primär gegen die Idee einer dreiteiligen Champions League mit nur noch begrenzter Möglichkeit der Qualifikation über die nationalen Ligen. "Für uns ist das zentrale Anliegen: Es muss mehr Qualifikationsmöglichkeiten über die Liga geben", sagte Watzke.